Archiv | September 2016

Furuhaugli – Dovrefjell

2016-09-19-Ristafallet-nach-Furuhaugli

2016-09-19-Ristafallet-nach-Furuhaugli

Wer hätte gedacht, dass man am 19.9. auf 1007 MüM um 18 Uhr noch draussen essen kann!?
Aber alles der Reihe nach:
Gestern haben wir uns vom Ristafallet verabschiedet und sind in Richtung Are gefahren. Bereits nach einigen Kilometern waren wir in der Sonne. Ohne Probleme ging`s über die Grenze nach Norwegen und die Strasse führte in leichten Kurven abwärts Richtung Trondheim.
Dort konnte man das Meer nur erahnen. Der Nebel hatte sich wieder vor die Sonne geschoben. Wir fuhren auf der E6 Richtung Oslo. Die Sonne strahlte wieder von einem fast wolkenlosen Himmel. Schliesslich, nach ca. 180 km Fahrt, wurde die Landschaft unglaublich schön. Wir waren im Gebiet des Dovre Fjells angelangt. Hügel, Berge mit weiss leuchtenden Flechten und Moosen überzogen, soweit das Auge reichte. Dazwischen kleine, knorrige Birken mit leuchtend gelben Blättern. Die E6 schraubte sich langsam immer höher, bis wir die 1000 Meter Marke geknackt haben. Da war es nicht mehr weit bis zu unserm Ziel: Furuhaugli Turistcenter.
Wir checken ein und gönnen uns ein Abendessen im Restaurant.

Egonmobil im Dovrefjell

Egonmobil im Dovrefjell

Heute Montag weckt uns die Sonne. Kleinere Nebelfetzen und ein paar Wolken können der Sonne wenig anhaben.

Blick auf die Furuhaugli Fjellstation

Blick auf die Furuhaugli Fjellstation

Nach einem ausgiebigen Frühstück packen wir etwas Proviant und die Fotoapparate ein, schnüren die Wanderstiefel und los geht’s.
Wir werden den Melhöe „besteigen“. Von 1250 Metern ü Meer verspricht man uns eine tolle Aussicht auf mehrere Gipfel. Der Weg steigt sachte an und man sieht immer mehr von dieser wunderschönen Landschaft. Flechten, Moose, kleine Blümchen, Pilze, Erika und Preiselbeersträuchlein. Hier ist alles im Miniformat. Die Birken erreichen vielleicht knapp 2 Meter, die Weiden grad mal 30 cm. Wir kommen dem Gipfel immer näher. Das letzte Stück ist ganz schön steil. Und dann…sieht man… jawoll, denn nächsten Gipfel. Also los! Hier kommt die Kurzfassung: beim 4. Gipfel sieht man dann endlich auf die andere Seite.

Am Melhöe

Am Melhöe

Zwar „durchschneiden“ Bahn und die E6 diese wunderschöne Landschaft und man hört auch den Autolärm, aber dafür hat man die Chance, in die Nähe zu fahren und spart sich dadurch lange Fussmärsche.
Wir setzen uns etwas unterhalb des Gipfels in den Windschatten und essen und trinken etwas. Dazwischen schauen wir immer wieder durch das Fernglas und suchen Moschusochsen oder Rene oder Elche.

Wo sind die Moschusochsen?

Wo sind die Moschusochsen?

Aber die Tiere halten sich bedeckt. Wir entdecken jedoch einige kleinere Abschnitte von Gletschern. Es ist friedlich und einfach wunderschön.
Dann wandern wir bei strahlendem Sonnenschein wieder zurück und essen gebratenes Schweinefilet mit Reis im Freien bei unserem Bus.

Dovrefjell

Dovrefjell

Die Sonne verschwindet leider viel zu schnell hinter ein paar Wolken. Darum räumen wir rasch auf und setzen uns noch ins Restaurant. Da ist es erstens schön warm, zweitens gibt’s noch ein Glas Rotwein und drittens ist die Internetverbindung hier so stabil, dass wir auch Fotos posten können.

furuhaugli-1_05(Die Internetverbindung war weder stabil noch schnell. Kein einziges Bild konnte hochgeladen werden. Aber am nächsten Morgen… pro Bild so ca. 10 Versuche. Jetzt ist es geschafft!)

