Archiv | Mai 2018

Sonntag – Markttag – Waschtag

Heute ist wieder Markt in der Stadt, Lebensmittel und viele andere Dinge für den täglichen Gebrauch kann man kaufen. Die Stadt ist voller Leute welche kaufen, probieren, schwatzen. Auch wir kaufen ein paar Dinge ein: Nochmals die feine Seife und ein Duschmittel aus dem Seifenladen an der Ecke. Dann einiges an Früchten und Gemüse etwas später noch einen Ziegenkäse. Pavel kauft sich einen Gürtel. Schade wohnen wir nicht hier sonst hätten wir die 6 tollen Holzstühle für € 120 auch noch gekauft. Es sind wirkliche Schmuckstücke…aber eben…

Auch am Strand viele Leute…

Das Gedränge ist gross, man kommt kaum durch und irgendwann haben wir genug und gehen zurück zum Camping. Dort packen wir alle die guten Sachen aus und verstauen sie. Dann sammeln wir die Wäsche zusammen und füllen die Waschmaschine. Mit € 6 ist man dabei, Waschmittel inklusive. Nach 40 Minuten ist die Maschine fertig mit waschen und schon bald flattert unsere Wäsche im Wind und trocknet innert kürzester Zeit.

Gegen 16 Uhr schlendern wir dem Meer entlang in Richtung Stadt. Beim Bouleplatz wird eifrig gespielt. Wir beobachten die Spieler eine Weile und versuchen die Regeln zu ergründen. In der Stadt angekommen,  gönnen uns 2 Glacés und etwas später 2 pressions (Grimbergen).

Wieder zu Hause gibt’s Hacksteak und Kartoffelsalat und zum Dessert haben wir in der Bäckerei noch 2 süsse Stückli erstanden. Morgen wird unser letzter Tag hier sein. Dann geht es weiter.

Flohmarkt? Ja? Nein?

Auf dem Hauptplatz der Stadt Mèze, dem Place Aristide Briand, soll laut Avis der Polizei am Samstag ein Flohmarkt stattfinden. Wir stehen in den Startlöchern und gehen so gegen 10.30 Uhr los. Kurze Zeit später stehen wir auf dem besagten Platz, von Flohmarkt keine Spur. Wir lesen die Anzeige nochmals und kommen zum Schluss: Wir haben recht und die andern haben es verpennt. Da wir uns vorgenommen haben, in der Stadt zu Mittag zu essen, sind wir etwas ratlos und gehen kreuz und quer durch die Gassen: Rue Paul Entrèric rauf, dann quer in die Rue Garibaldi, vorbei an der Crédit Agricole du Languedoc, via Rue Sadi Carnot zur Rue Victor Hugo dieser entlang bis zum Camping. Dort suchen wir kurz die Toiletten auf bevor wir beim Chemin du Moulin à vent in Richtung Hotel de Thau gehen, bei der Pharmacie scharf in den Boulevard du Rampart abbiegen, diesem entlang bis zum Chemin de l‘ ètang folgen und zum Boulevard du port kommen. Dazwischen machen wir immer wieder Halt und haben uns gegen 13 Uhr das Essen in einem gepflegten Hafenrestaurant redlich verdient.

