Archiv | März 2017

Letzter Sonnenuntergang auf Maui

sunset_01Morgen geht es wieder nach Hause.

3055 m.ü.M – Der Haleakala Krater

 

Haleakala

Haleakala

Die Insel Maui bestand einmal aus 2 Teilen. Wenn man die Insel auf der Karte betrachtet, dann sieht man es heute noch deutlich: Westmaui ist aus dem Pu’u Kukui Vulkan entstanden, Ostmaui aus dem Haleakala Vulkan. Irgendwann sind die beiden Teile dann zusammengewachsen. Der Ostteil ist viel grösser als der Westteil. Und dazwischen hat es eine Ebene und da liegen der Flughafen und Kahului.
Der Gipfel des Haleakala Vulkans liegt auf 3055 Metern über Meer und das Schöne ist, es führt eine Strasse bis genau dorthin.

Einige Teleskope

Einige Teleskope

Von uns aus führt die Strasse natürlich über Kahului. Am Vulkanfuss angekommen, windet sich die Strasse auf einer Länge von 21 Meilen etwa 6000 Fuss in die Höhe. Sie ist sehr gut ausgebaut, führt durch offenes Farmland. Man soll vorsichtig fahren, besonders da es viel Nebel hat, sagt der Autor unseres Reiseführers. Und, wenn man das nicht macht, dann kann es sein, dass ein Rind vorzeitig zum Hamburger wird…Na das wollen wir natürlich nicht.

Blick auf Mauna Kea (Big Island) 80 Meilen Distanz

Blick auf Mauna Kea (Big Island) 80 Meilen Distanz

Der Anfang ist leicht, die Strasse windet sich sanft nach oben, es sieht fast aus wie auf dem Jaunpass. Manchmal führt die Strasse durch kleine Eukalyptus Wälder, dann riecht es wunderbar. Nach knapp der Hälfte will man Geld von uns: $20, aber bitte nur Kreditkarte.

Nene

Nene

Dafür bekommen wir eine Broschüre und einen Nene Kleber und selbstverständlich ein paar nette Worte und ein Lächeln mit auf den Weg. Die Nene sind Gänse, endemisch auf Hawai’i. Sie haben sich hervorragend an hochalpine Bedingungen angepasst, brüten am Boden und haben keine Angst vor den Autos. Deswegen muss man sehr aufpassen und darf sie auf keinen Fall füttern. Lange Zeit vom Aussterben bedroht, wächst ihre Population heute wieder.
Beim ersten Visitor Centre sehen wir 2 dieser Gänse ganz von Nahem.
Je weiter wir nach oben kommen, desto kühler wird es. Wir fahren dennoch offen weiter, ziehen einfach mal die Windjacke an. Der Berg macht sein eigenes Wetter. Meistens hat er so zwischen 6000-9000 Fuss Nebelschwaden und Wolken um sich herum gebüschelt. So ähnlich wie der Pilatus: Hat er einen Kragen, dann kannst du’s wagen.

Silversword

Silversword

Auch heute fahren wir durch Nebelbänke, nach der nächsten Kurve scheint wieder die Sonne…
Aber oben, ganz oben auf 3055 Meter, da scheint die Sonne und wir sehen hinüber auf Big Island. Wir sehen den verschneiten Mauna Kea hoch über den Wolken, von unserem Standpunkt 123 km entfernt. Und ab und zu sehen wir auch Mauna Loa etwa 155 km entfernt.

Auf dem Gipfel

Auf dem Gipfel

Leider gibt der Berg keine Aussicht auf seine Insel preis, schade.
Wir essen selbstgemachte Brote und geniessen den Blick und die Sonne. Wir kommen noch ins Gespräch mit Dänen und ihrer Freundin welche seit 3 Jahren auf Maui wohnt. Vorher in Florida ansässig, ist sie vor den Hurrikans nach Hawai’i geflüchtet. Hier gibt’s ja bloss ab und zu mal einen Hurrikan und vielleicht noch Tsunamis…, Erdbeben, Vulkanausbrüche.
Dann fahren wir zum Parkplatz etwas weiter unten. Da gibt es einen Trail hinunter zum Vulkanboden. Aber der Berg hat seinen eigenen Kopf. Er sendet Nebelschwaden aus, Wolken schwappen in den Krater, die Sicht ist teils sehr schlecht. Ganz kann er sich nicht verbergen, aber er zeigt sich nur spärlich. Das Spiel der Wolken und des Nebels im Wind ist herrlich. Wir setzten uns an den Kraterrand und schauen dem Schauspiel lange zu.
Dann fahren wir sehr beeindruckt und still wieder zurück und fühlen uns winzig inmitten dieser grossartigen Natur.