Auf der anderen Seite des Wasserfalls

Herbst...

Herbst…

Wir schlafen herrlich bis 8.30 Uhr! Es nieselt leicht. Alles ist ziemlich feucht. Deswegen lassen wir uns Zeit, zmörgele ausgiebig und gehen dann so gegen 12.30 Uhr los. Unser Ziel: die gegenüber liegende Seite des Wasserfalls.
Der Weg ist anfangs ziemlich sumpfig und schmal. Dann erreichen wir eine Strasse und die Holzbrücke über den Fluss. Dort beobachten wir „Hörmi“.

Hörmi

Hörmi

Wieselflink rast er über die Steine, verschwindet in einem Loch und taucht beim nächsten wieder auf. Dann sieht er uns, stellt sich auf die Hinterpfoten, schaut uns an und verschwindet im nächsten Loch. Taucht beim übernächsten wieder auf, rennt über die Steine, unter der Brücke durch, findet eine Spalte, schwupps hinein und wieder raus…minutenlang amüsieren wir uns über Hörmi.
Dann geht es auf der anderen Seite des Flusses weiter in Richtung des Wasserfalls. Der Weg führt durch den Wald. Immer wieder sehen wir den Fluss, der hier ganz ruhig fliesst. Die Bäume glänzen golden auch ohne Sonnenschein. Dann erreichen wir einen Parkplatz mit Hütte und Grill. Auf einem verschlungenen Weg kommen wir dann zum Wasserfall.

Camping vom anderen Ufer aus

Camping vom anderen Ufer aus

Ganz schön imposant.
Wir wandern wieder zur Brücke zurück, diesmal auf der Strasse, suchen Hörmi. Aber wahrscheinlich schläft er nun, müde von der Show, die er uns geliefert hat.
Unterwegs finden wir noch ein paar Schopftintlinge. Das gibt eine leckere Vorspeise.
Doch zuerst besuchen wir das Restaurant, geniessen warme Waffeln mit Preiselbeeren und plaudern mit Mathilde.
Wir erzählen ihr, dass wir gestern einen Kanufahrer beobachtet haben, der Richtung Wasserfall gefahren ist…

Ristafallet, andere Seite

Ristafallet, andere Seite

Oh ja, sagt sie. Vor 2-3 Wochen haben sie Filmaufnahmen gemacht. 2 Kanufahrer sind dann den Wasserfall hinunter gefahren. Man kann es auf der Facebookseite des Campings sehen. (Facebookseite Ristafallet Camping).
Wir schauen es uns an…SPINNER GIBT`S!!!
Beim Abwasch treffe ich noch eine Norwegerin und wir unterhalten uns auf Norenglisch und mit Händen und Füssen. Sie „wohnt“ zurzeit grad hinter unserem Bus und zeigt mir dann noch einige Fotos schöner Campingplätze im Dovrefjell, Norwegen.
Die Norweger kommen oft übers Wochenende nach Schweden und kaufen ein, weil es billiger ist als in Norwegen. „Besonders die Liquoren“, sagt ihr Mann. Na wir haben unsere Schnäpser wohlwissend noch auf der Fähre nach Dänemark zollfrei eingekauft.ristafallet-04_03

Pause

Heute ist das Wetter…naja…
Die Sonne zeigt sich kurz, denkt wohl: „ach heute lieber nicht…“ und überlässt dem Hochnebel das Feld.
Wir machen den Bus fahrtüchtig, lassen Tisch und Stühle hier und fahren in Richtung Järpen. Dort besuchen wir den Lundhags Shop, lassen ein wenig Plastikgeld liegen und fahren dann noch zu ICA, um ein paar Lebensmittel zu kaufen.

