Archiv | April 2019

Wie aus Korcula Ston wurde…

Kirche von Ston

 

Eigentlich wollen wir heute nach Korcula. Dann aber sehen wir das Kreuzfahrtschiff, welches Kurs auf den Hafen von Korcula nimmt und beschliessen, dass wir heute den Passagieren das Feld überlassen sollten.

Gassen von Ston, noch ohne Touristen

Also machen wir das Büssli reisefertig, lassen Tisch und Stühle am Platz und fahren in Richtung Ston. Ston liegt direkt am Eingang der Halbinsel. Bereits zur Zeit der Römer gabe es hier eine Siedlung und auch die Salzgärten stammen noch aus dieser Zeit.

Salinen, von der Mauer aus

Im 14. Jahrhundert wurde hier eine riesige Befestigungsanlage gebaut mit ca. 5 km Mauer. 1996 hat ein Erdbeben viel zerstört, aber das Ausmass der Befestigungsanlage ist immer noch gut sichtbar und man kann viele Teile begehen. Klar, auch hier werden Touristen mit dem Bus hingefahren, aber dank der Grösse verläuft sich die Menge. Die Meisten bleiben sowieso nur unten im Städtchen, der Aufstieg zu den Mauern und auf den Mauern selbst ist recht anstrengend.

Anfang der Mauer

Wir bezahlen 70 Kuna pro Person und machen uns auf den Weg, treppauf, treppab…Die Aussicht von oben ist super. Die Anlage umschliesst den ganzen Zugang zur Halbinsel Peljesac.

Verteidigung…

So war gewährleistet, dass niemand unerlaubt auf die Halbinsel gelangen konnte. Wir sehen uns gut 2 Stunden lang um und fahren wieder zurück.

Der Aufstieg

Bei Orebic wird das Auto getankt und der Kühlschrank gefüllt. Dann geniessen wir auf unserem Sonnenterrässchen ein Bier mit Aperogebäck und Sardellen. Zum Abendessen gibts was vom Grill.

 

 

 

 

Die Salinen von oben

 

Nevio Camping und Orebič

Gestern war unser Waschtag. Und dank des Windes und der Sonne konnte die frisch gewaschene Wäsche bereits nach 2 Stunden wieder eingeräumt werden.
Dann blieb noch genug Zeit, nach Orebič zu spazieren, sich eine Glacé und ein Bier zu gönnen. In der Nacht begann es zu regnen.
Und regnen tut es auch am Morgen. So bleiben wir etwas länger liegen und warten ganz einfach bis er aufhört. So gegen 8 Uhr ist dies der Fall. Leider ist der Himmel aber bedeckt und die Sonne zeigt sich sehr spärlich. Zudem weht ein kühler Wind. So gibts Frühstück im Bus. Danach gehen wir einkaufen. Nach dem Mittag zeigt sich die Sonne wieder und wir gehen wiederum nach Orebič. Diesmal fast alles dem Meer entlang. Orebič hat viele alte Häuser, zum Teil in einem schlechten Zustand. Wir schlendern durch enge Gassen, besuchen die Kirche, bewundern Orangen und Feigenbäume und essen wie gestern Glacé und geniessen vor dem Heimweg noch 2 Glas (je 0.125l) einheimischen Weisswein für umgerechnet 5 Franken.
Daheim gibts Würstchen vom Grill mit Brot und Paprika und Gurken und dann regnets wieder…

 

Und es geht weiter

2019-04-27 Stobrec – Orebic

Nach dem gestrigen Ruhetag (wir haben die nähere Umgebung des Campingplatzes erkundet und nochmals beim „Peperoncino“ Fleisch vom heissen Stein gegessen), gehts heute weiter.

Letzter Abend in Stobrec

Es ist ein Prachtstag. Blauer Himmel von links bis rechts und von oben nach unten. Gegen 10.30 Uhr checken wir aus und fahren auf der Landstrasse immer der Küste entlang in Richtung Dubrovnik. Das Projekt Insel Hvar haben wir fallen lassen. Erstens fahren nur sehr spärlich Fähren (es ist noch Vorsaison) und zudem haben aus dem gleichen Grund die meisten Campinplätze noch geschlossen. Unser Ziel heisst Orebic. Dieser Ort liegt auf einer Halbinsel ca. 30 km nördlich von Dubrovnik. Wir fahren durch unzählige Dörfer. Es hat auch sehr viele Rastplätze mit teils atemberaubenden Ausblicken.

