Archiv | Februar 2017

3 Wege führen von Hilo nach Kilauea Kono

Kamehemeha The Great. Nach unseren Angaben die Originalstatue, in Honolulu steht eine Kopie

Kamehemeha The Great. Nach unseren Angaben die Originalstatue, in Honolulu steht eine Kopie

Wir nehmen den längeren 😊
Irgendwann in der Nacht beginnt es zu regnen. So um 02.30 Uhr bemerken wir, dass ein feiner Sprühregen durch die Bucht weht.
Dann am Morgen ist es nebelverhangen aber trocken. Vom Balkon aus „verfolgen“ wir 2 Schildkröten, welche sich zwischen dem kleinen Korallenriff tummeln.
Gegen 10 Uhr checken wir aus und machen uns auf den Weg nach Kilauea Kona. Eigentlich befindet sich Kona genau gegenüber von Hilo. Der einfachste Weg würde quer durch die Insel führen, wenn da nicht die grossen Berge wären. Der kürzeste Weg führt über die sogenannte Saddle road.
Die Saddle road oder der Highway 200 durchquert die Insel und erreicht eine Höhe von 2033 Metern. Man fährt durch alte Lavafelder von Ausbrüchen der Jahre um 1880. Sie ist zum Teil sehr schlecht ausgebaut.

Unser "Mid-Size SUV". 7-Plätzer...

Unser „Mid-Size SUV“. 7-Plätzer…

Diese Strasse werden wir dann zum Teil bei unserem bereits gebuchten Ausflug auf den Mauna Kea befahren.
Dann gibt es die Strasse 11, welche via Volcano Park entlang der Südküste und dann hinauf der Westküste entlang führt. Die kennen wir zum Teil schon und dies ist definitiv der längste Weg. Von Kailua Kona aus können wir den Westteil gut ein anderes Mal erreichen.
So bleibt noch der 3. Weg: Von Hilo der Ostküste entlang Richtung Norden, dann etwas im Landesinneren nach Westen und von da aus der Westküste entlang in Richtung Süden. In der Nord-West Ecke gibt es noch einen Loop, denn machen wir auch noch.
In Hilo besuchen wir zuerst noch die Statue von King Kamehamea dem Grossen. Der erste König Hawai’i’s lebte von ca. 1795-1819 und konnte die Inselgruppe einigen (nicht nur mit Diplomatie…). Nach seinem Tod wurde er als Held verehrt. Es gibt übrigens mehrere Statuen von ihm, angeblich steht die Originalstatue in Hawi, Big Island. Wir haben auch anderes gelesen oder gehört.

Blick auf den Laupahoehoe Point

Blick auf den Laupahoehoe Point

Danach geht es auf der 19 immer der Küste entlang in Richtung Norden. Wir fahren auch ein paar extra Loops, besuchen eine Tsunamiegedenktafel aus dem Jahr 1946. Die Küste hier wird immer wieder von Tsunamis heimgesucht. Hilo hat daraus gelernt. Die Stadt wurde ins Landesinnere verschoben. Dort wo die Tsunamis meist auftreffen, ist eine riesige Grünanlage.

Laupahoehoe Point. Hier wurde am 1. April 1946 eine Schulklasse von Hilo mit drei Begleitpersonen vom Tsunami weggespült...

Laupahoehoe Point. Hier wurde am 1. April 1946 eine Schulklasse von Hilo mit drei Begleitpersonen vom Tsunami weggespült…

Weil die Ostküste so regenreich ist, fliessen mehrere Flüsse von den Bergen ins Meer. Zum Teil haben sie tiefe Furchen in das Gestein gegraben. So war es früher äusserst mühsam, diesen Weg nach Norden zu gehen. Immer wieder musste man hinab in tiefe Täler und auf der anderen Seite wieder hinauf steigen. Heute führen bis auf wenige Ausnahmen, Brücken über diese Täler und man kommt gut vorwärts.

'Akaka Falls. 420 Feet

‚Akaka Falls. 420 Feet

Bei Honoka’a führt die Strasse dann ins Landesinnere und bei Waimea (jaja gibt’s hier auch) nehmen wir dann die Strasse Richtung Norden. In Waimea oder auch Kamuela wurde mit dem Eintreffen der Europäer die Rinderzucht aufgebaut. Bereits 1815 entstand die grosse Parker Ranch. Man erzählt, dass sich die Nachkommen von John Palmer Parker nicht über das Erbe einigen konnten. Das Ranchgebiet wurde aufgeteilt und offenbar hat ein Erbe seinen Anteil in Form von Geld irgendwo vergraben. Man soll es bis heute nicht gefunden haben. Die Strasse führt bis auf über 1000 Meter. Irgendwie erinnert die Landschaft uns an die Fribourgeralpen. Sanfte Hügel, sehr grüne Wiesen, Rindviecher…Einzig die tropischen Bäume „stören“ die Fribourger Voralpenlandschaft.

