Archiv | Februar 2017

Zentralmaui

 

Nicht künstlich...

Nicht künstlich…

Das Wetter ist hier auf Maui nicht sooo toll. Gut, es hat bisher kaum geregnet, aber es ist immer ziemlich bewölkt. Trotzdem ist es so zwischen 25 und 28 Grad warm.
Auch heute ist es bewölkt, die Berge Regenwolken verhangen. Um auf den Krater Haleakala zu fahren, ist es definitiv zu schlechtes Wetter.
So beschliessen wir ein wenig durch Zentralmaui zu fahren und noch ein Stück der Südküste entlang.
Wir fahren bis Kahului. Fast alle Strassen führen durch diese Stadt. Will man von Ost nach West, fährt man durch Kahului. Von West nach Zentralmaui ebenso etc. Kahului ist die Stadt mit viel Business und viel Wind sowie Autoverkehr. Kahului ist mit der Stadt Wailuku zusammengewachsen und es leben etwa 27000 Menschen hier.berg_03 Wir finden die gesuchte Strasse 37 problemlos und fahren dann im Landesinneren in Richtung Süden. Die Strasse steigt an und wir befinden uns ständig auf einer Höhe von 1000-1500 Metern. Überall gibt es grosse Farmen. Viele Ziegen und Rinder weiden auf den grossen Flächen. In Hawai’i legt man grossen Wert auf einheimisches Pflanzen. Man hat sehr viel Angst vor Pflanzen und Tieren, die der ursprünglichen Flora und Fauna schaden könnten. So werden auch am Flughafen bei der Einreise vom Festland, die Koffer gründlich geprüft. Man darf keine landwirtschaftlichen Produkte einführen, ausser sie sind staatlich geprüft. Umgekehrt, bei der Ausreise aufs Festland, wird das ebenfalls gemacht.

Berg, ehemals Vulkan

Berg, ehemals Vulkan

So ist es wahrscheinlich auch erklärbar, warum auf Hawai’i kein Getreide angepflanzt wird. Platz hätte es mehr als genug. Wahrscheinlich würde es auch gedeihen, aber die Angst vor invasiven Pflanzen und Schädlingen ist zu gross. So zahlt man eben weiterhin für Brot enorm viel (ein Toastbrot kostet $7).
Die Strasse führt durch eine unglaublich grüne Landschaft. So viele verschiedene Grüntöne haben wir noch kaum gesehen. Leider zeigt sich die Sonne immer noch nicht. Das Fotografieren fällt weitgehend aus. Zur Südküste hin wird die Strasse enger, es gibt viele Kurven und Kuppen. Manchmal sieht man die Strasse vor der Kühlerhaube nicht und fährt dann mal so gut wies eben geht. Wir sehen die unbewohnte Insel Kako’olawe. Sie ist die kleinste der 8 Hauptinseln des Archipels.berg_02 Früher als Truppenübungsplatz benutzt, ist sie seit knapp 20 Jahren im Besitz der Hawai’ianischen Regierung und wurde zum Schutzgebiet erklärt. Die Insel leidet sehr unter Erosion und man versucht mittels verschiedener Projekte, diese Situation zu verbessern. Sie darf nicht für kommerzielle Ziele verwendet werden und darf nur von der indigenen Bevölkerung für spirituelle und kulturelle Anlässe genutzt werden.

Insel Kako’olawe

Insel Kako’olawe

Wir fahren wieder in Richtung Norden und besuchen ein Weingut mit Shop. Bei den Preisen werden wir allerdings nicht so warm und Degustieren und Autofahren passen nun nicht so gut zusammen.
Aber wir haben auf dem Hinweg noch einen Farmshop mit Früchten und Gemüse gesehen. Da halten wir nun an und kaufen ein: Ananas, Heidelbeeren, Papaya und Joboticaba aus Brasilien. Joboticaba sind Baumstammkirschen aus Südamerika. Sie haben eine ziemlich feste Haut, einen kleinen weichen Kern und schmecken etwas süss, etwas sauer. Wir probieren sie im Laden und kaufen für $2.5 ein Schälchen. Sie passen gut zu den anderen Früchten.
Den Rückweg garnieren wir dann noch mit einigen „Schlenkern“. So fahren wir durch die historische Stadt Makawao und an der Küste durch Pa’ia (sehr touristisch) bevor wir dann via Kahului (wo denn sonst) wieder auf dem Hwy 30 nach Kahana fahren. Kurz vor dem Ziel müssen wir noch zur Seite fahren und das Dach schliessen. Der angekündigte Regen ist eingetroffen.

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Maui Ocean Center und Kealia Pond

Fische...

