Archiv | April 2018

Nach Regen folgt wieder Sonnenschein

Blauer Himmel als Ginsterhintergrund

Es sieht fast aus, als ob nichts gewesen wäre. Aber eben nur fast. Der Himmel ist unschuldig blau, die Sonne lacht, aber am Boden gibt es noch viele Pfützen und alles ist voll mit Pollen. Tisch, Auto, Strasse sind voll davon. Aus jeder Ecke niest es, schneuzt es und hustet es. Kaum einer der nicht unter diesen Frühlingsboten leidet. Nach dem Frühstück gehen wir zuerst in den Pool. So richtig gluschtet es uns nicht, ins Wasser zu gehen. Es weht ein frischer Wind.

Das halbgesunkene Boot (vorne)

Dann legen wir uns etwa eine Stunde ins warme Sprudelbad. Der Ausstieg ist hart, besonders weil jetzt die Wolken die Sonne verdecken. Eine Weile halten wir es noch aus, dann gehen wir zurück zum Büsli. Wir wärmen uns etwas auf und machen uns dann wieder auf den Weg zum Géant in Saint-Raphael. Wir sehen wieder das gesunkene Boot im Kanal und gottseidank haben wir es fotografiert, weil auf dem Rückweg hat die Wasserpolizei das Boot geborgen.

Aquapark im Aufbau

Vorbei am Aquapark der so langsam zum Leben zu erwachen scheint gelangen wir dann zum Supermarkt. Wir müssen heute nicht mehr so viel schauen und können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Es gibt sooooo viele gute Sachen zu kaufen. Und so landen Entenbrust, Rindsplätzli, Wurstwaren, Gurken, Kiwis und Knoblauch im Korb. Den Knoblauch legt die Kassiererin wortlos auf die Seite. Ich frage nach. Man hätte ihn wiegen sollen, basta. Wir bedanken uns bei der freundlichen Person und gehen ohne Knoblauch raus.

Parkieren à la Provencale

Der Heimweg ist kurzweilig und wir setzen uns auf unserer Parzelle in die Sonne, nehmen einen kleinen Apéro und essen dann Gegrilltes mit Brot und Früchten und ohne Knoblauch.
Morgen werden wir weiter fahren. Unser Ziel ist Mèze am Basin de Thau.

Morgen geht es weiter

Regen oder doch nicht?

Schwemmholz am Strand

Heute Sonntag schlafen wir lange und sehen mit Freude, dass die meisten italienischen Freunde heute abreisen. Zurück bleiben unsere Nachbarn welche während der letzten 3 Abenden für die ganze famiglia e per tutti ragazzi aus Italien gegrillt haben. Beginn meistens gegen 20 Uhr mit open end.
Nach dem Frühstück fahren wir die Store aus, machen die Fenster zu und gehen zum Strand. Ziel: Saint Aygulf. Für heute ist Regen angesagt. Ein paar Tropfen begleiten uns auf unserem Strandspaziergang. Aber mehr gibt es nicht. Regen hatte die Region hier genug. Wir sehen immer noch die Folgen am Strand. Ein Teil wurde weggespült und überall türmen sich Unmengen von Holz. Unsere Holländer aus Friesland (sie haben auch die friesische Fahne gehisst) erzählen uns, dass der Campingplatz evakuiert werden musste wegen Hochwasser. Sie sind bereits seit 4 Wochen da und bleiben noch 4 Wochen. Wir fragen uns, wie viele holländische Vorräte die 2 wohl angeschleppt haben.
In Saint Aygulf schauen wir uns ein wenig um und essen Glace am Kebabstand. Es gibt hier auch einen netten Camping. Vielleicht werden wir den mal berücksichtigen.

Kiter in St. Aygulf

Heute bleibt unsere Küche kalt, wir gehen essen. Unser Lieblingskellner ist wieder da. Er fragt uns in welcher Sprache wir bedient werden wollen. Französisch, deutsch, englisch. Pavel meint: „Tschechisch“ und wir staunen nicht schlecht, Mario stammt aus Tschechien und freut sich wahnsinnig, wieder einmal tschechisch reden zu können. Wir haben alle viel zu lachen auch mit dem anderen Personal. In der Zwischenzeit ist der Regen gekommen, und zwar ziemlich viel Regen. Wir kommen durchnässt beim Büsli an und heizen. Ja richtig gelesen wir HEIZEN!!!

Nettes Häuschen

Rund um den Camping

Noch mehr Botanik

So, heute ist Zeit, dass wir mal einkaufen gehen. In Gehdistanz (1,7 km) gibt es einen Géant. Der liegt in Richtung Saint-Raphael. Das Wetter ist gut, die Laune noch besser und so nehmen wir den Weg der Strasse entlang unter die Füsse. Wir gehen auf dem Radweg und erreichen schon nach einer halben Stunde das Ziel. Da gibt es nicht nur einen Lebensmittelladen sondern auch noch Kleidergeschäfte, Schmuckläden…Wir schlendern durch die Passagen und schauen die Schaufenster an. Wir kaufen aber nichts, sonst müssen wir es noch heimtragen.
Dann nehmen wir den Géant in Angriff. Hier gibt es vom Besteck aus Olivenholz über die Gartenmöbel und Duvets bis zu den Schnecken und Krustentieren sowie allerlei Käse so ziemlich alles. Entsprechend lange dauert es bis wir unsere 5 Sachen zusammengesucht haben.
Wir trinken vor dem Heimweg noch etwas und dann geht es den Weg zurück. Am Rande des Naturschutzgebietes fliesst träge ein kleiner Fluss. Im Fluss liegt aufgedunsen ein riesiger Fisch und stinkt ein wenig vor sich hin. Wieder vorbei am „Aqualand“ das zu dieser Jahreszeit noch geschlossen hat erreichen wir wieder unsern Campingplatz. Zum Abendessen wird grilliert und wir geniessen die laue Abendluft.