Laupahoehoe Point, Blick nach Süden

Laupahoehoe Point, Blick nach Süden

Nach ein paar Abstechern zur Küste erreichen wir dann den Flughafen von Kailua Kona, stauen ein wenig und fahren dann in Richtung unserer Wohnung. Irgendwie ist es sehr touristisch hier. Zum Glück liegt unsere Wohnung etwas ausserhalb des Rummels. Wir finden alles so vor, wie beschrieben. Es gefällt uns. Wir suchen und finden dann noch einen Supermarkt und versorgen uns mit allem was es so braucht.
Den Abend verbringen wir bei Meeresrauchen und Grillengezirpe (naja und etwas Nachbargeräuschen) dann bei schwülen 28 Grad auf unserer Lanai.

Einfach ein Baum...

Einfach ein Baum…

Just follow the ahu signs!

Blick in den Krater, unten der Trail

Blick in den Krater, unten der Trail

Heute fahren wir nochmals zum Volcano Park. Wir gehen wandern. Unser Ziel, der Kilauea Ike Lookout.
Von dort führt ein Rundweg zuerst dem Kraterrand entlang, dann hinunter zum Kraterboden, quer durch den Krater und auf der anderen Seite wieder hinauf.
Das wollen wir auch erleben.
Der Weg führt erst durch einen Regenwald. Riesige Farne säumen den Weg und unzählige Vogelstimmen begleiten uns. Dann beginnt der Abstieg, der ist ziemlich steil. Rund 150 Meter geht’s nach unten. Zuletzt über schroffe Lavasteine. Jetzt bloss nicht ausrutschen und hinfallen!

Fast unten

Fast unten

Dann sind wir auf dem Kraterboden. Es ist gigantisch. Der Kilauea Ike Krater misst nur mal 3 km im Durchmesser. Ein kleiner Krater (Kilauea ike = kleiner Kilauea). Aber man fühlt sich winzig inmitten dieser öden und doch lebendigen Landschaft Der Weg durch den Krater ist gut markiert mit den ahu (Steinhaufen).

Ahu=Wegmarkierung

Ahu=Wegmarkierung

Ab und zu dampft es aus einem Loch raus. Es ist nicht sehr heiss, ein angenehmer Wind weht. Im Gegensatz zum Regenwald ist es hier aber sehr still. Kein Vogel zwitschert. Wer hier durchgeht, schreit auch nicht herum.

Blick durch den Krater

Blick durch den Krater

Still, friedlich ist es hier unten und man fühlt sich sooo klein.
In den Ritzen zwischen den Vulkangesteinplatten wachsen bereits Farne und überall sieht man den Ohi’a Baum mit seinen roten, wuscheligen Lehua Blüten. Pele, die Feuergöttin, wollte einst Ohi’a, einen jungen Mann von Big Island, zu ihrem Ehemann.

Im Krater

Im Krater

Dieser liebte jedoch Lehua. Als er Pele dies sagte und sie abwies, verwandelte sie ihn in einen Baum mit grünen Blättern. Die anderen Götter wollten diesen Bann rückgängig machen, schafften es aber nicht. Sie konnten nur bewirken, dass dieser Baum wunderschöne Lehua Blüten erzeugte und so die beiden Liebenden wenigstens beisammen sein konnten. Man darf diese Lehua Blüten nie pflücken, sonst beginnt der Himmel zu weinen.

Blick zurück vor dem Aufstieg

Blick zurück vor dem Aufstieg

Wir verbringen ca. 90 Minuten im Krater und steigen dann, nach einer kurzen Rast am anderen Ende wieder zum Kraterrand empor. Der Weg geht stetig, in langen Kehren nach oben. Wiederum sind wir im Regenwald und die Vögel pfeifen um die Wette. Der Weg endet bei einem Lavatunnel, den durchschreiten wir, bevor wir dann nach 10 Kilometern wieder müde beim Auto ankommen.

Rainbow Falls bei Hilo

Rainbow Falls bei Hilo

Wir stärken uns mit etwas Schokolade-Baumnuss Gutzis und fahren dann noch zu den Rainbow Falls.

Heute werden wir wieder essen gehen und morgen weiter nach Kilua Kona an der Westküste Big Islands fahren.