Fische…

Heute fahren wir ins Aquarium. Dieses liegt in Ma’alaea knapp 30 Meilen von unserem Condo entfernt. Der Himmel ist bewölkt, aber es hat über 25 Grad. Wir fahren offen und kommen auch gut voran. Unterwegs wollen wir noch bei einem Scenic Point anhalten, der ist aber derart überfüllt und unserer Meinung nach gibt’s ausser Wasser nur noch Wasser zu sehen. So fahren wir hier rein und dort wieder raus.
Der Parkplatz beim Aquarium ist recht voll und soeben kommt noch ein Bus mit alten Leuten. Diese gehen aber sofort ins Restaurant zum Mittagessen. Wir bezahlen $58 Eintritt und spazieren erwartungsfroh aufs Gelände. In unserm Reiseführer „Maui Revealed“ (übrigens einer der besten Reiseführer mit Karten usw. ; gibt’s für jede Insel) steht, dass es ein ausserordentliches Aquarium sei mit einem sehr guten Souvenirladen.

Fisch

Fisch

Die Ausstellungen gefallen uns sehr gut, aber die Anlage ist ziemlich übersichtlich. Wir kommen noch ins Gespräch mit einem Mann aus Kroatien, welcher aber seit langer Zeit im Sommer in Boston und im Winter auf Hawai’i wohnt. Er will uns zu einem Quiz über Wale überreden. Wir reden aber mit ihm über die Schweiz, Kroatien und Tschechien. Die Amerikaner reden sehr gerne miteinander. Meist gibt’s zuerst ein kurzes „wie geht’s?“ und dann folgt gleich die Frage woher man kommt. Und erstaunlicherweise wissen die meisten Amerikaner, dass es die Schweiz gibt und dass sie weit weg ist und interessieren sich dann wie wir hergekommen sind. Wahrscheinlich liegt das an Roger Federer, dem Urschweizer und einzig wahren Helden der Nation…

Fisch

Fisch

Die einzelnen Becken sind schön, dazwischen auch immer wieder lustige Lernspiele für Kinder. Man lernt auch etwas über den traditionellen Fischfang der Hawai’ianer. Es ist wirklich sehr informativ. Dazwischen gönnen wir uns 2 Mangosmoothies. Eine nette Angestellte zeigt uns im Meer Wale (von unserem Condo aus sieht man sie besser, aber das verraten wir ihr nicht…).

Vögel

Vögel

Am Ende gehen wir noch durch den Souvenirladen. Dieser hat wirklich ganz tolle Sachen. Wir kaufen ein paar Kleinigkeiten und machen uns dann auf den Weg zum Kealia Pond.

 

Dies ist ein Gebiet mit verschiedenen Weihern und bietet den einheimischen Vögeln viel Platz. Im Sommer trocknen die Tümpel jeweils aus. Wir spazieren auf den Holzplanken und sehen viele Vögel. Auch Blesshühner hat es (Taucherli). Es gibt Nachtreiher (Auku’u) und einige mehr, die wir aber nicht kennen.

Auku'u

Auku’u

Den Weg zurück zum Auto gehen wir dem Strand entlang. Hier sollen die Echten Karettschildkröten ihre Eier ablegen. Gesehen haben wir keine.
Den Abend beschliessen wir mit einem Einkauf und einem Abendessen auf der Lanai.

Auku'u

Auku’u

Faulenzen und shoppen

 

Markt in Lahaina

Markt in Lahaina

Irgendwie sind wir müde, seit wir auf Maui sind. So schauen wir heute wieder, wie die Wale tanzen und essen gemütlich Frühstück.
Danach wollen wir am Pool noch etwas weiter faulenzen. Zuerst hat‘s keine Liegestühle, aber dann werden 2 frei. Es scheint hier die Unsitte zu herrschen, dass man morgens frühzeitig runter geht und seine Badetücher auf einen Liegestuhl legt. Das Wasser im Pool ist „saichlai“ wie wir zu sagen pflegen. Keine Abkühlung. Nach 2 Stunden haben wir genug Sonne getankt (Pavel etwas viel, es gibt Lobster zum Abendessen…grins). Wir beschliessen, nach Lahaina zu fahren und ein wenig zu shoppen. Schliesslich haben wir grad soeben $140 rückvergütet bekommen von einer Autovermietung, weil wir kurz nachgefragt haben, ob man für den 2. Fahrer extra bezahlen muss. Die Antwort: “Ja, bei uns ist das so, wir vergüten dir aber die $140, die du dafür bezahlt hast.“ Nicht nachfragen, nehmen! Dabei haben wir nicht einmal erwähnt, dass wir bei den anderen Autovermietungen nie etwas bezahlen mussten.
So fahren wir nach Lahaina. Lahaina (bedeutet gnadenlose Sonne) hat etwa 12000 Einwohner und ist sehr touristisch. Es hat einen Hafen mit Fährverbindungen nach Lana’i und Moloka’i. Ab 1820 wurde Lahaina zu einem wichtigen Walfänger Hafen. Die Häuser aus dieser Zeit stehen unter Denkmalschutz und sind gut erhalten.

Alter Hafen von Lahaina

Alter Hafen von Lahaina

Wir spazieren erst ein wenig durch die Outlets, dann entlang der Front Street, besuchen das Visitor Center, welches tolle, aber teure Souvenirs erkauft. Dann setzen wir uns mit einer Glace ans Meer und geniessen die Aussicht, bevor wir dann noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen. Etwas zu Essen ist auch dabei und so fahren wir wieder zurück und geniessen unser Abendessen und schauen dem Tanz der Wale zu.