Vorspeise…

Hauptgang…

Dessert

12000 Schritte

Heute wird wieder länger geschlafen und gemütlich zmörgelet und erst nach 12 Uhr gehen wir in Richtung Stadt.
Wir spazieren wiederum dem Etang entlang bis zum Hafen. Dort schauen wir uns die Menükarten der verschiedenen Restaurants an. Weil wir morgen vielleicht zu Mittag essen gehen wollen. Wir „arbeiten“ uns rund um den Hafen vor und gehen dann weiter immer dem Wasser entlang. Dies scheint die Gegend der etwas reicheren Leute zu sein. Tolle Häuser mit Blick aufs Wasser, mit grossen Gärten und Alarmanlagen. Man sieht das andere Ufer des Etangs kaum. Wir setzen uns auf eines der vielen Bänklis und geniessen den Blick und die Sonne. Zwei Schnorchler sammeln unermüdlich irgendetwas im Wasser. Später sehen wir wie einer von ihnen einen grossen Korb mit Schnecken ans Land bringt. Bon appetit!
Nach dieser längeren Wanderung kommen wir wieder zurück in den Hafen und beschiessen noch etwas zu trinken. Mit Grimbergen blonde und einem Glas Rosé stossen wir auf unsere Ferien an. Das Restaurant liegt direkt an der Strasse und wir sitzen in der Frontreihe. So beobachten wir die Fussgänger, die es fast alle schaffen seelenruhig zwischen den beiden Zebrastreifen über die Strasse zu gehen. Wir sehen die Autos wie sie kreuz und quer scheinbar planlos von links nach rechts und von hier nach dort fahren. Auch ein Baselbieter fehlt nicht in diesem Gewusel. BL xx (ja zweistellige Nummer!) fährt fast falsch, dann richtig, aber nicht überzeugend über die Kreuzung, die Franzosen nehmen es gelassen. Mais wui, ça va :-).
Zu Hause wird gekocht, Lachs mit Kartoffeln und zum Dessert gibt es Erdbeeren aus Spanien. Dann wird die gute Flasche Karmeliter aus Württemberg „geopfert“. Prost nach SHA und in die Schweiz.

Markttag in Mèze

Gegen 10 Uhr gehen wir los. Heute ist Donnerstag, also Markt in der Stadt.
Es hat viele Leute und es gibt (fast) alles: Honig, Kräuter, Fleisch, Wurst, Meerestiere, Gemüse, Früchte, Schuhe, Kleider….
Wir geniessen solche Märkte immer sehr. Das Karussell und die anderen Vergnügungsstände sind auch offen. Da werden Wachteln gekauft, Muscheln, Schnecken. Dort Spargeln, Salat, Zwiebeln, Tomaten. Die Kinder wollen Wasserpistolen, Plüschtiere. Honig kann degustiert werden, Wurstscheiben liegen verführerisch auf kleinen Platten. Man kann probieren und einkaufen.
Wir kaufen Aprikosen und Nektarinen aus Spanien, Honig von hier, Seife aus Marseille, Garn für Doris Häkelarbeiten und Würste. Wir dürfen probieren, entscheiden uns für 2 Sorten und erhalten noch eine 3. Sorte gratis dazu.
Gegen Mittag sind wir wieder zu Hause und essen Früchte. Der Wind bläst sehr stark aber es ist sehr warm. Die Möwen geniessen diesen Wind und segeln majestätisch durch die Luft. Die Schwalben zischen blitzschnell durch die Luft und „plöiderle“ miteinander. Etwas Mühe haben die Elstern. Die fliegen auch ohne Wind nicht wirklich schön. Aber mit Wind sieht das wirklich sehr komisch aus.
So wohnen wir ein wenig und gehen gegen Abend nochmals in die Stadt. Vorbei an den vielen Boulespielern, kaufen noch ein Brot und geniessen Würstchen à la provençale mit frischem Brot und Gurken und Früchten.

Mèze

Étang de Thau

Die Nacht war kalt, wir haben gegen 6 Uhr morgens geheizt. Dann gegen 8.30 Uhr war unser Bus in der Sonne und wir sind aufgestanden und haben uns aufgewärmt. Nach dem gemütlichen Frühstück in der Sonne sind wir dann um die Mittagszeit in Richtung Méze spaziert.

Fischerhafen von Mèze

Wir waren ja schon vor einem Jahr hier und so haben wir uns immer überlegt was wir als nächstes sehen werden. So sind wir bis zum Hafen geschlendert. Es war wenig los in der Stadt. Es hat noch wenig Touristen und die Franzosen waren alle beim Mittagessen. Gegen halb zwei haben wir uns in ein Cafè gesetzt 2-mal Crème brûlée und 2 Schweppes bestellt und dies genüsslich verspachtelt.

