Ronja, fette Würmer und eine schimpfende Wasseramsel

ristafallet-01-1_01Gegen 11.30 Uhr gewinnt der blaue Himmel die Oberhand. Wir packen unsere Fotoausrüstung zusammen und machen uns auf den Weg zum Ristafallet. Ist ja gleich ums Eck.

Mächtig stürzen die Wassermassen hinunter.

Ristafallet

Ristafallet

Stromschnellen unterhalb Ristafallet

Wie schon erwähnt, der Fall ist ca. 50 Meter breit und das Wasser fällt 14 Meter in die Tiefe. Ronja (Räubertochter) und Birk wurden zum Glück vom Glupaklumpen (grosser Stein) aufgehalten und stürzten so nicht den Glupafallet (Ristafallet) hinunter. Diese Szene des Films wurde hier am Ristafallet gedreht.
Wir machen viele Fotos. Die Sonne scheint, das Wasser glitzert, es rauscht mächtig. Es ist ein grandioses Schauspiel. Weiter unten hat es dann noch viele Stromschnellen.
Wir sind fast ganz alleine. Nur ein Vater mit Sohn kreuzt unsern Weg.
Im Wald finden wir wieder Pilze. Aber viele davon beherbergen fette Würmer. Es ist eine Schande!! Dennoch reicht es für die Beilage zum Abendessen.
Kurz bevor wir umkehren, entdecken wir eine Wasseramsel.

Nahe Wasseramselrevier

Nahe Wasseramselrevier

Eifrig taucht sie, stellt sich auf einen Stein, putzt sich und als sie uns entdeckt, beginnt sie kräftig zu schimpfen. Hören können wir sie allerdings nicht, aber wir sehen wie ihr Körper sich aufgeregt bewegt und der Schnabel auf und zugeht. Regungslos bleiben wir eine ganze Weile stehen. Leider hat auch diese Wasseramsel eingebaute Tele-Warnung: Bevor wir unsere Teleobjektive ausgepackt haben, entfernt sie sich. Schliesslich beschäftigt sie sich weiter mit Nahrungssuche und Gefiederpflege und verschwindet.

Wasser...

Wasser…

Pilgerweg

Pilgerweg

Der Weg entlang des Flusses ist ein Teil des Olavs-Wegs. Es gibt ein ganzes Netz von Pilgerwegen, die alle beim Nidarosdom in Trondheim enden. Dieser Pilgerweg leitet sich von König Olav II. Haraldsson her. Er starb 1030 und liegt im Dom von Trondheim begraben. Nahe des Ristafallet befindet sich auch die Olav Quelle, an der die Pilger ihren Durst löschen können. Deses Zeichen des Weges sieht man überall.

Danach sitzen wir vor unserem Bus in der Sonne. Geniessen den wolkenlosen, blauen Himmel. Allerdings wärmt die Sonne nicht mehr so sehr wie noch vor einigen Tagen. Wir sind hier in den Bergen auf 350 Metern. Manchmal „regnet“ es bunte Blätter vom Himmel. Schon bald wird die Sonne dem Horizont „entlang schleichen“. Die Tage werden sehr kurz und die Nächte lang und kalt. Im Winter ist der Wasserfall gefroren und man kann (wenn man den mutig genug ist) darauf herum klettern und hinter dem Eis liegende Höhlen besichtigen. Temperaturen von -20 Grad seien hier üblich. Das hat mir Mathilde, die Campingbesitzerin, heute Morgen erzählt. Bis dann sind wir nicht mehr da, das wäre dann doch etwas zu kalt für uns.

Herbst naht

Herbst naht

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