Unterwegs

Ab und zu halten wir an, dann gehts wieder weiter. Da wir auf unserm Weg auf die Fähre verzichten (wir sehen sie grad abfahren…), führt der Weg durch Bosnien und Herzegowina. Zweimal Grenze, zweimal Ausweiskontrolle. Einmal raus aus der EU, einmal wieder rein.

Auch unerwegs

Bosnien und Herzegowina hat nur einen schmalen Meerzugang von einigen Kilometern. Wir kommen vorbei an einer fruchtbaren Ebene, überall werden Orangen und Zitronen verkauft. Ebenso Fruchtsäfte. Dann auf der Halbinsel Reben soweit das Auge reicht und überall Weinkeller, die zum Kaufen und Degustieren einladen. Autos fahren kaum auf der Strasse. Landschaftlich ist es sehr abwechslungsreich. Es gibt Berge, Rebberge, kleine Äcker. Wir geniessen es sehr. Gegen 14.30 Uhr sind wir dann am Ziel beim Camping Nevio. Wir werden mit einem Golfwägeli zu den einzelnen Plätzen gefahren. Das heisst wir nehmen grad den ersten und schönsten.

Blick von unserem Platz aus

Unser Büssli steht auf einer kleinen Terrasse und wir überblicken die ganze Bucht mit den Inseln Mljet und Korcula. 200 Meter von unserm Standplatz entfernt kann man im Supermarkt alles einkaufen und der Ort Orebic ist zu Fuss in 20 Minuten zu erreichen. Und heute wird zum 1. Mal selbst gekocht. Das Restaurant ist nämlich noch geschlossen. Wir richten uns gemütlich ein, geniessen den Ausblick und die Sonne und beschliessen den Abend mit einem Gläschen Wein.

Egonmobil ist angekommen

Split

Im Hafen von Split

Heute frühstücken wir draussen. Es ist angenehm warm. Dann, gegen 10.30 Uhr, machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Bus Nr. 60 soll uns in die Innenstadt fahren. Kaum sind wir an der Haltestelle, kommt der Bus auch schon und innerhalb von 30 Minuten sind wir dann am Ziel. Split ist voll mit alten Bauten teils aus der Römerzeit. Einiges ist recht gut erhalten, anderes verwittert, zerfallen. Am imposantesten ist sicherlich der Palast des röm. Kaisers Diokletian. Eine Riesenanlage welche allerdings schon längst überbaut und umgebaut ist.

Skyline von Split

Die Grundstruktur ist noch gut erhalten, ebenso die unterirdischen Gewölbe. Wir sind ein wenig enttäuscht und haben es uns auf Grund etlicher Beschreibungen etwas schöner, etwas monumentaler vorgestellt. Wir schlendern durch die engen Gassen, vorbei an unzähligen Bars, Restaurants, Läden. Es hat ziemlich viele „Schlenderer“ wie wir. Überall kann man „Citywalkingtours“ buchen, an jeder Ecke lauert der gestresste Japaner, stets bereit, dich zu rammen. Aber wir finden auch die menschenleeren, ruhigen Gassen.

Irgendwann gönnen wir uns Glacé, sitzen am Meer und beobachten das bunte Treiben.

Vermutlich ein Gebäude

Schliesslich gehen wir zum Fährhafen und stellen fest, dass er ziemlich unübersichtlich ist und wir erwägen eine mögliche Abfahrt nach Hvar von einem anderen Ort aus.

Wieder zurück bei der Altstadt, beschliessen wir kurzentschlossen, ein Sightseeingschiff zu besteigen.

Auf dem Schiff

90 Minuten Fahrt vor der Küste Splits. Gesagt, getan und Leinen los. Wir sitzen ganz oben, erhalten eine Decke und ein Glas (Becher) Weisswein. Ab und zu kommt die Reisebegleiterin und erklärt uns das zu Sehende. So fahren wir am Wasserballstadion vorbei, sehen Titos Villa, umrunden eine Landzunge mit dem ozeanografischen Institut, sehen das tolle Fussballstadion des Fc Split und sogar noch 3 alte Felskirchen. Wir winken den Sonnenanbetern des Kreuzfahrtschiffes „Arcadia“ und kommen etwas durchfroren, aber gut gelaunt wieder am Pier an.