Pilgrimsweg

Pilgrimsweg

Mathilde, vom Camping, meinte, dass heute ein schöner Tag sei und sie das Restaurant für ein paar Stunden öffnen wolle. Morgen Samstag auch, aber erst wolle sie ausschlafen und so könnten wir die Brötchen erst um 9.30 Uhr holen. Wir lassen sie schlafen und kaufen heute Brot für morgen.

Aufpassen...

Aufpassen…

Damit der Bus etwas warm wird, fahren wir noch nach Are. Ein Skiort, zurzeit etwas „verschlafen“. Viele Appartements, Hotels, Geschäfte für den Skisport, eine grosse Gondelbahn…wie Zermatt und Davos, wahrscheinlich ähnlich teuer.
Wieder „zu Hause“ gehen wir mal ins Restaurant und bestellen Waffeln mit Himbeeren und Vanilleglacé. Dazu Kaffee und Bier…Schmeckt gut!

Mindestens zwei Züge pro Tag

Mindestens zwei Züge pro Tag

Dann machen wir noch eine kleine Wanderung dem Fluss entlang. Morgen wollen wir dann über eine Brücke auf die andere Seite des Flusses, um den Ristafallet von einer neuen Perspektive zu sehen.

Unterer Nylandfallet

Unterer Nylandfallet

Ronja, fette Würmer und eine schimpfende Wasseramsel

ristafallet-01-1_01Gegen 11.30 Uhr gewinnt der blaue Himmel die Oberhand. Wir packen unsere Fotoausrüstung zusammen und machen uns auf den Weg zum Ristafallet. Ist ja gleich ums Eck.

Mächtig stürzen die Wassermassen hinunter.

Ristafallet

Ristafallet

Stromschnellen unterhalb Ristafallet

Wie schon erwähnt, der Fall ist ca. 50 Meter breit und das Wasser fällt 14 Meter in die Tiefe. Ronja (Räubertochter) und Birk wurden zum Glück vom Glupaklumpen (grosser Stein) aufgehalten und stürzten so nicht den Glupafallet (Ristafallet) hinunter. Diese Szene des Films wurde hier am Ristafallet gedreht.
Wir machen viele Fotos. Die Sonne scheint, das Wasser glitzert, es rauscht mächtig. Es ist ein grandioses Schauspiel. Weiter unten hat es dann noch viele Stromschnellen.
Wir sind fast ganz alleine. Nur ein Vater mit Sohn kreuzt unsern Weg.
Im Wald finden wir wieder Pilze. Aber viele davon beherbergen fette Würmer. Es ist eine Schande!! Dennoch reicht es für die Beilage zum Abendessen.
Kurz bevor wir umkehren, entdecken wir eine Wasseramsel.

Nahe Wasseramselrevier

Nahe Wasseramselrevier

Eifrig taucht sie, stellt sich auf einen Stein, putzt sich und als sie uns entdeckt, beginnt sie kräftig zu schimpfen. Hören können wir sie allerdings nicht, aber wir sehen wie ihr Körper sich aufgeregt bewegt und der Schnabel auf und zugeht. Regungslos bleiben wir eine ganze Weile stehen. Leider hat auch diese Wasseramsel eingebaute Tele-Warnung: Bevor wir unsere Teleobjektive ausgepackt haben, entfernt sie sich. Schliesslich beschäftigt sie sich weiter mit Nahrungssuche und Gefiederpflege und verschwindet.

Wasser...

Wasser…

Pilgerweg

Pilgerweg

Der Weg entlang des Flusses ist ein Teil des Olavs-Wegs. Es gibt ein ganzes Netz von Pilgerwegen, die alle beim Nidarosdom in Trondheim enden. Dieser Pilgerweg leitet sich von König Olav II. Haraldsson her. Er starb 1030 und liegt im Dom von Trondheim begraben. Nahe des Ristafallet befindet sich auch die Olav Quelle, an der die Pilger ihren Durst löschen können. Deses Zeichen des Weges sieht man überall.

