Tromsö – the must do!

2017-07-27-Skibotn-Tromsö

Der Nebel will und will einfach nicht weichen und vermiest uns die Aussicht.
Dann halt nicht…
Der Campingplatz Olderelv ist zum Teil ein Durchgangsplatz zum andern ein Ferienressort. Den grössten Teil der Fläche nehmen Festinstallationen in Anspruch. Da wird ein Fundament betoniert, darauf kommt ein Haus. Je nach dem ist das Haus eher eine kleine Hütte oder gleicht einer mittleren Villa an der Zürcher Goldküste. Doch damit nicht genug. Aus was für Gründen auch immer, die Villa hat einen Hinterausgang und da steht noch ein „kleiner“ Wohnwagen. Dieser ist sorgfältig mit dem Haus verbunden. So entsteht ein kleines Gehöft mit Wohnzimmer, Wintergarten, Küche, Waschgelegenheit, Schlafzimmer etc. Dazu noch eine Veranda mit Cheminée. Also alles was der Feriengast so braucht. Fernsehkabel inklusive. Und es werden immer Hütten mehr gebaut. Vielleicht hat man als „Normalcamper“ in ein paar Jahren gar keinen Platz mehr.
Gegen 9.45 Uhr fahren wir weiter. Zuerst wird getankt und wir putzen die Scheiben (bringt zwar nicht viel, beruhigt jedoch das Gewissen). Dann geht’s weiter. Da wir nur knapp 120 km von unserem Ziel Tromsö entfernt sind, haben wir beschlossen, noch eine Zusatzschlaufe zu fahren.
Kleine Rückblende: Wir waren im Februar 2016 mal in Tromsö und haben Polarlichter „gejagt“. Dann wollten wir mit dem Hurtigrutenschiff von Tromsö nach Kirkenes und wieder zurück fahren. Zwei Tage kam die Nachricht, dass das Schiff defekt sei und wir die Reise nicht antreten können. Als Ersatz sind wir dann 3 Tage in ein Ressort im Malangenfjord gefahren.
Genau dahin fahren wir nun und sehen uns das Ganze mal im Sommer an.

Beim Malangen Ressort, heute

Nach ca. 40 km Fahrt beginnt sich er Nebel zu lichten. Es hat zwar noch ein paar Nebelfetzen, aber dahinter, darüber und überall sieht man die schroffen Gipfel der Berge. Es hat noch recht viele Schneefelder an den Hängen. Dementsprechend ist auch die Temperatur mit 12-14 Grad eher auf der kühleren Seite. Aber die Sonne setzt sich immer mehr durch. Bald verlassen wir die E6 und fahren auf Nebenstrassen in Richtung Malangen Bygger Resort. Da Wasser ist weit weg, es ist Ebbe. Es gibt Blumen, saftige Wiesen, Kühe, Schafe und kaum Autos. Die Strasse ist eher schmal und holperig, aber es ist eine sehr beschauliche Fahrt. Wir fahren durch Nordfjordbotn und Mestervik und erreichen gegen 11.30 Uhr das Ressort. Wir trinken Kaffee und essen Apfelkuchen, unterhalten uns mit der Rezeptionistin, machen ein paar Fotos und fahren dann weiter.

Beim Malangen Ressort, Februar 2016

Wir fahren an der Westseite der Halbinsel nach Norden und fahren dann unter dem Meer durch einen Tunnel (Kosten: 100 NOK) und gelangen so auf die Insel Kvaloya Sallir. Von dort führt eine Brücke von Norden her nach Tromsö. Vorbei am Flughafen und durch einen Tunnel erreichen wir dann die nördliche Innenstadt, bevor wir über eine weitere Brücke Tromsdalen erreichen.
Es ist kurz vor 14 Uhr und wir fahren noch zu einem Shopping Center. Dort finde ich endlich passenden Ersatz für meine 100 jährigen Sandalen, nicht billig, aber wie gesagt passend. Dann fahren wir zum Camping, erhalten einen Platz, richten uns ein und spazieren in Richtung Innenstadt.
Ungefähr nach der Hälfte des Weges (ca. 2 km) frage ich mich, ob die Tür unseres Buses zu ist und ich abgeschlossen habe…Pavel wartet bei der Ishavenscathedral und ich laufe zurück. Pavel setzt sich direkt vor die Kathedrale und kann nun wahrscheinlich auf geschätzt 200 Fotos in Frankreich und Deutschland bewundert werden. „weisst du noch, da sass dieser Kerl doch mitten vor der Kirche. Einfach unmöglich… (Selfies-Vermiessen, nennt man diesen Sport. Amn. der Redaktion) Natürlich ist beim Bus alles in bester Ordnung…

Ishavenscathedral

Dann geht’s über die Brücke in die Innenstadt. Bei Sonnenschein geniessen wir draussen ein Bier und gehen dann zum Znacht in die Fiskekompaniet. Das ist ein von uns erprobtes Restaurant. Etwas teuer…
Wir essen Walfisch (ist grad Saison und garantiert laktose und glutenfrei). Dazu wird veganes Grünzeugs gereicht und wir trinken eine Flasche Rotwein aus Frankreich (Empfehlung des Chefs). Zum Schluss rundet ein Dessert diese Mahlzeit ab und die Rechnung wird mir Visa beglichen. Der Spaziergang zurück über die Brücke ist erholsam und die Sonne scheint noch eine ganze Weile.

Tromsö-Hafen

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