Nun wollen wir noch das Mausoleum von Diokletian besuchen. Leider geschlossen, es findet grad eine Messe statt. So gehts weiter. Wir finden noch weitere Ecken, Gassen und Plätze und gegen 17 Uhr essen wir auf dem Trg Republike.
Für den Rückweg gönnen wir uns ein Taxi. Erst harzt die Unterhaltung etwas, da der Fahrer nicht so gut Englisch und auch nicht Deutsch spricht. Aber Tschechisch klappt wunderbar und so entwickelt sich ein angeregtes Gespräch.
Den Abend verbringen wir lesend und häkelnd im Bus bis dann um 21.30 Uhr die Lichter gelöscht werden.
Und hier noch Eindrücke vom Diokletianpalast:

Auf in die Sonne – auf nach Split

2019-04-24 Moscenicka Draga Split

Leider müssen wir im Regen alles einpacken. Aber der Platz war schön, bei Sonnenschein wärs halt ein wenig schöner gewesen.

Wir fahren in Richtung Rijeka, tanken in Opatija und fahren dann auf die Autobahn in Richtung Süden. Die Autobahn führt uns im Landesinneren zuerst nach Osten.

Unterwegs..

Es regnet und ist sehr neblig. Nach ca. 1 Stunde Fahrt klart es auf und die Sonne zeigte sich, erst scheu, dann kräftig. Wir fahren durch eine Hügellandschaft mit weiten Ebenen dazwischen. Alles so auf 500-700 müM. Es hat kaum Autos auf der Strasse und auch keine Dörfer. So „fressen“ wir die Kilometer, wechseln uns beim Fahren ab und erreichen dann kurz vor 14.30 Uhr die Mautstelle in Spit. Beim Warten wechseln wir ein paar Worte mit Schweizer, die auf dem Weg zum Flughafen sind. Für die rund 400 km Autobahn bezahlen wir rund 45 Franken Maut.

Auch unterwegs….

Schon bald sehen wir die Stadt Spit, umfahren sie nördlich und kommen zum Camping. Der uns zugewiesene Platz gefällt uns und wir schauen mal, wies weiter geht.

Blick von unserem Platz aus

Fleisch

Regentag

Der Regen geht den ganzen Tag weiter. Mal regnets mehr, mal etwas weniger. Wir beschliessen, hier zu bleiben und einen Ruhetag einzuschalten. Erst gegen 10 Uhr gibts Frühstück. Danach wird gelesen, gehäkelt, gefaulenzt.
Gegen 13 Uhr lässt der Regen etwas nach wir machen uns auf den Weg und erkunden die Gegend und das Dorf. Es gibt einen schönen Weg dem Meer entland. Man sieht die typischen Badebuchten: Steinterrassen mit Einstieg ins Meer. Wir spazieren durch einen alten Wald, vielleicht war es einmal ein Botanischer Garten. Überall hat es Bänke zum Ausruhen, aber heute ist das Wetter nicht so freundlich. Wir spazieren dann noch in die andere Richtung. Als der Regen wieder stärker wird, kehren wir um und kaufen noch ein paar Dinge im Konsum ein.
Heute werden wir nochmals essen gehen und morgen fahren wir dann nach Split (so zumindest der Plan).

Auf nach Kroatien!

2019-04-22-Ora-Moscenicka Draga

Nach einer guten Nacht in der die Frösche laut quaken, der Hahn um 4 Uhr in der Früh zu krähen beginnt, der Stundenschlag der Kirchglocken jedoch abgestellt ist, frühstücken wir draussen und machen uns gegen 9.45 Uhr auf den Weg.
Unser Erstaunen ist gross weil wir merken, dass offensichtlich Kroatien, Slowenien, Serbien usw. gemäss VW Navigationssoftware nicht zu Europa gehören. So machen wir uns auf den Weg ins Niemandsland, ohne Navi … ein Abenteuer bahnt sich an.
Bis zur Grenze sagt uns noch die nette Dame aus dem Lautsprecher wos lang geht, danach fahren wir in das endlose Weiss auf dem Bildschirm. Naja so abenteurlich machen wir es doch nicht, wir haben ja noch Handy und iPad.