Danach sitzen wir vor unserem Bus in der Sonne. Geniessen den wolkenlosen, blauen Himmel. Allerdings wärmt die Sonne nicht mehr so sehr wie noch vor einigen Tagen. Wir sind hier in den Bergen auf 350 Metern. Manchmal „regnet“ es bunte Blätter vom Himmel. Schon bald wird die Sonne dem Horizont „entlang schleichen“. Die Tage werden sehr kurz und die Nächte lang und kalt. Im Winter ist der Wasserfall gefroren und man kann (wenn man den mutig genug ist) darauf herum klettern und hinter dem Eis liegende Höhlen besichtigen. Temperaturen von -20 Grad seien hier üblich. Das hat mir Mathilde, die Campingbesitzerin, heute Morgen erzählt. Bis dann sind wir nicht mehr da, das wäre dann doch etwas zu kalt für uns.

Herbst naht

Herbst naht

Sveg- Ristafallet

2016-09-14-Sveg-nach-Ristafallet

2016-09-14-Sveg-nach-Ristafallet

So, heute geht’s wieder ein Stück weiter. Unser Ziel ist der Ristafallet Camping nahe bei Are. Gegen 11 Uhr ist alles erledigt, wir fahren los. Heute hat`s eine graue Glocke über der Erde. Auf dem Inlandsvägen E 45 fahren wir in Richtung Östersund. Es fährt sich gut und dann, dann kommt die Sonne, der Nebel verschwindet. Die ganze Umgebung leuchtet golden!!! Fantastisch, einfach unglaublich. Die Temperaturen klettern auch gleich wieder auf 18.5 Grad. Irgendwann drückt dann die Blase und wir halten an.

Pavel sucht und findet Pilze und ich sammle einige Preiselbeeren. Nur wenige, die andern 100 kg überlasse ich den Tieren.

Egon und Pilze

Egon und Pilze

In Berg verlassen wir die E 45 und fahren auf einer Nebenstrasse weiter. Hier hat es noch weniger Verkehr. Die Strasse führt durch intensiv landwirtschaftlich genutztes Gebiet. Es gibt viele Bauernhöfe. Kühe, Pferde weiden auf den Wiesen. Das letzte Gras ist geschnitten und trocknet. Im Wald wird gearbeitet und das Holz für den Winter bereit gemacht.
Schliesslich gelangen wir auf die E 14 welche nach Trondheim (Norwegen) führt. Nun sind es nur noch einige Kilometer bis zum Ziel.

Unterwegs

Unterwegs

Camping Ristafallet

Camping Ristafallet

In Järpen fahren wir noch am Lundhags outlet store vorbei (für alle Nicht-Outdoor-Begeisterte: Lundhangs stellt Outdoor Ausrüstungen her, welche international für ihre hohe Qualität und die hohen Massstäbe in Bezug auf den Umweltschutz bei der Produktion bekannt sind. Ausserdem ist die Firma Hoflieferant der schwedischen Königsfamilie). Wir merken uns dies und denken, dass wir am Freitag mal „vorbei schauen“…könnte teuer werden…
Der Camping liegt am Indalsälven. Dieser Fluss stürzt sich genau beim Camping auf einer Breite von 50 Metern 14 Meter in die Tiefe. Die Geräuschkulisse ist beeindruckend.
Diesmal scheinen wir die einzigen Gäste auf dem Camping zu sein. Na uns soll`s recht sein.

Blick vom Camping aus

Blick vom Camping aus

Wir drehen eine kleine Runde, bewundern den Wasserfall, merken uns die Pilze für morgen, betrachten ein paar Spuren, die wir eindeutig den Bären zuordnen und freuen uns auf den nächsten Tag.

Indalsälven

Indalsälven

Sveg

Die E45 in Sveg

Die E45 in Sveg

Also um 4 Uhr in der Früh ist es noch sternenklar und etwa 4 Grad (plus).
Um 7.30 Uhr ist da wieder dieser weisse Schleier, der die Sicht auf die Sonne so erschwert…
Na egal, aufstehen, duschen (diese Sanitäranlagen sind die Schönsten, die wir je auf einem Campingplatz gesehen haben). Das Frühstück findet im Bus statt. Dann so gegen 9.30 Uhr kommt die ersehnte Sonne und ein wolkenloser blauer Himmel spannt sich über die Gegend. Schööööön!!!

