Archiv | Januar 2017

Zum North Shore

Im Norden

Im Norden

Heute fahren wir auf dem Interstate H-1 (Interstate auf Hawaii??? Macht irgendwie wenig Sinn…) Richtung Honolulu, Pearl City und dann auf dem H-2 Richtung Norden. Dachten wir :-).
Natürlich kam es etwas anders, aber auch das „andere“ war gut.
Zuerst kaufen wir noch einige Lebensmittel (einige lassen wir im Regal), bringen diese wieder nach Hause und so gegen 11.30 Uhr fahren wir los.

Bleibt im Regal…

Die Auffahrt zum Highway verpassen wir, aber in den USA kann man ja praktisch an jeder Kreuzung einen U-Turn machen und schwupps, schon fahren wir in die gewünschte Richtung.

Die Fahrt ist ruhig, es gibt schöne Ausblicke auf die Wolkenkratzer der Stadt. Dazwischen ein paar Baustellen, da rollt`s dann etwas weniger flott.
Die Abzweigung zum H-2 verpassen wir natürlich und fahren dann eben auf dem Kamehameha Hwy Richtung Norden.
Wir fahren an viel Kulturland vorbei (Ananas, Papaya, Mango, Taro, Bananen usw. usw.). Und an noch mehr Militärgebiet (Übungsplätze und Wohnquartiere).

Freeway H-1

Freeway H-1

Auf Oahu gibt es einige Ortschaften: Waianae, Waialua, Waimea, Waimanalo oder Kapolei, Kawalioa, Kuhuku, Kaaawa, Kailua, Kaneohe…
Das Hawaiianische hat 12 Buchstaben: a, e, i, o, u, p, k, m, n, w, l, h. Noch ein paar „Sonderzeichen“ wie: `, oder ein – über den Buchstaben. Aus diesen wenigen Zeichen bildet sich diese Sprache. Das heisst, dass es sehr viele ähnliche Wörter gibt (wie man oben bei den Städtenamen unschwer erkennen kann). Und oftmals werden ganze Silben einfach wiederholt. So heisst der „Staatsfisch“: Humuhumunukunukuapaua`a
Übrigens: man liest in dieser Sprache alle Buchstaben (gleich, wie im Tschechischen), also A-L-O-H-A. Alles klar? Den Rest kann man gerne bei Wiki nachlesen.
Aber zurück zu unserer heutigen Ausfahrt.
Wir fahren also bis zum Nordufer und dort dann bis zum Ende der Welt (Strasse).

Road ends here...

Road ends here…

Wir steigen aus und sehen wie riesige Wellen sich brechen. Die Vorhersage für den heutigen Tag waren 15-20 Fuss hohe Wellen. Und genau danach sieht es aus. Die Luft ist feucht und voller Salz. Wir stehen auf alten Lavafeldern und geniessen das Schauspiel der Wellen.
Weiter geht’s dem Nordufer entlang. Immer wieder wechseln schöne Sandstrände mit alten Lavaküsten. Und überall tobt sich das Meer so richtig aus. Surfer hat es kaum. Einige wenige wagen sich in die Wellen, aber viele Strände sind geschlossen, es ist einfach zu gefährlich.

High surf warning

High surf warning

Das Wetter spielt mit, seit wir hier sind, ist noch kein Tropfen Regen gefallen. Zum Glück, denn unsere Lanai (Terrasse) hat kein Dach und wir haben nur draussen einen Tisch, um zu essen.
Wir fahren dann wiederum dem Ostufer entlang und dann auf dem Pali Hwy in Richtung Honolulu.

Pali Highway (bekannt aus Hawaii Five-0)

Pali Highway (bekannt aus Hawaii Five-0)

Es ist Feierabendverkehr, aber in unsere Richtung hat es etwas weniger Autos. So kommen wir zügig voran und sind kurz nach 17 Uhr wieder zu Hause.
Den Abend beschliessen wir, wen wundert’s, mit gedünstetem Gemüse und Fleisch vom Grill. Dazu gibt es hawaiianisches Bier.

Unser Mietauto

Unser Mietauto

 

Oahu Ost

Montag, 30.1.

Kokokrater mit 1’000 Stufen

Wir schlafen und schlafen…Jetlag lässt grüssen.

Aber um 8 Uhr ist fertig, aufstehen, duschen, Speck und Eier kochen. Das Frühstück gibt es auf der Lanai. Es hat 20 Grad, es ist sehr angenehm.

Gegen 11 Uhr dann geht’s los. Wir fahren zuerst der Südküste entlang Richtung Osten. Vorbei am Kokokrater (1000 Stufen führen hinauf…und hinunter…) und dann fahren wir immer der Ostküste entlang Richtung Norden. Ab und zu halten wir an, geniessen die schönen Ausblicke und weichen den Japanern und Chinesen aus. Wo man auch hingeht, diese Touristen sind immer schon da.

Ein Felsen... vielleicht

Ein Felsen… vielleicht

Dazwischen haben wir mal Durst und einen kleinen Hunger. Also einkaufen! Mandeln und ein paar Getränke sind schnell erstanden und weiter geht’s. Jetzt darf auch Doris mal fahren. Das Auto ist riesig, aber es passt.

An der Küste wechseln Sandstrände und Felsenküsten. Das Meer ist ziemlich unruhig, es hat grosse Wellen und der Wind ist stark. Wolken wechseln sich mit sonnigen Abschnitten. Aber wir fahren offen, es hat 23 Grad.

Blick nach Osten

Blick nach Osten

Manchmal führt die Strasse der Küste entlang, manchmal geht’s etwas ins Landesinnere. Wir fahren bis Laie und halten beim Polynesian Cultural Center. Die Ausstellung besuchen wir heute nicht, nur den Markt. Es gibt sehr schöne Sachen.

Dann fahren wir wieder den gleichen Weg zurück…also fast. Irgendwann meint der Navigator(Pavel) ich solle doch rechts fahren und brav wie ich bin…

Blowhole, bei Ebbe leider wenig "blow"

Blowhole, bei Ebbe leider wenig „blow“

Nun befanden wir uns nicht auf dem „Weg nach Reno“ (R.I.M.) aber auf dem Weg nach Honolulu Downtown und das um 4 Uhr nachmittags!!!

Wir sind dann sehr professionell mitgefahren und haben uns nur einmal, an der gleichen Stelle wie am Sonntag bei der Anreise, „verfahren“. Aber es war kuul, viel Verkehr, viele Fussgänger, aber wir haben keinen überfahren und sind locker und fröhlich wieder im Studio angekommen.

Heute gibt es: Grillfleisch mit Brot, Salat und Früchten. Vielleicht fantasielos, aber gaaaanz fein.

Morgen erzähle ich euch etwas über die Hawaiianische Sprache.

Aloha und mahalo!

Strand an der Südküste

Strand an der Südküste

San Francisco und die Reise nach Honolulu

Am Samstag, 28.1. lösen wir Tickets für den Hop-on-hop-off Bus. 2 Stunden lang fahren wir quer durch die Stadt. Der Reiseleiter weiss sehr viel und entsprechend viele Worte sprudeln aus seinem Mund. Wir fahren sogar über die Golden Gate Bridge, aber es ist saukalt auf dem Dach des offenen Tour busses. Aber wir halten durch. Danach strolchen wir noch ein wenig im Fisherman’s Wharf herum, besuchen eine Open-air Ausstellung und landen schliesslich wieder beim Japaner zum Abendessen.
Im Hotel packen wir alles zusammen und stellen den Wecker auf 5 Uhr am Morgen. Um 05.50 Uhr soll uns der Airport shuttle abholen. Wir überlegen noch, ob das wohl zu spät sei, weil es überall heisst man müsse 3-4 Stunden vor dem Abflug auf dem Flughafen sein (und das wollte uns auch der nette Mann an der Reception verkaufen…). Aber da wir schon eingecheckt haben und alle Sicherheitsfragen online beantwortet haben, beschliessen wir cool zu bleiben und vertrauen darauf, dass 2 Stunden vor Abflug auch genug sind.
Sonntag, 29.1.

