Kaiserwetter und ein spannender Ausflug

Der Morgen beginnt etwas verhalten. Einige Wölkchen tummeln sich noch vor der Sonne. Aber je länger der Morgen desto blauer wird der Himmel. Um 10.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Fähre nach Korčula. Bevor wir auf den Standweg einbiegen, erschrecken wir eine stattliche Schlange, die auf dem Weg die Sonne genossen hat. Naja vielleicht sind wir etwas mehr erschrocken… Die Schlange ist auf alle Fälle im Gras verschwunden und wir setzen unsern Weg fort. Gegen 11.15 sind wir bei der Fähre und können bald einsteigen. Wir bezahlen 24 Kuna (4.-) für beide für einen Weg. Die Fähre füllt sich gut und mit etwas Verspätung legen wir ab. Die Fahrt dauert ca. 15 Minuten. Die Stadt Korčula präsentiert sich im schönsten Sonnenschein. Alte Mauern, alte Kirchen, enge Gassen. Die Insel blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die ältesten Funde reichen 4000 Jahre zurück. Die Griechen waren hier, genauso wie die Römer. Lange Zeit hatten die Venezianer das Sagen. Später waren sogar die Habsburger auf der Insel, dann die Franzosen. Auch Italien und die Engländer mischten munter mit. Während des 2. Weltkrieges wird die Insel von der deutschen Wehrmacht besetzt. Die bewegte Vergangenheit endet erst 1995 mit dem Ende des Unabhängigkeitskriegs.

Korčula Stadt bezaubert durch seine engen Gässchen. Im Zentrum steht die grosse gotische Kirche. Wir bezahlen die 30 Kuna Eintritt (warum muss man immer Eintritt bezahlen in Kirchen?!?) und betreten ein schönes altes Gebäude. Es hat sogar eine Empore mit Orgel.

Wir schlendern durch die Gassen, schauen hier und dort in die Geschäfte. Wir kaufen auch ein paar Mitbringsel. Es hat wirklich schöne Sachen. Korčula ist etwa 20% teurer als das Festland. In manchen Geschäften kann man mit Kreditkarten bezahlen, aber oft ist Cash gefragt. Aber das ist hier in ganz Kroatien kein Problem. Ca. alle 20 Meter steht ein Geldautomat. Steht man auf einem Platz und dreht sich einmal um die eigene Achse, dann sieht man garantiert mindestens 4 davon. Auch wir machen Gebrauch davon. Nach einer kleinen Stärkung mit Pršut, Knoblibrot und Weisswein schlendern wir weiter durch die Altstadt und beschliessen, hier noch zu bleiben und erst um 19 Uhr mit der letzten Fähre zurück zu fahren. So geniessen wir die Sonne, essen noch Čevapčiči, trinken einheimische Rotwein und fahren dann um 19 Uhr wieder nach Orebić. Es hat nur noch wenige Mitfahrende, welche mit uns den kühlen Wind und die Abendstimmung geniessen.

Gegen 20.15 sind wir wieder „zu Hause“.

Morgen gehts weiter. Wir haben zwar einen Plan wohin, aber wer weiss…

Eine Antwort zu “Kaiserwetter und ein spannender Ausflug”

  1. SONJA ZIMMER sagt :

    Ein wunderschöner, informativer Reisebericht mit tollen Bildern.

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