Weiterreise

2017-07-16-Gällivare-Kukkolaforsen

So, heute geht’s weiter. Nach dem Frühstück wird alles verstaut und wir fahren kurz nach 10 Uhr los.
Zuerst wollen wir noch einkaufen und suchen den ICA. Es braucht einige Zeit, aber wir finden ihn. Schnell ist alles eingekauft für die nächsten 3 Tage. Und dann geht’s zuerst über die E45, die E10 und dann auf die Nebenstrasse 394 in Richtung finnische Grenze. Die Strasse ist kaum befahren. So alle paar Minuten kommt uns ein Fahrzeug entgegen. Die Strasse führt durch Wälder und gibt ab und zu einen wunderbaren Blick in die Ferne preis. Dörfer sind sehr, sehr selten. Plötzlich sehen wir eine Elchkuh. Sie steht mitten im Sumpf.

Midsommar ist vorbei…

Etwas später kreuzt ein Ren unsere Strasse und irgendwann steht ein grosser Kranich auf der Wiese. Schliesslich kommen wir an den Torneälv. Dieser gewaltige Fluss „entspringt“ im Torneträsk, einem See ganz im Nordwesten von Schweden an der Grenze zu Norwegen. Auf seinem 410 km langen Weg wird er sehr breit, bis er schliesslich zum Grenzfluss zwischen Schweden und Finnland wird und in Tornio (Finnland) ins Meer mündet. Es gibt wenige Grenzübergänge. Finnland und Schweden waren lange Zeit nicht wirklich befreundet. Wir geniessen herrliche Ausblicke auf den Fluss und das dahinter liegende Land (Wälder, Wälder, Wälder…).

Kukkolaforsen

Gegen 15 Uhr erreichen wir Kukkolaforsen. Hier gibt es einen schönen Campingplatz. Der Torneälv ist hier sehr schnell und es gibt viele Stromschnellen. Der Platz ist schön gelegen und wir beschliessen hier ein-zwei Tag zu bleiben. Das Wetter ist wunderbar. Es hat um die 18-20 Grad und die Sonne scheint (Kurzarmwetter). Wir erhalten einen Platz nahe beim Servicegebäude. Das passt! Schnell ist alles installiert, das Dach ist offen, der Strom angeschlossen, der Sitz gedreht, die Store ausgefahren, Tisch und Stühle stehen draussen bereit und die letzten Lebensmittel sind weggeräumt. Jetzt nehmen wir den Fotoapparat und erkunden ein wenig die Gegend. Unsere Nachbarn gegenüber sind Norweger, die nebenan kommen aus Schweden. Der Campingplatz bietet allerlei Attraktionen. So kann man eine Ausstellung von Saunen besichtigen (eine Art Museum). Und es gibt noch weitere Ausstellungen über die Fischerei. Hier im Torneälv werden vor allem Heringsmaränen (white fish) gefischt und zwar mit langen Stangen an welchen Netze befestigt sind (Dip net).

So geht Dip Net Fishing

Die Heringsmaränen kommen meistens gegen Ende Juli vom Meer her flussaufwärts, um zu laichen. Bei dieser starken Strömung müssen sie immer wieder rasten und werden dann eben auch gefangen. Am letzten Sonntag im Juli (Jakobsmäss) gibt es immer ein grosses White fish Fest hier auf dem Platz.
Alles haben wir heute noch nicht erforschen können. Genau aus diesem Grund bleiben wir noch ein wenig.

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