Herbst in Sveg

Herbst in Sveg

Wir erkunden Sveg. Laut Wiki hat der Ort um die 2500 Einwohner und ist Hauptort der Gemeinde Härjedalen. Sveg liegt am Inlandsvägen (Europastrasse 45), am Riksväg 84 und an der Inlandsbanan.
Der Name geht vielleicht auf die Biegung des Flusses zurück (sveigr) und der Ort ist seit 1270 ein Gerichtsplatz (Thingplats).
Mit diesem Wissen marschieren wir los, um die Stadt zu „erobern“. Vom Camping aus gehen wir via Vallarsvägen, der dann unmittelbar in den Fjällvagen mündet, und dem Dalagatan und stossen direkt zum Bahnhof. Viele Geleise, 2 Züge pro Tag, einer nach Norden, einer nach Süden.

Insel auf dem Ljusnan.

Insel auf dem Ljusnan.

Danach schreiten wir dem Gränsgatan fast in seiner vollen Länge entlang bevor wir dann durch den Tjärngatan zum Vallarvägen gelangen. Dort kontrolliert die Polizei Autos und mustert uns scharf. Auf Grund dieser etwas unguten Begegnung beschliessen wir, im Sportladen unterzutauchen und wies der Zufall will, kaufen wir auch ein paar nützliche Dinge ein.

Nicht Louisiana. Sveg.

Nicht Louisiana. Sveg.

Zurück auf dem Campingplatz erfrischen wir uns etwas und dann geht’s über eine Fussgängerbrücke auf ein kleines Inselchen im Fluss, dieses umrunden wir. Weil wir noch nicht genug gesehen haben, gehen wir nun dem Flussufer entlang Richtung Norden, grüssen den freundlichen Shisha rauchenden Araber, weichen ein paar Jugendlichen auf den Fahrrädern aus und gelangen schliesslich zur Mankellbrücke, benannt nach dem schwedischen Schriftsteller Henning Mankell.

Die Mankellbrücke. Zug, Autos, Fussgänger, Velos... die gleiche Fahrbahn.

Die Mankellbrücke. Zug, Autos, Fussgänger, Velos… die gleiche Fahrbahn.

Auf der Eisenbrücke mit Holzboden teilen sich Autos und Zug die Spur. Aber da wir ja wissen, dass 1-2 Züge pro Tag hier durchfahren, kann man auch ganz bequem auf den Schienen stehen und fotografieren.

Morgen geht’s wieder weiter und wir freuen uns auf neue Plätze und Abendteuer.

Das ist ein Boot. Marke Eigenbau.

Das ist ein Boot. Marke Eigenbau.

Nach Sveg

2016-09-12-Aelvdalen-nach-Sveg

2016-09-12-Aelvdalen-nach-Sveg

Es ist neblig und ziemlich frisch. Aber in dem vorderen Servicehus hats wieder warmes Wasser. Juppie!!!
Wir packen alles zusammen und unser Bus startet wieder ohne Probleme. Da die Distanz nach Sveg nur grad gut 110 km beträgt, fahren wir erst noch eine Zusatzschlaufe in Richtung Mora, tanken dort und kaufen dann im ICA in Älvdalen alles ein was man so braucht: Bier, Brot, süsse Kuchen usw. usw.

Jämtland

Jämtland

Dann geht’s los in Richtung Sveg. Schon nach einigen Kilometern die erste Baustelle. 8 km lang soll sie sein. Man muss wissen, dass in Schweden die Strassen ständig erneuert werden. Weil man hat ja so viele Steine und diese muss man verwerten. Also nimmt man den Teerbelag alle paar Jahre von den Strassen weg und schmeisst Steine drauf. Erst die etwas grösseren und wenn die dann schön eingefahren sind, folgen die etwas kleineren. Und dann folgt wieder der Teerbelag. Dazwischen können die Auto ungehindert fahren bis wieder zu viele Steine rumliegen und man die verarbeiten muss.
So quälen wir uns über die Schotterpiste, Staub vorne, Staub hinten und vor allem auf dem Auto. Bagger schaufeln Dreck von der Strasse weg, Bagger schaufeln Steine auf die Strasse drauf. Und an der engsten Stelle steht dann auch der holländische Autofahrer mit Wohnanhänger…Es ist wie immer.

