Der E75 entlang

2015-07-22-Hammerfest bis Tana Bru

2015-07-22-Hammerfest bis Tana Bru

Kurz nach 10 Uhr brachen wir unser Lager auf dem Hammerfestcamping ab. Die Temperatur war bei bescheidenen 9.5 Grad und der Wind war wie gestern weiterhin kräftig und kalt.

Zuerst kauften wir noch Stühle und fuhren dann Richtung Skaidi. Die Kulisse war atemberaubend, das Wetter etwas besser als bei der Hinfahrt. Den einen Tunnel „umfuhren“ wir auf der alten Strasse und waren froh, dass die Schranke am anderen Ende nicht geschlossen war. In Skaidi fuhren wir auf der E6 weiter Richtung Kirkenes. Die Aussentemperaturen schwankten immer so zwischen 9.5 und 10.5 Grad. Der Himmel war mal etwas mehr, mal etwas weniger bewölkt. Ab der Abzweigung zum Nordkap wurde der Verkehr in unsere Richtung deutlich weniger, der Gegenverkehr nahm etwas zu.

Zwischenhalt...

Zwischenhalt…

In Lakselv tankten wir noch einmal auf, wuschen unsere Scheiben und verärgerten einen nervösen Urlauber aus Deutschland, der wahrscheinlich wegen uns (weil wir noch 2 Minuten Scheiben wuschen) die heutige Mitternachtssonne (welche wahrscheinlich im Nebel verschwindet) verpassen wird. Als wir anfuhren, hat er geklatscht und auf unsere Nachfrage kam die Antwort: „Wir wollen auch mal tanken, wenn`s recht ist!“. Armer Mensch, fährt 4000 km und glaubt immer noch wegen 2 Minuten zu spät zu kommen…

Unterwegs

Unterwegs

Wir fuhren auf alle Fälle lachend weiter und verliessen die E6 und fuhren auf der E 75 weiter in Richtung Tana Bru. Wie man auf Wikipedia nachlesen kann, verläuft die E 75 von Kreta nach Vardø, der östlichsten Stadt Norwegens (ist auch östlicher als Istanbul). Irgendwo hielten wir an, um zu fotografieren. Ein deutscher Reisebus entlud grad seine Insassen. Die Frauen stellten sich brav in die Schlange vor dem WC-Häuschen („also da ist einfach so ein Loch und man sieht runter…“), die Herren stärkten sich mit Würstchen und Brot.

Schlange vor dem WC Häuschen

Schlange vor dem WC Häuschen

Der Streckenabschnitt zwischen Lakselv und Tana bru war einer der schönsten, welchen wir bis anhin befahren haben. Die Strasse führte entlang von tiefblauen Fjorden, führte hinauf auf eine Hochebene (150-200 müM) mit „Tonsurhügeln“ (unten Bewuchs oben kahl), vorbei an tiefblauen Seen aller Grössen.

Stausee

Stausee

Mal war`s menschenleer, mal sah man einzelne Häusergruppen. Ein paar Schafe lagen am Strassenrand, ein paar Rentiere assen das spärliche Gras. Dann sah man wieder Fischer in einem Fluss stehen. Sie warteten auf die Lachse.

Unter dem "Staudamm"

Unter dem „Staudamm“

Es war wirklich eine Route mit vielen Highlights, farblich und landschaftlich wunderbar.

In Tana Bru fanden wir dann auch einen Campingplatz. Nicht besonderes, aber für uns genau das Richtige: eine Wiese mit angrenzenden Häuschen, einer freundliche Frau beim Empfang und guten Sanitäranlagen. Und das Beste: 2-3 Häuschen sind besetzt. Ausser uns stehen noch ein Camper aus Italien und Norwegen, sowie ein VW Bus aus Finnland da. Einzig die nahe Strasse hört man ein wenig, aber das wird uns auch heute nicht stören.

Blick in den Fjord

Blick in den Fjord

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