Jachthafen von Mèze

Danach sind wir durch die engen Gassen der Stadt geschlendert und haben uns über Blumenfenster und schöne Verzierungen gefreut bis wir dann bei der Markthalle wieder auf etwas Leben gestossen sind.

Mèze

Gestern war in der Stadt ein Blumenumzug mit Kirmes. Die verschiedenen Stände und Bahnen für Kinder öffnen gegen 15 Uhr wieder und es herrscht ein buntes Treiben. Wir entdecken ein altes Schloss mit einem schönen Garten und bleiben ein wenig dort, danach suchen und finden wir das Geschäft wo wir letztes Jahr die gut duftenden Shampoos gekauft haben. Er öffnet um 15 Uhr. Also setzen wir uns auf eine Bank und warten. Gegen 15.30 Uhr ist der Laden dann offen und wir decken uns mit 6 Flaschen Shampoo und Dousche von „le serail“ mit Honig und Lavendelduft ein (kann man zwar auch im Internet bestellen zu fast demselben Preis, aber hier einkaufen macht mehr Spass). Wir erhalten noch ein kleines Cadeaux in Form einer duftenden Seife. Nun werden wir sicherlich besser schlafen.

Schlossgarten

Danach schlendern wir wiederum am Meer entlang zurück zum Campingplatz, kaufen danach noch ein paar Dinge im Supermarkt und geniessen Magret de Canard mit Orangen, Kiwi, Gurke und Hörnlisalat und dazu etwas Rosé. Der Abend endet so sonnig wie der Morgen begonnen hat.
Morgen geht’s auf den Markt nach Mèze.

Angewandte Botanik

 

Unser nächstes Boot

Auf nach Mèze

2018-05-01-Frejus – Meze

Heute wird unser rollendes Daheim wieder fahrbereit gemacht. Das Auto ist voller Staub und Pollen, abwischen zwecklos. Gegen 11 Uhr fahren wir los, natürlich in die falsche Richtung. Aber nach 500 Metern drehen wir um und schon geht’s in die richtige Richtung. Wir beschliessen bis Toulon der Küste entlang zu fahren. Das dauert zwar etwas länger, ist aber schöner. Es ist 1. Mai, überall gibt es Märkte, Blumenstände mit Maierislisträussen und viele Leute. Aber es geht vorwärts. Eine Zeitlang geht die Strasse der Küste entlang. In Port Grimaud fahren wir (aus Versehen, aber psst nicht weiter sagen) ein wenig durchs Landesinnere. Vorbei an Weingütern und Ginstersträuchen. Wir fahren über kurvige Pässe (192müM) und durch enge Dörfer. Wir sind nicht immer auf der von uns erwarteten Strasse, aber wir fahren immerhin meistens in die richtige Richtung.
Ab Toulon wollen wir dann wieder auf die Autobahn. Aber da wir vergessen haben Toulon als Zwischenziel aus unserm Navi zu nehmen, machen wir eine kleine Tour durch die Stadt. Wohnblöcke einer trister als der andere mit Satellitenschüsseln vor jedem Fenster. Vorbei an der Baustelle für einen neuen Bahnhof. Wozu? Überall sehen wir über der Strasse Leuchttafeln auf denen geschrieben steht:“ SNCF streikt, bildet Fahrgemeinschaften.“ Ein neuer Bahnhof ist also unnötig.
Kurz vor Montpellier beginnt es zu regnen. Juhuuu unser Auto wird gewaschen, das ist wunderbar. Weniger wunderbar ist es, dass es bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz immer noch regnet und es ist relativ kühl bei 15 Grad. Aber die Prognosen sind nicht schlecht. Wir erhalten einen Platz zwischen den Engländern. Soweit wir sehen, sind das alles noch ältere Herrschaften als wir. So, denken wir, wird es nicht allzu laut werden. Schon beim letzten Mal haben wir festgestellt, dass der Platz bei den Engländern offensichtlich sehr beliebt ist. Wir richten uns ein, machen eine kleine „Besichtigung“ vom Camping und kochen uns was Gutes. Morgen sehen wir weiter.