Im Krater, 360o Panorama

Im Krater, 360o Panorama

Was für ein Erwachen!

Blick aus dem Hotelfenster

Blick aus dem Hotelfenster

Mein Blick fällt um 6.30 Uhr aus dem Zimmerfenster.
Wau, wir sehen direkt auf den Mauna Kea. Der Schnee, die Teleskope sind deutlich zu erkennen!
Der Himmel ist wolkenlos. Langsam geht die Sonne über dem höchsten Berg der Erde auf. Vom Meeresgrund ragt er immerhin 10. 203 Meter in die Höhe. Und von der Meeresoberfläche sind es auch noch 4205 Meter. Was haben wir doch für ein Glück. Hilo gehört zu den regenreichsten Städten der Erde und hat um die 3300 mm Niederschlag pro Jahr. Im Vergleich: Sissach hat eine durchschnittliche Regenmenge von um die 900 mm pro Jahr.
Aber heute haben wir richtiges Traumwetter.

Blick in den Kilauea Krater; der kleine Krater (Halem'uma'u) hat einen Durchmesser von 1 km

Blick in den Kilauea Krater; der kleine Krater (Halem’uma’u hat einen Durchmesser von 1 km

Gegen 9 Uhr verlassen wir das Hotel und fahren Richtung Volcano Nationalpark. Der liegt 20 Meilen vom Hotel entfernt. Die Fahrt dorthin ist etwas langweilig. Die Strasse steigt stetig bis wir auf rund 1200 Metern und beim Eingang des Parks angekommen sind. $20 kostet der Wochenpass pro Fahrzeug. Hier im Park gibt es einige Möglichkeiten mit dem Auto durch zu fahren. Man kann auch wandern. Es gibt wunderbare Trails, kurze und längere.

Schwefelablagerungen

Schwefelablagerungen

Wir halten zuerst beim Visitor Center, es hat unglaublich viele Leute. Verkauft werden nur Souvenirs und Karten. Keine Getränke! Aber man kann eine Flasche kaufen und die dann mit Wasser füllen oder im Volcanic House, einem Hotel mit Shop etwas zu trinken kaufen. Wir machen das 2. und sehen von der Lobby des Hotels direkt in den Kilauea Krater. Dieser dampft fröhlich vor sich hin. Schön sieht es aus. Frisch gestärkt fahren wir dann zuerst dem Kraterrand entlang soweit wies eben geht. Am Ende befindet sich ein schöner Lookout auf den Krater. Man kann sogar einige Flammen sehen. Zudem ist im Jagger Museum eine interessante Ausstellung über Vulkanismus und selbstverständlich ein Souveniershop. Wir kaufen uns nun doch noch eine Trinkflasche. Auf dem Rückweg kann man noch ein paar Dampflöcher und Schwefelbänke besichtigen. volcano-1_03Die Wege sind gut ausgeschildert und man wird gewarnt, die Wege zu verlassen. Der ganze Untergrund ist immer noch in Bewegung und es kann sein, dass man irgendwo einbricht und sich dabei stark verbrennet.volcano-1_08
Wieder zurück beim Visitor Center füllen wir dann die Trinkfasche und fahren auf der Chain of Craters Road ca. 25 Meilen wieder hinunter zum Meer. Auf dem Weg immer wieder schöne Aussichtspunkte. Man fährt durch Lavafelder, sieht in die Weite oder hinunter in kleinere Krater.

Im Lavafeld

Im Lavafeld

Am Ende der Strasse, beim Meer, sieht man einen schönen Lavabogen. Früher konnte man noch viel weiter dem Meer entlang fahren und dann auf der anderen Seite wieder in Richtung Hilo abzweigen. Seit 1983 fliesst aber hier immer wieder Lava ins Meer und hat die Strasse unpassierbar gemacht. Auch der neuste Flow (seit Januar 2017) geht da durch. Wir sehen aber von unserer Position aus nur die Dampfwolke über dem Meer aufsteigen, die entsteht, wenn die Lava ins Meer fliesst. Wir hoffen, dass wir dann am Samstag mit dem Helikopter in der Nähe durchfliegen werden.
Bevor wir zurück ins Hotel fahren, kaufen wir noch ein und geniessen ein tolles Picnic auf unserer Terrasse.

Auch im Lavafeld

Auch im Lavafeld

Lava...