Nochmals der Markt ...alles unter EINEM Baum

Nochmals der Markt …alles unter EINEM Baum

Anreise Maui und Rundreise Westmaui

Blick von unsrer Lanai...

Blick von unsrer Lanai…

Gestern sind wir von Big Island abgereist und von Kona Airport nach Kahului Airport auf Maui geflogen. Kona Airport ist der bisher lustigste Flughafen unserer Reise. Alles ist open air, es hat kaum Dächer. Der ganze Flughafen hat 10 Gates, es herrscht ein lustiges Durcheinander. Wenn ein Flugzeug zum Gate kommt, dann wird eine lange, geschwungene Treppe angehängt, über die man ein und aussteigt. Wir haben noch Zeit und kaufen etwas zu essen und zu trinken. Dann setzen wir uns hin und beobachten das bunte Treiben. Unser Flugzeug hat eine halbe Stunde Verspätung und bereits nach 20 Minuten Flug landen wir auf Maui.

Walenbeobachtung beim Frühstück

Walenbeobachtung beim Frühstück

Enterprise hat einen Ford Mustang für uns bereit, das heisst sie haben mehrere für uns bereit und wir dürfen wählen. Wir entscheiden uns für einen silbernen und los geht’s Richtung Lahaina. Unterwegs schaue ich angestrengt aufs Handy und werde von den Insassen des Autos neben uns gefragt: “Need help?“ Wir hoffen Here maps wird es richten

Strand in Süden (am Samstag!)

Strand in Süden (am Samstag!)

Der Autoverkehr ist etwas zähflüssig, aber wir erreichen unser Ziel. Es ist ein Condo, hübsch eingerichtet, etwas eng, im 4. Stock einer grossen Überbauung. Wir haben Meersicht und sehen Lana’i und Molok’ai. Und eine grosse Schildkröte sowie ein Regenbogen begrüssen uns. Dann fahren wir ein paar Kilometer zurück und kaufen ein.
Am Abend geniessen wir zuerst Ahi, dann einen Hamburger mit Spiegelei und Fruchtsalat. Es ist relativ kühl und windig und wir sind sehr müde.
Heute erwachen wir einigermassen ausgeruht und etwas später. Gemütlich wird gefrühstückt und dann schauen wir den Walen zu. Immer wieder sehen wir, wie sie die Luft ausblasen und in die Höhe springen. Einer ist besonders ausdauernd und „klopft“ immer wieder mit der grossen Schwanzflosse aufs Wasser. Die Tiere sind zwar weit weg, aber man kann sie von blossem Auge gut erkennen.

Noch ein Gruss

Noch ein Gruss

Die Wale sind in der Meeresenge zwischen Maui und Moloka’i. Moloka’i oder auch die „freundliche Insel“ genannt, ist sehr dünn besiedelt. Die Bewohner leben vom Anbau von Wassermelonen und Saatgut. Man versucht, den Tourismus auf einige wenige Regionen an der Westküste zu beschränken.
Ganz ähnlich verhält es sich mit der Insel Lana’i. Auch hier ist der Tourismus nicht sehr entwickelt. Und dort wo es einige wenige Ressorts und Hotels gibt, ist es sehr, sehr, sehr teuer. Der Oracle-Inhaber Larry Ellison hat vor längerer Zeit, praktisch die ganze Insel Insel aufgekauft und möchte sie den „Wohlhabenden“ exklusiv vorbehalten. Zimmerpreise beginnen im vierstelligen Bereich…. pro Nacht. Viel Land ist in seinem Besitz. Die Insel besitzt ein grosses Hochplateau und etwa 1/5 der Insel ist mit Ananas bebaut.
Nach dem Frühstück beschliessen wir, ein wenig nach Norden zu fahren. Einfach mal eine Erkundungsfahrt machen. Die Landschaft ist wunderbar. Hohe Berge, grün bewachsen und immer wieder der Blick aufs Meer. Die Strasse führt über die Nordspitze hinaus und dann kommen die grossen Tafel: „Ende des Highways. Achtung Strasse seeeehr, eng, viele Kurven…“ Wir wissen ehrlich gesagt nicht, ob wir mit dem Mietwagen da durch fahren dürfen. In den Nutzungsbedingungen haben wir nichts gefunden. Na dann…los!!!
Die Strasse hat es in sich. Aber eigentlich klappt das kreuzen immer problemlos. Pavel meistert das hervorragend und ich bin froh, dass ich nicht fahren muss.
Eine tolle Gegend, die man einmal gesehen haben muss. Wir erreichen Kahului und beschliessen noch nach Makena hinunter zu fahren. Entlang dem südlichen Teil der Westküste reihen sich, ähnlich wie bei unserem Domizil an der nördlichen Westküste, Hotels und Ressorts aneinander.

Stand Up Paddel ist auch hier "in"

Stand Up Paddel ist auch hier „in“

Es ist ziemlich viel los aber wir finden dennoch einen schönen Sandstrand, der auch am Samstag viel Platz übrig hat. Wir verweilen eine Weile am Maluaka Strand und schauen den Stand up Paddlern zu und natürlich den Walen.

...und Tschüss!

…und Tschüss!

Sunshine Helicopters

Ein Wasserfall

Ein Wasserfall

Heute soll’s gelingen! Während der Fahrt in Richtung Heliport werden wir immer zuversichtlicher. Wir sehen Mauna Kea, Mauna Loa. Es hat einige Wolken, aber eigentlich sollte, müsste, dürfte…
Gegen 10.45 Uhr kommen wir beim Heliport an. Und ja – wir werden die Lava sehen! Was für ein toller Einstieg in diesen Tag!

Kawaihai in der Nähe des Heliports

Kawaihai in der Nähe des Heliports

Unsere Gruppe besteht aus Bill, from New Jersey; Maria, from Scotland; Klaus, from The Netherlands, The two Swiss guys und einer älteren Dame aus China. Sie bekommt die Anweisungen in Chinesisch auf einem Blatt.
Zuerst erhalten wir eine Schwimmweste und Anweisungen, wie diese im Notfall zu handhaben sei. Dann erklärt er uns alle anderen Sicherheitsvorrichtungen.
Unser Helikopter landet, heraus quellen 6 begeisterte Fluggäste (welche alle schnell auf die Toilette müssen ).
Unsere Vorfreude steigt.

Blick in den Kilauea Krater

Blick in den Kilauea Krater

Dann werden wir noch vor dem Heli fotografiert (das Bild kann man dann am Schluss schön eingerahmt für $30 kaufen).
Gegen 11.45 Uhr geht es los. Ian ist unser Pilot, er erzählt von seiner früheren Beschäftigung als Militärpilot. Dann fliegen wir zuerst in Richtung Mauna Kea, erhalten Informationen über das militärische Übungsgelände entlang der Saddle Road. Zum Mauna Kea fliegen wir selbstverständlich nicht. Da herrscht auch für Verkehrsflugzeuge eine Flugverbotszone.

Chain of Craters Road

Chain of Craters Road

Schon von weitem sehen wir die Rauchfahne des Kilauea. Wir können ziemlich nahe heranfliegen und in den Krater hineinsehen. Da unten brodelt es ganz schön. Wir sehen die Lava. Wir sehen von oben auch den Kilauea Ike, in den wir vor ein paar Tagen herabgestiegen sind. (erinnert ihr euch?).

Küstenstrasse, Lava fliesst ins Meer

Küstenstrasse, Lava fliesst ins Meer

Weiter geht es in Richtung Küste. Wir sehen die Crater road, die wir von Hilo aus befahren haben. Wir sehen die Wasserdampfwolke an der Küste und fliegen darauf zu. Ian zeigt uns die Stelle von allen Seiten. Einem Wasserfalls gleich fliesst die Lava hier ins Meer, Das Meer ist an der Eintrittsstelle der Lava gelb gefärbt. Wie wir Chemiker alle wissen, zersetzen sich die Bestandteile der Lava beim Eintritt ins Wasser in alles Mögliche wie Salzsäure, es gibt auch Schwefelwasserstoff usw. Daher kommt auch diese Farbe.

Pu'u 'O'o Krater am Horizont

Pu’u ‚O’o Krater am Horizont

Nach ein paar Drehungen linksrum und rechtsrum, ist mir dann nicht mehr so wohl. Und dies trotz einer guten Dosis Dramamine. Aber es geht alles gut.
Dann fliegen wir zum Pu’u `O’o Crater, dem „Verursacher“ des momentanen Lavastroms.

Rand des Pu'u 'O'o Kraters, Messtationen mit Solarzellen

Rand des Pu’u ‚O’o Kraters, Messtationen mit Solarzellen

Seit 1983 hat dieser Krater über 4 Mio. Kubikmeter Lava ausgestossen über 2 Mio. Quadratmeter neues Land sind so entstanden und über 200 Einrichtungen (Häuser, Strassen etc.) wurden dabei zerstört.

Lavafluss (heute unterirdisch) und teilweise brennende Bäume

Lavafluss (heute unterirdisch) und teilweise brennende Bäume

Die Lava fliesst momentan wie ein Wasserfall über die Klippen ins Meer. Es kann aber auch sein, dass plötzlich ganze Teile der Küste abbrechen, dass Gesteinsbrocken durch die Gegend fliegen.
Man hat die Vulkane hier auf Hawai’i recht gut „im Griff“. Besonders darum, weil es sich um Vulkane handelt, die nicht urplötzlich explodieren (vgl. Mount St. Helens im Juli 2008).

Lavafluss

Lavafluss

Die Vulkane hier zeigen durch Erdbeben an, dass etwas passieren wird und stossen dann meist ohne grosse Explosionen Lava aus. Wohin diese dann fliesst, kann man nicht sagen. Aber meist fliesst sie so langsam, dass man so quasi davor davonlaufen kann.

Blick in den Pu'u 'O'o Krater, kochende Lava am Boden

Blick in den Pu’u ‚O’o Krater, kochende Lava am Boden

Nachdem wir dieses Naturschauspiel einige Zeit geniessen konnten, fliegen wir Richtung Norden, sehen von weitem Hilo und wenden uns dann der Nordküste zu.

