Thingvellir

Wir werden von der Sonne geweckt. Aber der Himmel ist doch bewölkt und innert kurzer Zeit setzt auch etwas Regen ein. Wir machen uns Schinken mit Spiegeleier, essen von dem berühmten Skyr und gegen 10 Uhr fahren wir los. Unser Ziel ist der Thingvellir Nationalpark.
Dies ist ein Ort mit besonderer Bedeutung für die Geschichte Islands. Zudem liegt das Gebiet in einer Grabenbruchzone zweier tektonischer Platten. Der Name Thingvellir bedeutet „Ebene der Volksversammlung“. Hier wurde seit dem Jahr 930 einmal jährlich eine Volksversammlung abgehalten, welche gesetzgeberische und auch gerichtliche Funktionen hatte. Somit handelt es sich hier um das älteste Parlament nach der Antike. Diese Versammlungen wurden bis 1798 abgehalten. Dann wurde es von den Dänen aufgelöst. Hier wurde am 17.6.1944 auch die Republik Island ausgerufen.

Am See

Im Gebiet von Thingvellir kann man auch das Auseinandertriften der amerikanischen und eurasischen tektonischen Platten beobachten. Das Gebiet ist durch grosse Risse und Spalten geprägt.
Wir fahren zunächst nach Selfoss und dann weiter immer den Schildern zum Nationalpark nach. Unterwegs kaufen wir noch etwas zum Trinken. Wir halten ab und zu an und geniessen die schöne Aussicht auf die Vulkanberge und die weiten Ebenen.

Botanik

Es ist ziemlich viel los auf den Strassen und auch im Nationalpark, aber es ist Samstag. Viele Touristen besuchen Reykjavik und buchen dann eine Tour zum Thingvellir und dem Golden Circle. So „ergiessen“ sich die Menschen schwallartig zu den einzelnen Punkten. Aber auch für uns gibt es ein paar nette Plätzchen zum Anschauen.

Ein Muss für jeden Island-Besucher

So besuchen wir zuerst den Wasserfall, dann spazieren wir zum Visitorcentre und zuletzt noch zur Kirche.
Das Wetter hat sich gut gehalten. Der Regen war schon nach kurzer Zeit vorbei und es bleibt trocken bei 8-9 Grad.
Zurück fahren wir rund um den See Thingvallavatten.

Thingvellir von oben

Die Strasse ist eng und teils nur mit Schotter bedeckt. Aber wir sind fast alleine unterwegs. Kurz vor Selfoss „retten“ wir eine Tramperin vor dem einsetzenden Regen. Sie kommt aus Argentinien und ist sehr dankbar, dass sie die letzten Kilometer nicht im strömenden Regen zurück legen muss. Wir setzen sie bei der Jugendherberge in Selfoss ab und fahren noch zum Einkaufen.

Blick nach süd-westen

Zuhause angekommen, beginnt es richtig zu regnen. Wir essen etwas und lassen unterdessen das warme Wasser aus der Erde in unser Aussenhottub fliessen. Nun werden wir noch gemütlich im warmen Wasser sitzen und den Regen einfach vergessen.

Thingvellir

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