Odins Fussabdruck

Eine Rotdrossel

Das Wetter am Morgen ist freundlich. Dutzende Rotdrosseln umschwärmen unser Haus auf der Suche nach kleinen Mücken. Allerdings hinterlassen sie auch viel Dreck. Sie essen nicht nur Mücken, sondern auch Beeren…
Schon seit ein paar Tagen formieren sich immer wieder Gänse, ziehen lautstark kreischend ihre Kreise im Fjord und lassen sich auf den Feldern nieder wo sie noch Nahrung finden. Wahrscheinlich werden sie in den nächsten Tagen weiter ziehen.

Gänse

Wir beschliessen zu den Asbyrgi cliffs zu fahren, etwa 144 km liegen vor uns. Die Strassenverhältnisse sind gut, leider beginnt es kurz nach der Abzweigung auf die 85 in Richtung Husavik leicht zu regnen. Dennoch ist die Fahrt sehr angenehm. Nach Husavik schlängelt sich die Strasse der Küste entlang. Leider ist es aber so windig und nass, dass der Versuch, ein Foto zu machen, im Keime erstickt wird.

Unterwegs zum Wasserfall

Die Küste ist zunächst auslaufend und wird dann immer steiler bis man schliesslich einen schönen Ausblick auf den Öxarfjördur hat. Am Ende des Fjords gibt es ein riesiges Delta. Schön siehts aus, sogar im Regen. Schliesslich erreichen wir Asbyrgi und fahren in die bizarre Felsformation hinein. Geologisch betrachtet ist diese hufeisenförmige Felsformation durch 3 Gletscherläufe entstanden. Der Fluss Jökulsa a Fjöllum, welcher früher über die Klippen stürzte, hat sich aber einen neuen Lauf ausgesucht und so fliesst nur noch ein kleines Rinnsal über die Felsen.

Der Wasserfall der Elfen

Gut so, denn sonst würden die Elfen, die hier wohnen, allesamt ertrinken. Asbyrgi ist nämlich die Hauptstadt der Elfen und die Felsformationen sind durch den Abdruck von Odins 8 beinigem Pferd Sleipnir entstanden.

Durch den „Wald“

Es gibt hier auch einen Mischwald, für Island sehr untypisch. So werden dieses Cliffs gerne von den Isländern besucht. Wir sehen uns ein wenig um. Jetzt bei Regen wirkt der Ort eher düster und geheimnisvoll. Und wenn man ganz leise ist, hört man die Elfen flüstern…
Mit der Zeit wird es uns aber zu nass und wir fahren zurück ins Besucherzentrum. Asbyrgi Cliff gehören zum Jökulsargljufur Nationalpark. Man kann hier sehr gut wandern. Das Besucherzentrum zeigt eine schöne Ausstellung. Es wird über die Gegend informiert mit Bildern und Gegenständen. Zwei weitere Besucherinnen kommen ins Zentrum, es sind Mutter und Tochter aus Matzendorf (ursprünglich aus dem Baselbiet). Die beiden wollten eigentlich von hier in Richtung Süden auf der 862 zum Dettifoss fahren. Das Dumme ist nur, dass diese Strasse Wintersperre hat.

Unterwegs

Aber das kann man auf road.is nachlesen. Oder könnte man besser gesagt. Nun die beiden haben dies nicht getan und müssen den langen Weg nun wieder zurück fahren ohne den Wasserfall gesehen zu haben. Zudem erscheint uns auch ihr Mietauto nicht tauglich, auf ungeteerten Strassen zu fahren. Wir trinken noch einen Kaffee und machen uns wieder auf den Weg zum Eyjafjördur. In Husavik wird das Auto vollgetankt und wir kaufen noch eingelegten Hering. Das Wetter bessert sich erst beim Godafoss. Aber es ist immer noch bewölkt und so machen wir auch keinen Halt beim Wasserfall sondern fahren direkt nach Nollur.

Herbstfarben…

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