Baumgruppe im neuen Lavafluss

Baumgruppe im neuen Lavafluss

Hier im Norden hat es an der Küste sehr steile Berge und viele Täler. Die meisten Täler kann man nicht einmal zu Fuss erreichen. Es ist wunderbar grün hier, weil es immer wieder viel regnet. Auch wir fliegen eine Zeitlang durch den Regen. Ein sehr schönes Tal ist das Waipi’o Tal.

Waipi’o Valley

Waipi’o Valley

Dieses Tal ist vom Land her sehr schwer zugänglich. Von steilen Felswänden umgeben, war es schon für die alten Hawai’ianer in besonderer Ort. Hier trafen sich die Chefs der einzelnen Stämme zu Beratungen, wichtige Entscheidungen wurden hier getroffen. 1946 hat ein Tsunami das Tal zerstört, die Leute sind weggezogen. In den 1960/70 er Jahren kamen Aussteiger zurück in das Tal. Sie liebten (und lieben noch heute) die Stille, die Abgeschiedenheit von der übrigen Welt. So gibt es im Tal keine Stromleitungen, kein fliessend Wasser, keinen Fernsehempfang. Die Energie, welche die Bewohner benötigen, gewinnen sie aus der Sonne, einige Generatoren sind ebenfalls vorhanden. Die Bewohner sind meist Selbstversorger und bauen Taro an.

Wasserfälle aus der Hochebene

Wasserfälle aus der Hochebene

Wir fliegen weiter, Wasserfälle soweit das Auge reicht. Big Island sammelt die reichlichen Regenfälle der Nordküste für die Wasserversorgung. Grundwasser ist keines vorhanden. Ian fliegt in die Täler. Wir haben Glück, meist sind die Täler in den Wolken. Heute jedoch hat man gute Sicht und dies ermöglicht tiefe Einblicke. Wir sind sehr beeindruckt.

Ewiger Regen...

Ewiger Regen…

Dann ist es Zeit, zu Basis zurück zu kehren.

Strasse auf die Nordspitze

Strasse auf die Nordspitze

 

 

Es war ein wirklich beeindruckendes Erlebnis und gut investiertes Geld!!

 

 

 

 

 

 

Und hier noch die ins Meer fliessende Lava:

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Saddle Road und Hapuna Beach

Am Mauna Kea bei 10'000 Fuss

Am Mauna Kea bei 10’000 Fuss

Heute wollen wir die Saddle Road fahren. Wie weit, wissen wir erst wenn wir da sind.
Wir starten am Ali’i Drive und fahren dann auf dem Mamalahoa Hwy (190) in Richtung Norden. Diese Strasse führt nicht dem Meer entlang, sondern befindet sich auf einer Höhe von 500-700 Meter etwas im Landesinneren. Wir haben wenig Verkehr, das Wetter ist gut, die Aussicht ebenfalls. Diese Strasse führt direkt nach Waimea wo sich MM (mile marker) 0 befindet. Wir starten bei 38 und zweigen dann bei MM14 in die Saddle road ab. Diese steigt stetig an, man kommt zügig voran, da man mit 60 mph fahren darf. Dank dieser „enormen“ Geschwindigkeit erreichen wir recht bald den Abzweiger in Richtung Mauna Kea.
Während wir die ganze Zeit in der Sonne waren, eine wunderbare Sicht auf alle möglichen Berge (Vulkane) und Felder (Weiden) und Lava gehabt haben, sind wir hier in einer Nebelbank, es hat kühle 9 Grad (immerhin plus). Wir beraten kurz, zweigen dann in die Mauna Loa Strasse ab.

Gleicher Blick, wie vorgestern, diesmal ohne Sonnenuntergang

Gleicher Blick, wie vorgestern, diesmal ohne Sonnenuntergang

Der Mauna Loa (langer Berg) ist einer der aktivsten Vulkane der Erde. Der letzte Ausbruch war Mitte März-Mitte April 1984. Im Moment scheint sich die Lage beruhigt zu haben. Joe meinte gestern zwar, dass der Mauna Loa 2017 wieder ausbrechen werde. Entweder ist er Hellseher oder er wollte uns beunruhigen…
Die Strasse wird etwas schmal und eigentlich gibt es dort oben auch recht wenig zu sehen. Nebel hat es auch. Wir drehen um und fahren zum Visitor Center des Mauna Kea.

Blick nach Süden

Blick nach Süden

Die Strasse nach oben wäre geöffnet. Man muss sich eine Bewilligung holen und sich zuerst mindestens 1 Stunde beim Visitor Center akklimatisieren. Wir wollen aber nicht hochfahren. Stattdessen ziehen wir Wanderschuhe und Windjacke an und steigen denselben Berg hoch wie am Montag. Die Lichtverhältnisse sind ganz anders, es hat bedeutend weniger Leute. Es ist wunderbar ruhig, wir geniessen es.
Dann essen wir noch unser mitgebrachtes Sandwich, besuchen den Shop und beschliessen wieder nach unten zu fahren.