Lava…

Hier war mal eine Strasse

Hier war mal eine Strasse

Nach Big Island

Um 11.33 Uhr fährt unser Flugzeug pünktlich vom Gate in Li’hue. Vorher hatten wir noch Glück. Pavels Geldbörse ist ihm unbemerkt aus der Hosentasche gerutscht (sie ist auch winzig klein…wegen dem Gewicht!!). Glücklicherweise hat eine andere Passagierin sie gefunden und dann gefragt…uffffff!
In Honolulu haben wir knapp 2 Stunden Aufenthalt. Uns plagt etwas Hunger und so geniessen wir Burger Kind Food. Das muss einmal pro Ferien einfach sein. Frisch gestärkt treten wir den 2. Flug an, fliegen über Maui und landen dann pünktlich in Hilo. Dort wartet ein Nissan Pathfinder auf uns. Etwas gross, aber immerhin haben unsere beiden Flugrollis bequem Platz. Kurz nach 16 Uhr treffen wir im Hotel ein. Die nette Lehrtochter an der Rezeption hat etwas Mühe mit dem Computer. Aber bereits nach etwa 15 Minuten kann sie uns freudestrahlend verkünden, dass sie für uns ein Zimmer hätten (naja, hoffentlich, ist ja schon bezahlt), aber es sei leider noch nicht ganz fertig. Wir trösten uns mit 2 Bier an der Bar für $14.
Unser Zimmer liegt im 9. Stock und hat eine wunderbare Sicht über die Bucht, fantastisch.
Zum Abendessen sitzen wir im Garten und geniessen Salat vom Buffet, Shrimps Alfredo sowie Ahi mit Reis. Zum Dessert gibt es Kuchen. Dann sitzen wir noch ein wenig auf dem Balkon und geniessen den Abend und den Blick über die Bucht. Ein langer Tag geht zu Ende. Guet Nacht.

Der letzte Tag auf Kaua’i

Bei den Klippen am Shipwreck Beach

Bei den Klippen am Shipwreck Beach

Heute beschliessen wir, nochmals zu den Stränden im Süden zu fahren. Wir machen einen kleinen Umweg und besuchen die Kaffeerösterei von Kaua’i. Man kann einen kleinen Lehrpfad abschreiten und hat dann Gelegenheit Kaffee zu degustieren. Es gibt die „normalen“ Kaffees, also wenig, viel und noch mehr Röstung und dann noch so einige „mit Geschmack“. Also Kaffee der nach Schokolade und Macadamianüssen schmeckt. Oder nach Kokosnuss mit Buttermilch…
Im Shop kann man selbstverständlich Kaffee kaufen (wer hätte das gedacht), aber auch noch weitere Kleinigkeiten.
Dann fahren wir weiter zum Shipwreck Beach in Poi’pu. Zum Glück finden wir einen Parkplatz. Diesmal steigen wir wiederum auf die Klippe, wandern aber weiter dem Meer entlang. Diese Klippen sind einmalig. Wahrscheinlich war da mal eine Höhle, denn der Boden auf dem wir gehen sieht aus wie ein Höhlenboden. Es gibt Abdrücke von Tropfsteinen und man sieht Versteinerungen.
Manchmal führt der Weg ganz nahe am Klippenrand und man sieht, wie dieser stetig abbröckelt. Plötzlich sehen wir eine Robbe, die faul in der Sonne liegt.

Eine Robbe...

Eine Robbe…

Wir können sie einige Zeit beobachten. Aber schon bald kommt wieder eine Amerikanerin, die wieder mal „Oh my God“, schreien muss…Die Robe sieht erschreckt auf, merkt, dass jedoch keine Gefahr droht und schnarcht weiter. Nach einer Weile kehren wir um und fahren nochmals zum Blowing Horn. Zwei Touristenbusse lassen ihre OMG’s rausquellen. Wir finden aber dennoch ein gutes Plätzchen mit Sicht und sind wahrscheinlich die Einzigen, die nicht nur das Wasser rausspritzen sehen und hören, sondern auch noch die Schildkröte sehen. Dann fahren wir noch zum Poi’pu Beach, kaufen 2 Mango Smoothies und lassen die Seele baumeln.
Bevor wir nach Hause fahren, besichtigen wir noch eine alte historische Stätte. Diese wird mit Spenden wieder aufgebaut, damit man etwas über die frühere Besiedelung lernen kann. Es ist eine Nachbildung des Kaneiolouma Heiau. Heiau findet man überall auf den Inseln. Es sind eine Art Tempel oder Opferstätten. Man sollte sie respektieren und darf nichts verändern. So gibt es einen Heiau ganz im Westen von Kaua’i. Von dort gehen die Seelen der Verstorbenen ins Jenseits. Da liegen viele Steine herum. Jeder Stein gehört zu einem Verstorbenen. Darum muss man diese liegen lassen, sonst findet der Tote keine Ruhe.
Auf Kawa’i gibt es sehr viele Golfplätze und sie gehören zu den Besten der Welt. Und es gibt noch viel mehr Kirchen. Jedes Dorf hat mindestens 1-3 Kirchen. Wir sind sonntags gegen 11 Uhr an der Holy Cross Kirche von Kaumakani vorbei gefahren. Der Parkplatz war voll, mindestens 60 Autos standen da. Aber auch bei allen andern Kirchen sah man viele Autos.
Und nach der Kirche fahren die Leute an den Strand und machen ein Picnic.
Morgen geht es weiter nach Big Island und wir hoffen natürlich auf viele tolle Lavaströme.
Bis bald!

