Polynesian Cultural Center: Lai`e

Heute fahren wir an die Nord-Ost Ecke von O`ahu. Wir haben den Marktplatz des Polynesischen Zentrums schon mal besucht, waren aber nicht in den Ausstellungen. Der Eintritt kostet $60, wir finden aber von unserer Autovermietung noch einen Coupon „Buy one, get one free“. Na das lohnt sich doch!
Die Fahrt dorthin dauert etwa 90 Minuten und für einmal ist es auf der Windward Seite schöneres Wetter. Blauer Himmel und ein fast ruhiges Meer begrüssen uns.
Wir erreichen das Zentrum just in dem Moment wo die Kassen aufgemacht werden. Wir sind gespannt was uns erwartet.poly_01
Gemäss Homepage handelt es sich um einen Themenpark mit 6 verschiedenen Inseln: Hawai`i, Samoa, Fiji, Tonga, Aotearoa (Neuseeland) und Tahiti. Man kann Workshops, Vorstellungen und Häuser besuchen. Die Personen, die dort arbeiten, kommen von den jeweiligen Inseln und werden im Rahmen eines Förderprogramms für Studenten aus ärmeren Familien aufgenommen. Das heisst, jeder der dort arbeitet und etwas erzählt oder erklärt, kann seine Muttersprache, ist auf seiner Insel geboren und mit der Kultur und den Traditionen sehr vertraut.
Ziel dieses Zentrums ist es, den „Bleichgesichtern“ die Tradition dieser Kulturen näher zu bringen und andererseits junge Leute auszubilden, um sie dann wieder in ihre Heimat zurück zu schicken, damit sie ihr Wissen weiter geben können. Das Zentrum ist eine Non-Profit-Organisation zur Erhaltung der Polynesischer Kultur. Das heisst, jeder Cent Gewinn fliesst wieder in das Programm ein.
Wir kaufen die Tickets, gehen zum Eingang und werden sofort mit einem fröhlichen „Aloha“ begrüsst. Ein Foto wollen wir nicht von uns machen lassen. Kein Problem, das freundliche „Mahalo“ (danke) lässt uns weiter gehen zur ersten Insel.
Sobald wir stehen bleiben und unsern Situationsplan ansehen, kommt ein freundlicher „Einheimischer“ und fragt, ob wir etwas brauchen.
Man merkt es, die Leute haben Freude an ihrer Arbeit. Und das zeigt sich in den Shows. Sie sind mit Ernst und Witz bei der Sache, beziehen die Leute mit ein und als „People from Switzerland“, sind wir sowieso DIE absoluten Exoten unter allen.
So schlendern wir von einer Insel zur andern. In Tahiti werden wir mit einer Hochzeitszeremonie überrascht. Es ist sehr eindrücklich. Die Sprecherin erklärt, dass bei einer Hochzeit auf Tahiti immer die Urahnen auch dabei seien. Und sie werden auch immer erwähnt. Beim Hochzeitsmahl (und auch im Alltag) werden immer zuerst die Ältesten bedient, also die Grosseltern, dann die Eltern und dann das Hochzeitpaar und die Geschwister. Diese Tradition berührt uns sehr. Jedes Zuschauerpaar darf auch aufstehen und „seine frühere Hochzeit“ nochmals bekräftigen. Das machen wir natürlich und bekommen als Zeichen dafür 2 ineinander verknotete Blätter. Es ist sehr berührend. Zum Glück sieht niemand unsere Tränen…
Am Ende besuchen wir noch den Shop. Es gibt dort auch viele Ukulelen zu kaufen und eine schöne Ausstellung erklärt das Handwerk des Ukulelenbaus. Am Ende gelangen wir in ein Zimmer mit vielen Ukulelen. Kaum sind wir drin, kommt ein Lehrer mit einer Gruppe und lädt uns herzlich ein, beim Workshop mit zu machen. Jeder bekommt eine passende Ukulele und los geht’s. Nach 20 Minuten spielen wir alle „You are my sunshine“. Fehlerfrei…naja mehr oder weniger. Aber es hat viel Freude gemacht. Auch Elvis (jaja, DER Elvis) hat in diesem Shop mal Ukulele gespielt.
Vor unserer Heimfahrt geniessen wir noch Knoblauch Shrimps mit Reis und Makkaroni Salat (ein Teller zum Teilen). Leider nicht vom Kamekona serviert. Dann fahren wir nach Hause. Es wird schon dunkel, aber wir können offen fahren. Den kleinen „Umweg“ den wir (wie gewohnt, völlig beabsichtigt) fahren, verschweigen wir an dieser Stelle. Zu Hause gibt’s noch ahi poke mit Ananas. Für das echte Hawaiianische Rezept findet man bei Google so einiges. Wer rohen Fisch nicht mag, der soll gar nicht nachschauen.

 

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