Visitor Centre im Hintergrund

Visitor Centre im Hintergrund

Wieder zurück auf dem Hwy 190 fahren wir bis nach Waimea, tanken dort (das wahrscheinlich teuerste Benzin der ganzen Insel) und fahren weiter in Richtung Westküste. Wir wollen noch den Hapuna Beach State Park besuchen. Laut unseres Reiseführers, einer der schönsten Strände auf Big Island.
Das Parking kostet $5. Wir wollen ja nur kurz bleiben und parken ausserhalb. Zuerst gibt’s eine Wc Pause, dann zwei Passionsfrucht Smoothies, dann den Ausblick auf den Strand.
Er ist schön, viel Sand, 200 Meter lang, recht breit und recht voll – ein Familienstrand. Seichtes Wasser, kaum Wellen, viele Sonnenschirme, Buggy Boards, Halligalli…
Also uns gefällt der Strand von gestern besser. Der lebt auch, aber mit der Natur.
Trotzdem, schön, dass wir da waren und der Smoothie war wunderbar.
Zurück fahren wir via Waikoloa, einer Siedlung im Innern des Landes. In dieser wohnen, gemäss Joe, hauptsächlich Leute, welche in den Hotels der Insel arbeiten. Waikoloa liegt sehr zentral. So ist man recht schnell an jedem Ort der Insel.
Heute gibt’s auch den ersten Sonnenuntergang hier in Kailua Kona direkt ins Meer. Wir können ihn von unserer Lanai aus fotografieren.
Übrigens: wir habe in Waimea für 1 Gallone (3.785 Liter) Benzin 3.50 Franken bezahlt…Was kostet der Sprit momentan in der Schweiz?

Abend auf der Lanai

Abend auf der Lanai

Die Natur braucht sich nicht anzustrengen, bedeutend zu sein. Sie ist es. (Robert Walser 1878-1956)

Kaloko drive

Kaloko drive

Wer Natur nicht mag, sondern einfach nur Badeferien machen will, der ist in Hawai’i definitiv am falschen Ort. Es gibt sie zwar, die Sandstrände. Die wenigsten sind kilometerlang. Nur einige sind so erschlossen, wie wir es von der Adria oder ähnlichen Feriendestinationen her kennen (z.B. Waikiki, Honolulu). Die meisten Strände der Inselgruppe Hawai’i sind klein, verborgen, zu Fuss oder mit dem Schiff erreichbar. Sand gibt es zwar auch, aber Steine, Felsen sind meistens auch dabei. Die Inseln haben schon einige Sturmfluten oder Tsunamis erlebt. Der Sand wird weggespült, die Felsen und Korallen bleiben.kekahakai_02
Nach dem gestrigen langen Tag lassen wir es heute gemütlich angehen. Gegen 11 Uhr machen wir uns auf den Weg. Das erste Ziel: Der Kaloko Drive. Dieser beginnt ein paar Kilometer von Kona entfernt und steigt während 7 Meilen von fast Null auf rund 1600 Meter hoch. Eine ziemlich steile Angelegenheit. Das Besondere daran ist, man sieht wunderbar ins Tal (Küste) und man ist die ganze Zeit in einem Regenwald.
Die Aussicht können wir heute vergessen. Es hat einfach zu viele Wolken hier oben. Und aus denen nieselt es sogar ein wenig. Aber der Wald, die ganzen Pflanzen hier sind wunderbar. Ein toller Abstecher.
kekahakai_07Wieder unten im Tal geht‘s weiter in Richtung Norden. Wir fahren kurz beim Flughafen vorbei, einfach so weil wir mal sehen wollen wie er aussieht. Dann kommt eine Abzweigung zum Kekaha Kai State Park. Die Strasse führt quer durch ein Lavafeld und ist ungeteert. kekahakai_04Es hat Löcher, Löcher und Löcher. Wir wollen schon fast aufgeben und werden kräftig hin und her geschüttelt. Dann kommen wir zum Parkplatz, steigen aus und gehen zu Fuss zum Meer. Welch ein Anblick! Die ganze Schüttlerei hat sich mehr als gelohnt! Ein Strand, wie wir ihn lieben: Sand, Palmen, Steine, vorne im Meer ein Riff. Holz liegt überall herum – ein Traumstrand. Es hat selbstverständlich auch Leute, aber es hat auch Platz für Fische und Schildkröten.kekahakai_05 Vom Ufer aus schauen wir einigen zu, wie sie sich im Wasser tummeln. Etwas weiter liegen 2 auf den Steinen in der Sonne und wärmen sich auf.
Wir verbringen gut 2 Stunden an diesem Strand, schauen, fotografieren, spazieren ein wenig. Es ist herrlich.kekahakai_03
Auf dem Rückweg werden wir Teil des allnachmittäglichen Staus in Richtung Kona. Wir hören eine wenig Radio, geniessen die Musik und hören lustige Geschichten. Zum Beispiel, dass es in Kalifornien neuerdings Poke-Restaurants gibt und diese einen grossen Zulauf haben. Der Radioreporter fand das sehr lustig. Er wurde auch gefragt, ob es dies in Hawai’i auch gäbe. Aber er meinte, dass Poke einfach zu jeder Mahlzeit dazugehört und man doch deswegen keine speziellen Restaurants brauche.
Poke wird meistens mit rohem Gelbflossenthunfisch und verschiedenen Gewürzen und Sojaöl etc. gemacht. Poke bedeutet schneiden, portionieren.
Wieder zu Hause geniessen wir den Pool und das Jacuzzi und die Lanai (heute ohne poke )