Wahrheit (naja) über Kaffee

Wahrheit (naja) über Kaffee

O(h)M(y)G(od) a Dolphin 😊 und weitere Raritäten

Menehune Fishpond

Menehune Fishpond

Der heutige Morgen beginnt wolkenlos. Nicht einmal über den Bergen sind welche zusehen. Wir fahren nochmals Richtung Li’hue und dann der Ostküste entlang. Kurz vor Li’hue fahren wir rechts ab über eine Nebenstrasse. Wir sind beinahe alleine unterwegs. Rechts und links Farmland, üppige Vegetation. Beim Menehune Fishpond overlook halten wir an. Die Legende besagt, dass der Teich in nur einer Nacht von den Menehune als Geschenk für eine Prinzessin und ihren Bruder vor etwa 1000 Jahren erbaut wurde. Die Menehune sind das „kleine Volk“ auf Hawai’i und haben Zauberkräfte. Als die Leute von Tahiti Besitz von den Inseln ergriffen (ca. um 1100) haben sie sich an schwer zugängliche Orte zurückgezogen.

Ahukini Pier

Ahukini Pier

Wir fahren weiter Richtung Flughafen und dort zum Ahukini Pier. Von dort hat man einen schönen Blick auf die Bucht von Hanama’ulu. Und da sehen wir die Delphine (OMG). Sie jagen wahrscheinlich nach Fischen in der Bucht.

Wailua lassen wir heute links liegen. Unser Ziel ist ein kleiner Strand zwischen Milemarker 11 und 12. Zuerst biegen wir knapp falsch ab, aber dann sind wir richtig. Man muss wissen, dass die Strassen hier sehr schlecht angeschrieben sind. Wir finden noch einen Parkplatz an der Seite und gehen dann zu Fuss weiter zum Donkey Beach.

Tunnel zu Donkey Beach

Tunnel zu Donkey Beach

Zuerst führt der Weg durch einen Pflanzentunnel, dann stehen wir auf einem Radweg. Wie kommen wir wohl an den Strand? Etwas weiter hinten sehen wir 2 einheimische Knaben, die mit ihren Fahrrädern die Böschung runter fahren. Wir nehmen denselben Weg und befinden uns so auf einer Klippe oberhalb des Meeres.

Donkey Beach.... am Sonntag

Donkey Beach…. am Sonntag

Ein Mann steht unten auf den Steinen im Wasser und sammelt Muscheln. Sein Fahrrad hat er oben abgestellt. Von hier aus sehen wir auch den Trampelpfad zum Strand. Es ist herrlich. Kaum Leute, ein paar Hunde, just relaxe…Aber es ist sehr, sehr heiss hier.

Nach ein paar Fotos machen wir uns wieder auf den Weg zu unserem Auto. Weiter geht’s Richtung Anahole. Da nehmen wir nochmals eine Nebenstrasse. Diese führt uns durch ein Wohngebiet. Man muss sich vorstellen, auf der Fläche vom Dorf Ormalingen stehen ca. 10 Häuser mit grossem Garten!

Donkey Beach

Donkey Beach

Wieder auf der Hauptstrasse fahren wir wieder gegen Süden zurück. Wir haben Durst und wollen tanken.

Ministrand

Ministrand

Danach beschliessen wir die Strasse ins Landesinnere zu nehmen, die 581. Diese führt uns wieder in die 580 und diese wiederum in die 50. Und die 50 ist die Hauptstrasse. Wir fahren die meisten der Strassen „dort oben“ ab. 581 haben wir nur zu Anfang gesehen. Aber wir finden die 580 und somit auch die 50. Alles klar?

Und wir finden auch unser Zuhause wieder. Noch 1 Tag bleibt uns auf Kaua’i. Mal sehen was er uns bringt.

