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Midsommar

Die Nächte kurz und lang der Tag,

Weshalb ich heut nicht schreiben mag.

Die Sonnenwende wir feiern heut,

Drum gibts auf den Strassen sehr viel Leut.

Alte, Junge und die ganz Kleinen,

Alle sind heut auf den Beinen.

Essen, feiern und viel lachen

Alles andere wir später machen!

Weiter geht’s

2019-06-20-Helsinki-Savonlinna

399 km liegen vor uns. Wir starten gegen 9.30 Uhr. Das Wetter schön und warm. Ohne grössere Probleme finden wir aus Helsinki raus und fahren dann durch endlose Wälder, vorbei an Seen. Einmal machen wir kurz Pause auf einem unattraktiven Parkplatz, vertreten uns kurz die Beine und essen etwas Kleines. Etwas später machen wir halt in einem hübschen Café und trinken Kaffee dazu gibts ein süsses Hefegebäck.

Savonlinna

Kurz vor 15 Uhr sind wir dann am Ziel, checken ein, packen aus und wollen in die Stadt. Da es aber grad zu regnen beginnt, trinken wir erst ein Bier im Hotelrestaurant und weils weiter regnet schliesst das Abendesden gleich an. Dazu gibts mal ausnahmsweise eine Flasche Rotwein. Der Fisch (Felche) auf Gemüse mundet hervorragend.

Felche auf Gemüse

In der Zwischenzeit schein wieder die Sonne und wir spazieren in die Stadt. Die Sonne hat viel Kraft, die Menschen spazieren mit uns dem Seeufer entlang. Es ist echt entspannend.

Am Seeufer

Suomenlinna

Die Fähre in Suomenlinna

Ein Fort, verteilt auf 6 Inseln. In der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde es als Verteidigung des Königreichs Schweden gegen Osten gebaut. Anfangs 19. Jahrhundert eroberten es die Russen, um so den Schifffahrtsweg nach St. Petersburg zu sichern. 1918, ein Jahr nach der Unabhängigkeit Finnlands, übernahm der finnische Staat die Befestigungsanlagen. Heute gehört Suomenlinna zu den meist besuchten Attraktionen Finnlands und ist Unesco Weltkulturerbe.

Auf der Insel

Auch wir fahren heute nach Suomenlinna. Um 10.30 Uhr legt das Schiff ab, knapp 15 Minuten später sind wir am Ziel. Und weils eben zu den meist besuchten Attraktionen zählt, das Wetter zudem sonnig und warm ist, sind wir nicht alleine. Suomenlinna ist durchzogen von Tunnels, Mauern. Aber da alles schon lange nicht mehr in Betrieb ist, hat sich die Natur vieles zurück erobert. Überall wachsen Blumen, und Gänse mit ihren Jungen watscheln auf der Suche nach Nahrung über die Wiesen. Diese Weisswangengänse sind Sommergäste hier in Finnland. Überwintern tun sie in Holland und auf den britischen Inseln.

Natur…

Trotz der vielen Besucher ist es sehr beschaulich. Wir finden immer mal wieder ein ruhiges Plätzchen mit toller Aussicht. Man kann durch Gänge in den Mauern gehen oder auf die Mauern steigen. Ich kann mir vorstellen, dass die Kinder der rund 800 ständigen Bewohnern hier wunderbar Verstecken spielen können. Hoffentlich werden wieder alle gefunden…

Pizzeria

Gegen 13 Uhr meldet sich der kleine Hunger und der grössere Durst. Bier und eine Pizza (Die beste Pizza in Finnland! Na ja, es war auch die erste…) zum Teilen verhindern Schlimmeres. Gestärkt schlendern wir weiter und gegen 14 Uhr sitzen wir wiederum im Schiff in Richtung Festland. Wir kommen ins Gespräch mit einem jungen Mann aus Zürich. Er wird 2×3 Wochen in Finnland auf einer Farm helfen.
Wieder zurück in Helsinki besuchen wir die alte Markthalle aus dem Jahr 1889. Soooo viele feine Sachen: Fisch in allen Variationen, Brot, Käse, Süsses… Und alles sehr schön präsentiert.

Alte Markthalle

Für den Heimweg nehmen wir den Hoponhopoffbus. Das dauert zwar etwas länger aber wir ersparen uns so ungefähr den halben Fussmarsch.
Zum Abendessen gibts Pfeffersteak und für mich ein halbes Kilo Shrimps mit Frühlingskartoffeln.
Morgen fahren wir weiter nach Savonlinna.

 

Eindrücke der alten Festung:

Helsinki zum 2.

Helsinki Hafen beim Marktplatz

Hop-on-hop-off
Heute holen wir unsere City Card und besteigen um 9.40 den Bus bei der Kathedrale. Während rund 90 Minuten erhalten wir Informationen an verschiedenen Stationen. Zuerst fahren wir in Richtung Kaivopuisto Park. Dort befinden sich viele Botschaften. Weiter gehts durch den Stadtteil Eire wo es viele noble Häuser meist aus dem frühen 20. Jahrhundert gibt. Am Ufer der Baltischen See werden, wie in alten Zeiten, Teppiche gewaschen.
Schliesslich hält der Bus im Westhafen, wo 2 grosse Kreuzfahrtschiffe ankern. Es ist noch früh, so kommen keine Leute mit von da (zum Glück!). Nun fahren wir nordwärts vorbei am Einkaufszentrum Kamppi, der Felskirche, dem Sibeliusdenkmal bis wir beim botanischen Garten sind. Dann vorbei am ehemaligen Olympiastadion (die Spiele fanden 1952 statt) und dann gehts wieder Richtung Süden zurück zum Ausgangspunkt. Wir fahren die ganze Tour ab, ohne auszusteigen.