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Wegen Schnee geschlossen

Camp, ehemalige Schafscherstation

Camp, ehemalige Schafscherstation

Um 13.50 Uhr sind wir am vereinbarten Treffpunkt. Joe (ursprünglich aus Arizona) ist unser Guide für den heutigen Ausflug. Eigentlich ist er ja pensioniert, aber dieser Job macht ihm sehr viel Freude. Unterwegs holen wir noch einige Leute ab und sind schlussendlich 14 Personen in einem Kleinbus. 1 Paar aus Kanada, ein Paar aus Australien, ein Paar aus Italien, wir Schweizer und 6 Amerikaner.
Joe weiss uns viel zu erzählen. Er erklärt uns, dass es auf Hawai’i schneller und langsamer fliessende Lava gibt. Dies sieht man auch aus der Form der Lavafelder. Schnell fliessende Lava ist nach dem Erkalten meist sehr scharf, die langsamer Fliessende sieht eher wir Schokoladencreme aus. Er weiss viel und lässt uns an seinem Wissen teilhaben. Schliesslich biegen wir in die Saddle Road ab und steigen unaufhörlich nach oben. Bei rund 7000 Fuss gibt es eine Aklimatisierungspause mit einem frühen Abendessen. Man setzt sich an den Tisch und kommt mit den Leuten ins Gespräch, das Essen schmeckt recht gut. Dazu gibt es Wasser und Tee oder Kaffee. Das Camp ist auf dem Gelände einer alten Schafscherstation.
Dann geht es weiter immer nach oben bis wir bei gut 10‘000 Fass das Visitor center erreicht haben. Joe hat es beim Anblick der frisch verschneiten Kappe das Mauna Kea schon befürchtet, die Strasse auf den Gipfel ist wegen Schnee geschlossen.

Visitor Centre, 10'000 Fuss

Visitor Centre, 10’000 Fuss

Hawai’i liegt auf dem 19. Nördlichen Breitengrad. Hat tropisches Klima (mehrheitlich), Regenwälder, Meer, Sandstrände, eine Durchschnittstagestemperatur von 29.1 Grad und JETZT SOLL DIESE STRASSE WEGEN SCHNEE GESCHLOSSEN SEIN?????
Wir sind etwas gefrustet. Wir wollten doch den Sonnenuntergang auf 4’207 Metern erleben, die Teleskope von Nahem sehen…

Mauna Kea: Da wollten wir hin. Weitere fast 4'000 Fuss Höhenunterschied

Mauna Kea: Da wollten wir hin. Weitere fast 4’000 Fuss Höhenunterschied

Aber zu ist zu. Die Strasse ist verschneit und da gibt es kein Durchkommen.
Gut, wenigstens haben wir extrem klaren Himmel. Joe zeigt uns einen kleinen Hügel, den wir besteigen können, um den Sonnenuntergang zu sehen. Selbstverständlich sind wir nicht alleine. Ein Glück, dass der Berg nicht kippt. Und der Sonnenuntergang war einmalig!
Danach geht’s wieder zurück zum Bus, es wird schnell dunkel. Joe fährt mit uns zu einem dunklen Parkplatz auf dem Universitätsgelände und packt sein Teleskop aus. Der Himmel ist voller Sterne, Sternschnuppen. Wir sehen Venus, den Nordstern, Sirius, die 7 Schwestern, Andromeda, die Zigarrengalaxie und, und, und,…
Joe weiss fast alles. Er kennt auch die Geschichten der Ureinwohner Hawai’i‘ s und ihren Bezug zu den Sternen. So erzählt er, dass wenn die Plejaden (7 Schwestern) im Westen des Sonnenuntergangs sichtbar waren, dass dann die Zeit des Friedens anbrach in Hawai’i. Es durfte nicht mehr gekämpft werden, die Feinde halfen einander mit Lebensmittel aus, Feste wurden gefeiert. Diese Zeit fällt in die Monate November-Januar/Februar. Noch heute finden die meisten Feste auf Hawai’i in dieser Zeit statt.
Zur Stärkung gibt es noch Brownies und warme Schokolade. Es ist so um Null Grad.
In Hawai’i gibt es auch immer wieder Spannungen zwischen den Rechten der Ureinwohner und den neuen Technologien. So stehen heute auf dem heiligen Berg Mauna Kea mehrere Teleskope. Gegen den Bau eines weiteren macht sich Widerstand breit. Joe und auch wir haben Sympathien für beide Seiten: Fortschritt ist erstrebenswert, aber man soll auch die Gefühle der Ureinwohner samt ihren Gebräuchen respektieren.
Gegen 21 Uhr packt Joe sein Teleskop zusammen und wir machen uns auf den Heimweg.
Unter den 4 Amis, die zuerst aussteigen, ist ein richtiges Unikum. Er verabschiedet sich von den Guys from Canada, Italy and Switzerland sowie den Aussies und meint: „sorry guys for Donald and the other things.“
Gegen 23 Uhr sind wir dann wieder im Condo und geniessen noch einen Bacardi und ein Bier auf der Lanai. Hier ist es wieder angenehm warm.