Und hier noch ein paar typisch Hawaiianische Fortbewegungsmittel:

...aus der "historischen Altstadt"

…aus der „historischen Altstadt“

...am Donkey Beach (siehe Text)

…am Donkey Beach (siehe Text)

...und unser Smart

…und unser Smart

Nach Regen folgt wieder Sonnenschein

Strand vor der Haustüre

Strand vor der Haustüre

Es regnet, regnet, regnet und ca. um 11 Uhr ist dann fertig. Wir fahren nach Waimea, um einzukaufen. Dann sitzen wir noch ein wenig im Haus, schreiben, lesen.
Gegen 13.30 Uhr sehen wir den blauen Himmel und die Sonne und beschliessen noch etwas am Strand entlang zu laufen. Für die 3 km bis zum Strandanfang nehmen wir selbstverständlich das Auto. Das stellen wir an den Strassenrand und spazieren mal im Wasser mal im warmen Sand. Es ist sehr heiss und feucht. Ein paar Einheimische tummeln sich auf ihren Brettern im Wasser. Aber die Wellen sind nicht sehr hoch. Im Westen vor uns liegt Ni`ihau, die verbotene Insel.

Ni'ihau Insel (guggst Du Horizont)

Ni’ihau Insel (guggst Du Horizont)

Die Insel ist klein, 180 km2, und befindet sich in Privatbesitz. Vom Tourismus ist sie weitegehend verschont. Heute leben ca. 160 Menschen auf der Insel, meist Polynesier. Sie leben von Viehzucht und Binsenanbau. Daraus werden Matten angefertigt. Auf Ni’ihau gibt es keinen Strom, kein Geld, keinen Alkohol, keinen Tabak. Die Schule besitzt eine Solaranlage, so wird der einzige Computer der Insel betrieben. Früher galt die Regel: Wer einmal von Ni’ihau weggeht, darf nie wieder zurück. Diese Regelung wurde gelockert. Es gibt auch Angebote, die Insel zu besuchen. Allerdings wird man zu einem einsamen Strand gefahren und hat keinen Kontakt mit den Bewohnern.
In Ni’ihau werden in den Wintermonaten Tausende von winzig kleinen (ca. 5 mm) Meeresschnecken angeschwemmt. Daraus werden Ketten, Armbänder angefertigt. Die Schnecken sind sehr zerbrechlich und man braucht sehr viele davon. Die Arbeit mit den winzigen, wunderschön schimmernden Häuschen braucht viel Geduld. Manchmal dauert es Jahre, bis eine Kette fertig ist. Jede der Ketten ist zudem ein Unikat. Die Preise sind dementsprechend hoch. Für eine einfache Kette zahlt man gut und gerne einige Hundert Dollar. Kompliziertere liegen dann in der Preislage von einem (sehr) teuren Mountainbike.

Ni'ihau-kette

Ni’ihau-kette

Wir wandern etwa 2 Stunden dem Strand entlang. Leute hat es, obwohl Samstag, kaum. Dann wird es uns zu heiss und wir gehen zurück zum Auto. Noch einmal fahren wir die Strecke bis zum nordwestlichsten Zipfel, finden aber keinen weiteren Zugang zum Meer.
Zu Hause machen wir es uns gemütlich. Irgendwo da hinten wartet unser AutoEin bisschen einheimischer Rum, etwas Eis und Tonicwasser, dazu Toast mit Avocado und Ahi.
Bald geht die Sonne unter und wir machen uns auf den Weg zum Meer. Es gibt schöne Stimmungen, aber der gaaaanz tolle Sonnenuntergang bleibt für heute aus.
Hier ein paar tolle Stimmungsfotos von Pavel:

sunset_01 sunset_02 sunset_03 sunset_04

Lu`au – mehr als nur ein Spektakel

Baumtunnel-Strasse

Baumtunnel-Strasse

Heute Abend gehen wir in den Ausgang.
Vorher aber machen wir noch eine kleine Fahrt zur Südküste. Diese liegt etwas abseits der Hauptstrasse. Die Strasse führt uns durch einen „Baumtunnel“ zuerst nach Koloa und dann nach Po`ipu. Hier gibt es wunderschöne Strände, aber es ist ziemlich touristisch und erinnert uns sehr an Gran Canaria.

Shipwreck beach

Shipwreck beach

Wenn man die Preise der Hotelanlagen im Internet ansieht, dann sind diese auch ziemlich gehobene Preisklasse. Am Shipwreck Beach Park machen wir einen kleinen Spaziergang auf die Felsen. Der Blick ist überwältigend und in der Ferne sieht man wiederum die Wale „tanzen“.