 

Hier noch einige Blicke in den Krater:

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Half way plus to Hana und Smoothies mit Elvis

Küste auf dem halben Weg nach Hana

Küste auf dem halben Weg nach Hana

Heute soll‘s in Richtung Hana gehen. Damit wir abends keinen Stress haben, gehen wir erst noch einkaufen und fahren dann um 9.30 Uhr los. Hana liegt am Ostzipfel der Insel und ist laut Here maps 126 km von Kahana entfernt. Alle reden immer von der „road to Hana“. Und dass es dort immer regnet, auf dieser Strasse. Das können wir heute widerlegen! „Was ist besonders an Hana?“, haben 2 Inder den netten Smoothie Verkäufer gefragt. „Nichts, es ist die Strasse, die besonders ist, der Weg nach Hana.“ Und so ist es. Hana selbst hat knapp 800 Einwohner, einer der ältesten General Stores und liegt am Ende einer äusserst kurvenreichen, teils schmalen Strasse.
Bis ca. MM (Mile-Marker) 18 ist nicht viel zu sehen. Die Strasse windet sich durch den dichten Regenwald, es ist feucht, dunkel. Eine Baustelle „zwingt“ uns zu einem Halt von ca. 20 Minuten. Arbeiter „schaben“ das Geröll vom Hang hinunter auf die Strasse.

An der Küste

An der Küste

Regenwald

Regenwald

Die Hänge hier sind sehr steil und wenn man da mit dem offenen Cabrio so unbekümmert durchfährt… Gut gibt es die Strassenarbeiter, welche für die Sicherheit sorgen. Weiter hinten hat es einen netten Auskukk auf die Küste und wir finden, dank unserem Reiseführer, auch eine interessante Stelle an der Küste. Und so zweigen wir ab in Richtung Ke’anae und sind nach einer kurzen Fahrt an einem Strand. Es ist super ruhiges Wetter. Kaum Wind, es ist sehr heiss. Aber die Wellen schlagen mit voller Kraft an die Küste aus Lava. Ein gigantisches Schauspiel. Da kann man eine Weile verweilen und dem Schauspiel zusehen. Genau das tun wir.
Darauf passieren wir die „Half way to Hana Trinkbude“ und fahren noch ein wenig weiter. Hier beginnt der schönste Teil der Strasse. Überall finden sich Wasserfälle, es gibt sie zu Hauf. Wahrscheinlich regnet es eben doch (fast) immer auf dieser Strasse.

Wasserfälle...

Wasserfälle…

Wir fahren durch bis zum Pua’a Ka’a State Park, besuchen eine der schmutzigsten Toiletten der Insel und die Wasserfälle. Diese sind sehr schön. Man kann sogar im Becken des oberen Falls baden.
Hier auf dem Rastplatz sehen wir eigentlich zum ersten Mal viele Katzen. Kein Wunder: jemand hat eine ganze Packung Katzentrockenfutter beim Rastplatz hingelegt und auch die Mungos freuen sich darüber. Katzen und Mungos sind auf Hawaii sehr verhasst: Beide Arten wurden „eingeschleppt“ und dezimieren drastisch die Vogelpopulation. Die einheimischen Vögel hatten keine Feinde und die allermeisten Arten sind Bodenbrüter…

Ein Besucher

Ein Besucher

Wir begnügen uns mit einer Banane und beschliessen dann, wieder die Rückfahrt anzutreten. Bei „Oncle Harry’s“ mit „da best smoothies“ halten wir an und bestellen 2 Getränke.

Klare Ansage!

Klare Ansage!

Einmal Papaya, Guave, Ananas und auf Empfehlung des Chefs Banane , Kokosnuss, Mango. Sie sind nicht billig, aber schmecken uns sehr gut. Dann kommen die beiden Inder (siehe oben) und danach ist nicht mehr viel los. Der Verkäufer holt seine Ukulele, setzt sich zu uns und singt für uns „falling in love for you“ von Elvis. Wir freuen uns sehr darüber. Das war sehr nett und spontan. Fröhlich verabschieden wir uns „Aloha und mahalo“ und fahren erfrischt und ohne Stau nach Hause.

 

Und nochmals die Küste:

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