Faulenzertag

Heute wird lange geschlafen, spät aufgestanden und dann liegen wir den Nachmittag über am Pool. Es ist angenehm, das Wasser beheizt und die Stimmung gut. Zum Abendessen wird mal selbst gekocht, es gibt Lachs und Kartoffeln und dann schauen wir was der morgige Tag uns bringt.

Von Avignon nach Saint Raphael

2018-04-26-Avignon – St Raphael

Die Nacht war sehr angenehm, es wehte ein ziemlich starker Wind, aber sonst war es ruhig. Wir bleiben bis gegen 8 Uhr liegen. Dann holen wir Brot und machen Frühstück.
Es windet immer noch ziemlich stark und es hat einen enormen Pollenflug. Deswegen essen (und niesen) wir drinnen.

Egonmobil in Avignon

Befstigungsmauern von Avignon

Kurz vor 12 Uhr machen wir uns dann auf den Weg. Alles ist gepackt, nichts vergessen und los geht’s. Die Ausfahrt aus Avignon erweist sich etwas tricky. Verboten über eine Sperrfläche nur um festzustellen, dass wir dann falsch sind. Also nochmals von vorn und kaum machen wir es richtig, klappt es auch schon. Dann füllen wir den Tank auf (es passen knapp 80 Liter Diesel hinein!) und weiter geht’s. Am Anfang ist der Verkehr dicht, auf der A7 wirds dann gemütlicher und schon bald sind wir am Ziel. Check in kurz nach 14 Uhr. Wir bekommen eine schöne Parzelle und richten uns ein.
Dann geht’s zum Meer. Am Strand türmt sich angeschwemmtes Holz. Vor ein paar Tagen hat es hier sehr stark geregnet. Die Strandbeizen sind erst im Aufbau. Die Saison hat noch nicht begonnen. Wir spazieren ein Stück dem Strand entlang. Dann folgen wir der Strasse wieder zurück zum Camping. Im Laden kaufen wir ein paar Kleinigkeiten (mehr gibt’s auch nicht).
Dann wollen wir Pizza essen gehen. Die gibt’s aber erst etwas später und so entschliessen wir uns für Magret de canard. Eine Riesenportion mit Pommes für € 18…wir essen nicht alles.
Der Abend klingt draussen bei einem kleinen Aquavit aus. Im Westen von uns föhnt sich die „leicht“ übergewichtige Ragazza ihre Haare, die Holländer im Osten lesen angestrengt in dicken Büchern und die Franzosen im Süden geniessen das Leben. Das ist Camping en France.

Botanik

 

Auf nach Avignon

2018-04-25-Ormalingen – Avignon

Heute Mittwoch geht’s los. Um 8 Uhr sind wir startklar und fahren via Sissach, Bern, Genf nach Avignon. Die Autobahn ist nicht frei, aber es rollt recht zügig und nach der Grenze sind wir sowieso fast alleine unterwegs.
Ein paar Kilometer nach der Grenze legen wir eine kleine Pause ein, die Fahrerin bekommt frei und der Fahrer fährt weiter.
Der Himmel ist blau mit einigen Wölkchen und es ist sehr heiss, 29 Grad sagt unser Autoaussenthermometer.
Etwa 120 km vor Avignon machen wir nochmals eine Pause und wechseln uns nochmals beim Fahren. Dann kommen wir gegen 14.45 Uhr auf dem Campingplatz in Avignon an. Er liegt direkt gegenüber der Altstadt am Ufer der Rhone. Für eine Nacht zahlen wir € 20 inkl. Strom und 24 Stunden Internet.
Die Stellplätze liegen idyllisch im Wald. Allerdings ist der Lärm der nahen Strassen ziemlich gut zu hören. Aber das ist egal, wir werden sicher gut schlafen. Auf dem Platz selbst ist es recht ruhig.
Nach einer Verschnaufpause machen wir uns auf den Weg in die alte Stadt. Die Befestigungsmauern, der Palast der Päpste, die Brücke…alles ist sehr imposant und gut erhalten. Wir schlendern durch die Gassen, schauen hier und dort, suchen und finden nach einiger Zeit eine Gelateria. Es gibt viele junge Leute hier. Leider ist die Stadt doch ziemlich dreckig. Es liegen überall Scherben am Boden und auch viel Abfall.
Wir finden ein Restaurant wo man rund um die Uhr essen kann und geniessen um 17 Uhr ein spätes Mittagessen oder ein frühes Abendessen.
Nun steht noch der Besuch der alten Brücke auf dem Programm. Wir erstehen 2 Eintrittskarten zum reduzierten Preis (Rentnerrabatt ab 60!!!), bekommen 2 elektronische Guides umgehängt und los geht’s. Der Rundgang ist informativ. Gegen 19.30 Uhr sind wir zurück bei unserem Büsli und lassen den Abend mit einer erfrischenden Dusche und einem Glas Rosé ausklingen.

Die Brücke von… ?