Evolène Chemeuille

Unsere netten Nachbarn aus Brig reisen ab und wir machen uns auf den Weg zur Talstation des Sesselliftes in Evolène. Wir wandern wie immer dem Borgne entlang und erreichen Evolène nach knapp 40 Minuten. Es ist ziemlich heiss. Nun steht uns noch ein ca. 2 km langer Aufstieg nach Lannaz zur Talstation bevor. Aber, bei der Tafel des Télé Evolène steht rot und deutlich „FERME“. Wir setzen uns auf eine Bank, ich telefoniere Mal. Ja, der Sessellift sei „en Panne“ wegen des Unwetters von gestern, désolé! Aha…

Sessellift läuft schlussendlich

Wir bleiben mal auf der Bank sitzen und sinnieren über Gott und die Welt und was man jetzt so machen könnte. Nach ca. 20 Minuten hält ein schwarzer Pickup neben der Tafel und der nette Mann stellt das Schild auf „ouvert“. Wir fragen nach und er erklärt uns, dass er den Lift geflickt habe und auf Anfrage dürfen wir sogar in sein Auto steigen und er fährt uns zur Talstation.

Blick Richtung Bec de Bosson. Vitogaz wäre für die Küche vorgessehen

Unterwegs erzählt er uns, dass er eigentlich in Montreux wohne, hier aber eine Hütte habe und als technischer Beauftragter verantwortlich sei, dass die Bahn läuft. Glücklich meint er, dass er das schönste Büro der ganzen Welt habe und er ja auch als Pensionär noch gut Bescheid wisse.
Oben angekommen besteigen wir den Sessel, der uns in ca. 10-12 Minuten gemächlich steil nach oben bringt. Nun klappt es doch noch mit dem Zmittag auf gut 2100 Metern! Nebel und Wolken wechseln mit Sonnenschein. Mal ist der Dent Blanche weg, das Matterhorn auch, dann wieder da. Ein tolles Spiel!
Wir setzen uns ins Restaurant und wollen essen. Nun, die Küche sei nicht offen heute wegen der Panne, aber Aptikosenkuchen oder Glace wären erhältlich, désolé…

Das “Restaurant” will unser Geld nicht


Grummel, grummel und die Käseschnitte???
Also bleiben wir mit Rivella, Aprikosenkuchen und Espresso mal über 1h auf der Sonnenterrasse sitzen. Danach spazieren wir noch etwas nach oben und bewundern die Berge.
Gegen 15 Uhr hat uns die Bahn wieder nach unten gebracht und wir nehmen den Heimweg unter die Füsse.
Beim Camping haben wir Durst. Das Restaurant hat geschlossen! Der Campingwart verkauft uns 2 kleine Bier und ist „désolé“ wegen des Restaurants, er habe kein Personal…
Unser heutiger Tag verlief zwar nicht wie geplant, hatte aber dennoch einige Highlights und wir sind zufrieden und müde.

Pic d’Artsinol (irgendwo auf dem Bild)

Blick auf Evolène im Hintergrund Dent Blanche und ein Stückchen Matterhorn…

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