Höhlen beim Shipwreck Beach

Höhlen beim Shipwreck Beach

Über den Bergen sieht man bereits dunkle Wolken. Die Hänge sind regenverhangen. Hier an der Küste ist es jedoch zum grössten Teil sonnig. Wir fahren noch ein wenig Richtung Osten zum Spouting Horn. Dies ist eine Lavaröhre durch die das Wasser rausspritzt. Die ganze Küste hier ist aus porösem Vulkangestein und es spritzt mal da mal dort. Plötzlich entdecken wir eine grosse Schildkröte. Sie schwimmt ganz nahe am Ufer, hebt den Kopf, taucht wieder unter und verschwindet schliesslich.

Spouting Horn

Spouting Horn

So, es ist Zeit, nach Hause zu gehen und sich umzuziehen.
Gegen 16 Uhr fahren wir los zur Kilohana Plantation. Die ursprüngliche Farm hat sich im Laufe der Zeit zu einem Erlebniszentrum entwickelt. Es gibt einen alten Zug, man kann die Plantagen besichtigen, Workshops besuchen, einkaufen und essen. Dann gibt es an 3 Abenden einen Lu`au.
Wir haben ein Paket mit Essen und Lu`au gebucht. Es klappt alles wunderbar. Wir werden auf einen Parkplatz gewiesen, checken ein, erhalten einen reservierten Tisch. Zur Begrüssung gibt es eine Blumenkette für mich, eine Muschelkette für Pavel und Sekt. Dann wird das 4 Gang Menü serviert. Zunächst Shrimp und Scallop Springrolls, dann Island Caprese mit Büffel Mozzarella, zum Hauptgang Ahi (roher Gelbflossenthunfisch) mit Reis und zum Schluss ein Bananencrèmeküchlein.

Ahi

Ahi

Alles ist sehr lecker. Hübsch präsentiert und von einer aufmerksamen Bedienung begleitet. Nun bleibt uns noch ein wenig Zeit, um zu shoppen und schliesslich werden wir zum Vorführungszelt geleitet. Während des Essens hat der Regen begonnen, aber jetzt ist es trocken.
Das Zelt hat Platz für 1000 Personen. Am heutigen Abend sind ca. 450 Personen da. Wir haben einen Platz in der vordersten Reihe. Mit uns am Tisch ein junges Paar aus Australien.
Ein Lu`au ist ein gesellschaftliches Ereignis. Ein Fest mit Essen und der Familie. Dazu gehören auch Gesänge und Tänze. Diese sind je nach Region und Anlass verschieden.
Uns wird die Geschichte der Hawai`ianischen Vorfahren erzählt: Der Abschied von der alten Heimat (Tahiti), die Überfahrt über ein unbekanntes, wildes Meer. Die Angst der Seefahrer und ihre Gebete zu Akua (Gott), die Ankunft und die Besiedelung an einem neuen Ort (Hawai`i). All dies wird mit Tänzen, Musik und Gesängen sehr lebhaft dargestellt.
Das Faszinierendste sind die Feuertänze. Man sieht Pele, wie sie die Inseln erschafft und ihre Schwester Hi`iaka, wie sie versucht, die Flammen zu löschen. Der Freund von Pele, Lohi`au, beeindruckt mit einem schnellen Feuertanz.
Pünktlich um 20.30 Uhr ist die Show zu Ende und wir fahren nach Hause. Fazit: Es war ein gelungener Abend!
Noch vor Mitternacht beginnt dann ein ausdauernder und ziemlich heftiger Regen.

Nochmals Shipwreck Beach

Nochmals Shipwreck Beach

Walenbeobachtung

Walenbeobachtung

...auch Shipwreck Beach

…auch Shipwreck Beach

Parkplatzumgebung... bei Shipwreck Beach

Parkplatzumgebung… bei Shipwreck Beach

Wailua – Waimea und keine Schifffahrt

Wailua Falls

Wailua Falls

Heute fahren wir Richtung Wailua Falls. Der Wailua River entspringt am Wai`ale`ale und ist der einzige schiffbare Fluss auf Hawai`i. Der Name setzt sich aus Wai = Wasser und lua = Bad zusammen. Einige Kilometer hinter der Mündung befinden sich die Wailua Falls. Leider kann man nicht zu den Fällen hinab steigen, der Weg ist geschlossen. So „kämpfen“ wir mit allen andern um die besten Plätze, damit das Foto auch gelingt.
Dann fahren wir weiter Richtung Waimea Town, fahren über die Mündung und weiter zu den Opaeka`a Falls. Diese sehen wir aber nur von weitem. Es ist sehr, sehr heiss und wir beschliessen zu „Smith`s“ zu fahren. Die bieten Schifftouren zu den Farn Grotten an. Wir glauben die nächste Cruise startet um 13 Uhr.

Auch ein "Wasserfall"

Auch ein „Wasserfall“

Dort angekommen, stellen wir aber fest, dass wir uns um 1 Stunde geirrt haben. Erst um 14 Uhr soll ein Schiff fahren. Wir überlegen kurz, beschliessen, dass wir nicht warten werden sondern es nochmals mit dem Waimea Canyon versuchen wollen. Unterwegs fahren wir durch die historische Stadt Hanapepe (naja…) und den Salt Pond Park. Der ist sehr schön. Dem Strand sind einige Korallenriffe vorgelagert und dahinter bilden sich ruhige Bassins wo man baden und schnorcheln kann. Wir merken uns dies und fahren weiter.
Wiederum schraubt sich die Strasse zum Canyon ununterbrochen in die Höhe. Wir machen ein paar Fotohalts. Aber unser Ziel ist der Kalalau Outlook wo gestern dicker Nebel herrschte. Wir sind zuversichtlich, es sieht viel besser aus als gestern. Immer näher kommen wir und dann…
Jawoll, wir haben einen herrlichen Blick auf die Na Pali Küste, der Nordwestküste von Kaua`i. Es ist herrlich. Hier eine kleine Auswahl.

 

Na Pali Küste

Na Pali Küste

waimea-2_03

Drehort etlicher Filme..

waimea-2_05

…wie zum Beispiel…

waimea-2_06

…Jurassic Parc

Rotes Wasser – Waimea

Blick in den Waimea Canyon vom Eingang her

Blick in den Waimea Canyon vom Eingang her

Heute fahren wir in den Waimea Canyon. Wai heisst Wasser und mea heisst rot. Und rot ist er wirklich, dieser Canyon.

Die Zufahrt liegt praktisch vor unserer Haustür. Der Waimea Fluss wird von den reichlichen Niederschlägen am Berg Wai`ale`ale gespiesen. Der Wai`ale`ale (überlaufendes Wasser) gehört zu den regenreichsten Gebieten der Erde. Meist fallen an 335 Tagen des Jahres 12`000mm Regen oder mehr. Und das jedes Jahr!

"Grand Canyon of Kaua'i"

„Grand Canyon of Kaua’i“

Der Fluss hat sich über viele, viele Jahre hinweg in das Gestein „gefressen“ und die rote Erde freigelegt.

Die Strasse steigt stetig etwas bergan, bis wir eine Endhöhe von ca. 1200 Metern erreicht haben. Immer wieder laden Lookouts ein, die grossartige Aussicht zu geniessen.

Blick in den Canyon

Blick in den Canyon

Je höher wir kommen, desto schlechter wird das Wetter und es wird richtig kalt. Grad mal 11 Grad hat es am Kalalau – Lookout und die Sicht ist…

Sicht am Kallau Lookout

Sicht am Kallau Lookout

Auf dem Rückweg kehren wir noch in die Kokee Lodge ein und bezahlen für ein Bier und einen Smoothie $17 (inkl. Trinkgeld).

Waipo'o Falls (800 feet high)

Waipo’o Falls (800 feet high)

Auf dem Rückweg benutzen wir eine andere Strasse und fahren dann noch dem Meer entlang in Richtung Nordwesten, dies wieder bei wohligen 24 Grad. Die Strasse führt zunächst einem wunderschönen Strand entlang. Dann rückt sie etwas ins Landesinnere. Die Gegend wirkt etwas bedrückend. Es gibt hier viele Versuchsplantagen (Syngenta), ein Raketenversuchsgelände, eine Recyclinganlage…

Wir fahren wieder zurück und gehen in Waimea einkaufen.

Zuerst besuchen wir die red-dirt-shirt-factory. Und die verkaufen: Jawoll!!!! ROTE TSHIRTS!!

Waipo'o Falls

Waipo’o Falls

Wir haben gehört, dass diese Firma zuerst weisse T`shirts verkauft hat. Das Lager wurde jedoch einst von einer Überschwemmung heimgesucht. In der Folge war der ganze Lagerbestand rot gefärbt (Wai mea). Diese Farbe erwies sich als derart waschbeständig, dass man dieses Unglück in einen  Verkaufsschlager umwandelte. Red-dirt-shirts sind der Verkaufshit und haben ihren Preis. Aber wir haben natürlich welche gekauft, für uns und unsern lieben Aelte. Aloha in die Schweiz, du schuldest uns was 😉

Waimea Canyon Panorama

Waimea Canyon Panorama