Snaefellsnes, eine Symphonie in Grün und Ocker

2018-10-12-Snafellsnes

Heute wollen wir die Halbinsel Snaefellsnes erkunden. Die Halbinsel liegt nördlich von Reykjavik und weist eine Fläche von 1468 km2 auf, dies entspricht der Fläche des Kanton Aargaus und hat eine Länge von 107 km. Doch zuerst wollen wir in Stykkisholmur tanken und unser Auto waschen. Vor uns liegen 10 km ungeteerte und 6 km geteerte Strasse. Wir fahren also den Alftafjördur zunächst bis an sein Ende und dann auf der anderen Seite wieder nach vorne. Stykkisholmur ist mit 1200 Einwohnern eine der grössten Gemeinden ausserhalb der Hauptstadtregion. Von hier aus geht eine Fährverbindung zu den Westfjorden. Wir finden eine Tankstelle und auch einen Waschplatz und säubern das Auto. Dann fahren wir weiter in Richtung Westspitze der Halbinsel. Die Insel ist sehr grün hier. Von den Felsen fliessen immer mal wieder grössere und kleinere Wasserfälle. Es erinnert uns sehr an Maui (die Temperatur stimmt einfach nicht ganz). Die Küste auf der Nordseite der Halbinsel ist rau. Wir passieren Grundarfjördur und kommen nach Olafsvik. Dieser kleine Ort hat eine bemerkenswerte Kirche. Sie ist aus Dreiecken konstruiert aber leider geschlossen. Der kleine Hunger plagt uns und wir gehen in die Bäckerei des Ortes und trinken Kaffee (heisse Schoggi) und essen einen wunderbaren Kuchen mit einem dicken Karamellüberzug, sehr lecker und sehr kalorienreich. Die Kuchen hier sind unsern Lebkuchen sehr ähnlich. Sehr luftig und locker und haben dann einfach einen süssen Überzug. So gestärkt fahren wir weiter und biegen ab und zu von der Hauptstrasse ab in Richtung Meer. So kommen wir, fast an der Westspitze, bei Skardsvik, an einen wunderschönen Lavastrand. Die Wellen rollen heran und spritzen an den Felsen hoch; ein eindrückliches Schauspiel. Die Warntafel weist auf die gefährliche Brandung und Strömung hin. Auf der Südseite der Halbinsel treffen wir auf eine ganz andere Landschaft. Zunächst hat es Lavafelder mit Moosbewuchs in allen Grünschattierungen. Wir machen eine kleine Wanderung durch diese Symphonie in Grün. Etwas weiter östlich wird das Land weit und fruchtbar. Man sieht grosse Flächen Wiesenland, immer mal wieder Bauernhöfe, Schafe weiden, Pferde grasen. Dies ist offensichtlich Schwemmland. Wir fahren kilometerweit durch diese Ebene. Die Berge sind links von uns im Hintergrund und auch hier plätschern immer wieder Wasserfälle über die Felsen. An der Westspitze der Halbinsel befindet sich ja der gleichnamige Gletscher. Der Snaefellsjökull (Schneeberggletscher) ist ein 1446 Meter hoher Vulkan. Der letzte Ausbruch war im Jahr 250 n. Chr. Trotzdem muss er zu den aktiven Vulkanen gezählt werden. Berühmt wurde der Vulkan dank Jules Verne. Als Einstieg zur “ Reise zum Mittelpunkt der Erde“ wurde bei den Dreharbeiten des Films der Krater des Snaefellsjökull gewählt. Um diese Jahreszeit sind allerdings die Strassen zum Berg nicht befahrbar.


Schliesslich gelangen wir zur Strasse 56 welche uns wieder in Richtung Stykkisholmur bringt. Auf der Passhöhe machen wir noch einen Fotohalt. Das Wetter hat sich etwas gebessert, die Sonne scheint. Dann holpern wir wieder den Alftafjördur nach hinten und auf der anderen Seite bis zur Abzweigung zu unserem Haus.
Übrigens, dieses Haus wurde 1980 gebaut und zwar in den Westfjorden. Gebaut wurde es von den Angestellten der Coast Guard. 2014 kaufte der jetzige Besitzer es und es wurde rund 120 km auf einem grossen Lastwagen an den heutigen Platz transportiert. Hier wird es noch laufend erweitert, verschönert und liebevoll gepflegt. Wir lieben dieses Haus. Es ist klein aber ganz schön.

Wieder zu Hause…

 

Zu Hause….. abends.

 

Unterwegs

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