Und hier noch der Sonnenuntergang au 10’000 Fuss Höhe:

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The Southernmost Point of the USA

Nördlich von Kona

Nördlich von Kona

Wir waren ja schon auf Key West, dem südlichsten Punkt des amerikanischen Festlandes. Heute soll es also der südlichste Punkt der Vereinigten Staaten von Amerika sein.
Zunächst fahren wir dem Ali’i Drive entlang Richtung Süden. Diese Strasse ist bei Joggern und Velofahrern sehr beliebt. Drum muss man immer ein wenig aufpassen. Rechts ist das Meer mit kleinen Buchten, Hotels, Condominiums. Links sind Hotels und Condominiums.
Dann biegen wir in die Napoopoo road ab. Innerhalb von 18 km geht’s rund 400 Meter zum Meer hinunter. Stetig, langsam durch gefühlt 100 Kurven. Am Ende befindet sich die Kealakekua Bucht.

Kealakekua Bucht

Kealakekua Bucht

Ein Paradies für Schnorchler und ein Rastplatz für Delfine. Heute sind die Delfine jedoch woanders. Keiner lässt sich blicken. Beim Park der Hikiau Heiau (ihr erinnert euch Heiau ist ein Tempel).
Am Ende der Bucht sieht man ein Denkmal welches auf nichtamerikanischem Boden steht: Das Denkmal von James Cook und der war…ja richtig: Engländer. Zum Denkmal kommt man nur vom Wasser aus oder per pedes.

James Cook Monument (ganz klein hinten links)

James Cook Monument (ganz klein hinten links)

James Cook stolperte im Januar 1778 über Hawai’i. Er landete in Waimea auf Kaua’i. Etwas später segelte es in die Kealakekua Bucht. Die Hawai‘ianer dachten, dass er ein Gott sei. Weil ihnen vorausgesagt war, dass dieser Gott genau da landen würde wo Cook jetzt war. Als sie merkten, dass er offensichtlich doch nicht der Erwartete war, töteten sie ihn. Danach waren sie doch nicht mehr so sicher, ob sie das richtige getan haben und verteilten seine Körperteile an wichtige Hawai’ianische Männer. So war der Brauch bei wichtigen Männern. Später wurde dann an dieser Stelle ihm zu Ehren ein Monument errichtet (auf britischem Boden notabene).
Etwas weiter steht die St. Benedict Roman Catholic Church, oder besser unter dem Namen „Painted Church“ bekannt. Sie wurde 1899-1904 erbaut und bemalt. Der Künstler, zugleich Priester, war ein Belgier. Bruder John strandete wegen einer Gelbfieber Epidemie in Hawai’i und er blieb als Priester in South Kona. Für die Arbeiter der neuen Kaffeefarmen baute er diese Kirche an den Hängen des Mauna Loa. Die Bilder waren für ihn eine Brücke zu den Leuten bevor er die Hawai’ianische Sprache erlernte. Die Kirche ist aus Holz und einige Termiten freuen sich sehr darüber…
Wieder zurück auf der Hauptstrasse fahren wir Meile um Meile durch Wald, Lavafelder und viel Nichts. Es ist fast ein wenig langweilig. Immer wieder hat man gute Ausblicke auf die Küste, die ca. 400 Meter unterhalb der Strasse ist.

Am Ka Lae (South Point), Windturbinen hinten

Am Ka Lae (South Point), Windturbinen hinten

Dann geht die Strasse weg in Richtung Süd Punkt (Ka Lae = der Punkt). Hier ist Farmgebiet. Rinder und Pferde weiden. Es geht ein stetiger, kräftiger Wind und so entstanden auch einige Windräder, welche Strom liefern.

Fischer am South Point

Fischer am South Point

Der südlichste Punkt liegt auf einer ca. 10-12 Meter hohen Klippe. Überall stehen Fischer und versuchen ihr Glück. Die Fischgründe sollen hier sehr, sehr ertragreich sein. Mutige Männer und Frauen springen die 10-12 Meter von der Klippe und steigen auf einer Eisenleiter wieder empor. Es herrscht eine gute Stimmung. Wir schauen dem Treiben eine Weile zu und beschliessen dann wieder zurück zu fahren.
Unterwegs kaufen wir noch frische Früchte an einem Stand und fahren dann auf direktem Weg nach Hause. Unterwegs fallen einige Regentropfen, aber hier in Kona scheint die Sonne und zur Abkühlung hüpfen wir noch in den Pool.

13'000 km zum nächsten Festland... Antarktis

13’000 km zum nächsten Festland… Antarktis

 

Und noch ein Strand...

Und noch ein Strand…