„Unser“ Rundfahrtschiff

Beim Marktplatz gönnen wir uns Kaffee und ein Munkki (Gebäck mit viel, viel Zucker). Gestärkt besteigen wir dann gegen 12 Uhr ein Schiff (ebenfalls im Preis der Citycard enthalten) welches uns rund 90 Minuten vor der Küste Helsinkis herumfährt. Auch hier erfahren wir viel Wissenswertes. Wir fahren auch an den Festungsinseln Suomenlinna vorbei.

Festung Suomenlinna

Besonders interessant war die Rolle Finnlands während der Weltkriege und während des kalten Krieges. Mit viel Umsicht, Charme und Wille hat das kleine Finnland sich zwischen dem Westen und Osten behauptet. Die kleine finnische Armee hat die grosse Übermacht aus Russland mit List und Scharmützeln zur Verzweiflung gebracht. Auch sehr unterhaltsam in den Romanen unseres finnischen Lieblingsautors Arto Paasilinna nachzulesen.

Baltisches Meer

Zum Glück haben wir unsere Windjacken mitgenommen. So können wir es auch mit dem kühlen Wind sehr geniessen.
Wieder an Land schlendern wir durch die Marktstände. Es gibt ausser Lebensmittel auch Handwerk (sehr schöne Dinge) und Essensstände. Den kleinen Hunger stillen wir mit einem Bratwursthotdog.

Der Markt

Nun gehen wir zur orthodoxen Kirche. Es ist die Grösste in Westeuropa für rund 130’000 Gläubige. Wie alle orthodoxen Kirchen sowohl schlicht als auch prunkvoll.
Zum 2. Mal besteigen wir den Hop-on-hop-off Bus. Diesmal steigen wir bei der Felskirche aus. Ein unscheinbarer Eingang und ein imposanter Rundbau in den Fels gehauen mit einer prächtigen Kuppel. Es herrscht emsiges Treiben. Viele junge Menschen versammeln sich und wir hören uns einen Teil der Proben eines Honor choirs aus den USA an. Es klingt wundervoll!!!!
Zu Fuss spazieren wir zum Einkaufszentrum Kamppi, geniessen mit vielen andern ein Bier an der Sonne. Die Finnen geniessen das sonnige, warme Wetter. Die Stadt ist voll mit fröhlichen Menschen. Generell erleben wir die Finnen als sehr entspannt.

Eisbrecher auf Sommerurlaub

Langsam wird es Zeit zum Essen. Wir beschliessen in der Nähe des Hotels im „Hampton Bay“ zu essen. Die Lage ist perfekt. Wir setzen uns draussen auf der Terrasse zu 6 Finnen und bestellen. Die Getränke erhalten wir recht schnell. Dann beginnt das grosse Warten. So nach gut 30 Minuten (es waren eher 40) fragen wir mal nach und auch die Frau neben uns beschwehrt sich. „es sei eben viel los…“. Als das Essen dann nach 1h kommt, ist es kalt. Schade!
Zu Hause lesen wir dann ein paar Beurteilungen über das Restaurant. Viele tönen ähnlich…

 

Die Orthodoxe Kirche:

Und die Felskirche:

Auf nach Helsinki

Wir stehen früh auf und fahren um 7 Uhr los in Richtung Zürich-Flughafen. Die Unfälle sind alle in Richtung Bern und so erreichen wir nach 75 Minuten das Parkhaus. 15 Minuten später sind unsere Koffer abgegeben und um 10.20 Uhr steigen wir ins Flugzeug der Finnair. Der Flug ist ruhig, die Sitze etwas hart und eng, aber nach 2.5 h sind wir da, unsere Koffer auch und kurz darauf sitzen wir im Mietauto, einem Subaru Forester und fahren in Richtung Helsinki Zentrum. Das Aussenthermometer zeigt 25 Grad. Im Hotel angekommen, beziehen wir unser Zimmer, stellen das Auto in die Tiefgarage und machen uns dann auf den Weg zu einem Bier. Die Hotelhalle ist überfüllt, wir flüchten nach draussen und finden schon bald ein nettes Restaurant. Das finnische Bier schmeckt nicht schlecht und dazu bestellen wir dann noch 2 Ochsenfilets mit Gemüse, Kartoffelgratin und Pfeffersauce. Sehr lecker!
Gesättigt machen wir uns auf den Weg zum Hafen und Marktplatz. Eigentlich wollen wir den vorbestellten Citypass abholen, aber die haben nur bis 16 Uhr geöffnet. Jänu… Dann eben morgen.
Es ist viel los in der Stadt. Die Leute sitzen in der Sonne, trinken Wein, Bier, Aperol Spritz.
Wir schlendern vorbei an vielen schönen neoklassizistischen Häusern. Auf den Strassen gibts Pflastersteine. Bevor wir wieder zurück gehen, besteigen wir noch das Riesenrad und geniessen eine tolle Aussicht. Zurück im Hotel legen wir mal die Beine hoch und planen für morgen.