Unterwegs

Unterwegs

Am Strassenrand wechseln sich gelbgefärbte Birken mit grünen Tannen. Dann folgen grosse abgebrannte Waldstücke und immer wieder erhascht man einen Blick auf die Berge in der Ferne.
Gegen 16 Uhr sind wir dann in Sveg. Der Camping liegt am Ljusnan, direkt hinter den Einkaufsläden. Die Rezeption ist unbesetzt, aber wir rufen an und erhalten alle notwendigen Informationen. Schon bald stehen wir an einem ruhigen Platz. Und gemeinsam mit einem norwegischen Paar und einem belgischen Paar bewachen wir die Anlage.

Und wieder ein überfüllter Camping...

Und wieder ein überfüllter Camping…

Ruhige Zeit

Nächtliche Umbauten

Nächtliche Umbauten

Nächtliche Umbauten 2

Nächtliche Umbauten 2

Gestern und heute ist es eher bewölkt, aber immer noch schön warm. Dies auch in der Nacht, da es Nebel hat.
So geniessen wir einfach das Dasein, lassen die Biber in der Nacht arbeiten und gehen spazieren.

Pilz. Rotkappe.

Pilz. Rotkappe.

Pilz. Stehen lassen.

Pilz. Stehen lassen.

„Dummerweise“ wachsen hier sooooo viele Pilze…und sooooo gute und sooooo schöne. Wir können einfach nicht widerstehen.
So kommen heute an die 3 kg Rotkappen, Birkenröhrlinge und einige Butterpilze zusammen. Ein Teil wird getrocknet, der andere in Essig eingekocht und der Rest wird mit Salz und Kümmel gekocht, dazu gibt’s Chorizowürstchen vom Grill und Chips.

2 Pisten. 16L und 16R. Die 16L ist links von den Birken...

2 Pisten. 16L und 16R. Die 16L ist links von den Birken…

Ausgerechnet heute wollen alle etwas im Backofen machen. Die letzten Tage waren wir immer alleine. Aber die Pilze werden schon noch trocken.

Am Dalälven.

Am Dalälven.

Bilderbuchwetter

Pilze, weil Forelle baby machen...

Pilze, weil Forelle baby machen…

Heute hats geklappt, das Zmörgele im Sonnenschein 
Sonne pur, angenehme Temperaturen, ab und zu eine Brise.
Man kann es nicht beschreiben, man muss es erleben.
Nach dem, etwas späten Frühstück, sind wir dann ins Dorf gewandert zum Einkaufen.
Wir haben die Wahl zwischen ICA und KUUP oder wie wir bei uns sagen: Coop. Bald ist alles was benötigt wird zusammen und es geht zurück zum Bus.
Pavel rüstet seine Angelrute, ich lese ein wenig. Dann gehen wir zur Réception und wollen Angelkarten kaufen.  Der nette Kerl hinter dem Tresen klärt uns ausführlich über die Vorschriften auf: „Ab die erste September in ganz Sweden du darfst nur Fliegenfischen. Weil die Forelle gehen in die Fluss und machen Babys. Die Forelle du darfst gar nichts fischen nur die Äsche. Das gilt nür für die Flussen. In das Seen du kannst alles fischen. Aber das ist so weil die Fischen müssen machen die Babys damit es hat genug Fischen.“ AHA, JÄ SOOOOOO!!
So gehen wir eben Pilzen und sind recht erfolgreich. Es ist beinahe schon mühsam, sich bei jedem Schritt bücken zu müssen. Die werden getrocknet, das gibt feines Pilzrisotto im Winter.
Aber wir haben doch so ein „Fliegenfischding“?! Kurz nachgefragt, das passt. So wird dann morgen doch noch die Angel ausgeworfen! Vielleicht… Eventuell…

Sonne über Dalälven

Sonne über Dalälven