Wanddekoration im Flughafen San Francisco

Wanddekoration im Flughafen San Francisco

Der Fahrer kommt pünktlich, fährt noch 2-3 weitere Hotels an, telefoniert, dass er im Hilton einen Passagier vergessen hat, fährt zurück und ich denke schon: oje…
Aber um 06.30 Uhr stehen wir vor dem Terminal der Hawaiian Airline.
Wir steuern auf einen Automaten zu, sofort erscheint eine nette Dame mit Blume im Haar, ist uns behilflich und nach 5 Minuten haben unsere Koffer Etiketten und wir die Boarding Pässe (diesmal lesbare, der Printer im Business-Center des Hotels hatte zu wenig Toner). Dann geht’s ab durch die Sicherheitskontrolle. Die ist in weiteren 5 Minuten erledigt. Und so haben wir noch wunderbar Zeit einen Tee zu trinken. Langsam wird es hell draussen und gegen 7.45 Uhr beginnt das Einsteigen. Wir reisen diesmal First-class (war auch kaum teurer als Economy) und werden gleich mit Fruchtsäften und Prosecco verwöhnt. Bis zum Ziel Honolulu fliegen wir 5.45 Stunden. Es gibt noch ein ausgezeichnetes Hawaiianisches Frühstück, einige Informationen über unser Ziel und wir werden mit der Musik aus der Serie „Hawaii 5-O“ berieselt. Wer die noch nicht kennt, dem sei sie wärmstens empfohlen. Tolle Action, tolle Landschaften und sehr informativ betreffend Honolulu und Oahu. Übrigens: Jeder kriegt einen iPad Pro als Unterhaltungsquelle; leider nicht zum Behalten.
Wir landen gegen 12.15 Uhr. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass unser Gepäck auf dem Band B1 ankommen wird und dass dies etwa 10 Minuten Fussmarsch entfernt sei.
Wir machen uns auf den Weg. So einen Flughafen haben wir noch nie erlebt. Erstens findet man kaum ein Schild mit „Baggage claim“, alle irren ein wenig durch die Gegend, ermuntern sich gegenseitig, ja nicht auf zu geben. Man wandert Treppauf, Treppab ist mal draussen, mal drinnen, begegnet netten Leuten und erkundigt sich, ob schon mal jemand erst nach Jahren seine Koffer gefunden hat…
Wir gehören nicht dazu. Wir landen beim Band B1, schnappen unsere Koffern und gehen zur Autovermietung. Ein netter Ford Mustang mit Stoffdach steht für uns bereit. Die nächste Herausforderung: wie öffnet man das Dach? Aber auch das gelingt und schon bald zuckeln wir in Richtung Honolulu, Waikiki, Diamond Head.
Da wir noch etwas zu früh sind (wir sollen erst um 15 Uhr in die Wohnung), fahren wir noch ein paar (gewollte) Umwege.
Das Studio ist klein, aber nett. Es liegt inmitten von Palmen, wir haben sogar etwas Meersicht.
Nach dem Auspacken fahren wir noch in einen Supermarkt und holen das Wichtigste für das Abendessen und das Frühstück. Dann wird der Grill angezündet und wir geniessen das Fleisch mit Brot und Früchten.
Es wird schnell dunkel hier. Gegen 18.10 Uhr geht die Sonne unter und 30 Minuten später ist es bereits Nacht. Aber das stört uns nicht weiter. Wir sind müde haben noch einmal 2 Stunden „verloren“ und gehen zu der Zeit ins Bett wo wir normalerweise in Ormalingen aufstehen.
Guets Nächtle!

Flug und Zwischenstop

Kennt man doch...

Kennt man doch…

San Francisco
Donnerstag, 26.1.: Zugegeben, die Reise an die Westküste der USA ist lang, seeehr lang. 22 Stunden waren wir unterwegs. Aber es hat alles wie am Schnürchen geklappt. Peter hat uns nach Frick zum Bahnhof gefahren, der Zug kam pünktlich, die Koffer waren schnell aufgegeben. Dann ein Aufenthalt in der Businesslounge und gegen 13.20 Uhr sind wir gestartet.
Der Flug war sehr ruhig, die Landung erfolgte 40 Minuten zu früh (Schweizerpräzision mit Marge).

Zum Glück kommt auch unser Taxi früher und so sind wir schon kurz vor 18 Uhr Ortszeit im Hotel. Nach einem schnellen Abendessen sind wir dann um 21 Uhr im Bett und schlafen einigermassen gut.sf1_05
Freitag, 27.1.: Wir stehen so um 7.30 Uhr auf und gehen hinunter ins Restaurant, um ein echtes amerikanische Frühstück zu geniessen.
Dann geht’s los in Richtung Meer, welches 2 Blocks entfernt ist. Wir schlendern der Uferpromenade entlang, schauen uns bim Pier 39 die Seelöwen an und entschliessen uns, eine 1 stündige Hafenrundfahrt zu unternehmen.

Kollege, alles klar?

Kollege, alles klar?

Während wir fahren, werden wir mit informativen Tatsachen zu San Francisco „gefüttert“. Danach schlendern wir weiter und gehen dann in ein japanisches Restaurant zum Abendessen.sf1_01
Die Zeitverschiebung macht uns doch noch etwas zu schaffen. So sind wir bereits um 19 Uhr wieder im Hotel und wahrscheinlich auch bald wieder sehr müde.
San Francisco ist teuer. Für 2 Glaces im Cornet haben wir heute 14 Dollar bezahlt und für einen halben Liter Coke und ein kleines Bier 11 Dollar…sf1_02