Hic Sunt Leones: VW Navi nixe wissen.

So passieren wir die Grenze zu Slowenien, fahren auf Nebenstrassen in Richtung Rijeka (Kroatien). Die Landschaft erinnert uns sehr an tschechische Landstriche. Sanfte Hügel wechseln mit Wäldern und Tälern.
An der kroatischen Grenze gibt’s Stau, die Zollbeamten wollen jeden Ausweis prüfen. Aber schliesslich schaffen wir auch dies und fahren weiter auf der Autobahn in Richtung Rijeka. Wir haben uns nördlich von Opatija (auf Istrien) einen netten kleinen Camping ausgesucht. Bei unserer Ankunft stellen wir jedoch fest, dass er geschlossen ist. Ein hilfsbereiter Mann weiss, dass nur ein paar Kilometer weiter ein guter Camping ist, der sicher offen ist. Nun, so sicher sind diese Angaben nicht. Und wir sind dann einige Minuten später sicher, dass er nicht offen ist. Also fahren wir weiter und landen dann im Autocamp Draga im netten Dorf Moscenice. Der Besitzer zeigt uns einige freie Plätze und schon bald haben wir uns entschieden und stellen unser Büssli auf. Das Wetter ist angenehm und in der nahem Kobona trinken wir 2 grosse Bier für 39 Kuna, spazieren danach zum Meer und essen dort Lammkotelettes mit viel Zwiebeln (scharf!!!!) und gut gewürzten Kartoffeln. Dazu gibts etwas Hauswein und danach noch einen kleinen Espresso. Es schmeckt wunderbar
In der Nacht beginnt es dann zu regnen.

Unterwegs in Südtirol

Die Alternative zum Gotthard

2019-04-21-Ormalingen-Ora

2019-04-21 Ormalingen bis Ora

Heute stehen wir früh auf, sehr früh und sind um 5.30 Uhr bereits in der Kirche Buus. Das Osterfeuer brennt. Nach und nach kommen die Leute. Der kleine Chor singt vor, die Leute singen mit. Ein stimmungsvoller Gottesdienst zuerst draussen beim Feuer und dann drinnen in der Kirche. Danach gibts noch einen kleinen Brunch und gute Gespräche und gegen 8.45 Uhr fahren wir dann in Ormalingen ab in Richtung Autobahn. Es hat kaum Verkehr. Wir passieren Zürich, fahren Richtung Chur, Klosters. Durch den Vereina verladen wir. Wir kommen kurz vor 11 an und der Zug fährt um 11.05 ab. Das war die richtige Planung. Wir beschliessen dann weiter zu fahren und im Hotel „il Fuorn“ am Ofenpass einen Kaffee zu trinken. Die Sonne wärmt wunderbar, wir sitzen draussen umgeben von Schneehaufen, blauem Himmel und gutgelaunten Leuten.

Capucino im Nationalpark

Capucino im Nationalpark

Kurz nach 12 fahren wir weiter, hinauf zum Ofenpass und wieder runter durch Tschierv, Santa Maria, Müstair. Es ist traumhaft, hat kaum Verkehr, so richtig entspannend.

Auch durchs Vinschgau kommen wir problemlos. Überall blühen die Aprikosen und Apfelbäume. Ein Blütenmeer so weit das Auge reicht.

Il Fuorn1

Il Fuorn

Gegen 14.30 Uhr sind wir dann in Auer und bekommen auf dem Campingplatz einen netten Platz zugewiesen.

Der Camping liegt idyllisch zwischen den Rebstöcken. Eigentlich ganz gut. Die sanitären Anlagen sind ebenfalls vorbildlich. Wir sind hier die einzigen Schweizer, dann gibt es noch einen weiteren „Ausländer“, einen Italiener. Die anderen sind alles „Einheimische“ mit einem „D“ hinten auf dem Auto 🙂

Wir richten uns ein, gehen ein Bier trinken und dann gibts noch eine Abkühlung im Swimmingpool.

Heute wird auch nicht gekocht. Wir essen im Hotelrestaurant. Einmal Wienerschnitzel und einmal Hirtenmakkaroni. Dazu etwas Hauswein und vorneweg ein Glas Prosecco. Die Ferien haben super gut begonnen.

Ora

Platz in Ora