Von Eisbergen und schwarzen Stränden

Zu den beiden Sarlons

Nach dem reichhaltigen Frühstück machen wir uns auf den Weg in Richtung Fjallsarlon und Jökullsarlon. Der nette Mann an der Rezeption rät uns, dies vor dem Mittagessen zu tun, da danach sehr starke Winde erwartet werden. Gegen 11 Uhr sind wir also beim Fjallsarlon, für morgen haben wir hier eine Bootstour gebucht.

Fjallsarlon

Nun nehmen wir einen ersten Augenschein. Der Gletschersee ist nicht allzu gross. Aber es schwimmen einige beachtliche Eisberge in ihm. Schon beim Aussteigen bläst der Wind recht stark und so empfindet man es als ziemlich kalt. In Island muss man immer auf die Windrichtung achten und das Auto so parken, dass die Türen nicht vom Wind aufgerissen werden können. Zum Glück haben wir daran gedacht und die Windböe schlägt die Tür zu und nicht auf (etwas später sehen wir die Windanzeige 22 m/s, also knapp 80 km/h). Der See ist wunderschön, die Eisberge schimmern blau und einige Eisstücke sind ganz durchsichtig. Wir machen Fotos und geniessen den Anblick. Gegen Mittag wollen wir uns im Restaurant etwas aufwärmen und entscheiden uns für die Gemüsesuppe und 2 Getränke aus der Dose. Kostenpunkt: Fr. 41.-!!! Wir kommen dann noch ins Gespräch mit einem Schweizer Ehepaar aus Solothurn. Sie sind wir wir zum ersten Mal hier. Besuchen ihren Sohn, der hier ansässig geworden ist und reisen am Sonntag wieder zurück. Eine sehr nette Begegnung. Danach fahren wir weiter zum Jökullsarlon. Dieser Gletschersee ist einiges grösser und auch die darin schwimmenden Eisberge. Dazwischen tummeln sich Robben und Seeschwalben. Hier sind auch vielmehr Leute, es ist der berühmtere See. Die Kulisse ist auch hier überwältigend. Leider ist der Himmel heute bedeckt und die Sonne macht sich sehr rar. Da der Jökullsarlon eine Verbindung zum Meer hat, werden immer wieder kleinere und grössere Eisstücke ins Meer getragen und stranden dann am schwarzen Strand Breidamerkursandur. Und weil sich dieser Name kein Tourist weder merken noch korrekt aussprechen kann und weil die Eisstücke wie Diamanten im schwarzen Sand glänzen, nennt man diesen Strand „Diamond Beach“. Es sieht wirklich toll aus, auch wenn die Sonne nicht scheint. Wir entdecken viele Formen und mit viel Fantasie erkennt man Segelschiffe, Vögel oder Schlösser. Es gibt für jeden etwas.
Der Heimweg führt uns wiederum vorbei an vielen Wasserfällen, Aussichten auf die Gletscher und immer mal wieder über eine „einbreid bru“. Schafe weiden neben der Strasse und manchmal hüpft eins rüber. Aber die Strassen sind hier sehr übersichtlich und führen oftmals kilometerlang geradeaus. Gegen 16.30 Uhr sind wir wieder zu Hause. Heute werden wir nochmals im Restaurant essen und sicherlich von den blauen Eisbergen träumen.

Zum Schluss noch ein paar Panos…:

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: