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Sonntag – Markttag – Waschtag

Heute ist wieder Markt in der Stadt, Lebensmittel und viele andere Dinge für den täglichen Gebrauch kann man kaufen. Die Stadt ist voller Leute welche kaufen, probieren, schwatzen. Auch wir kaufen ein paar Dinge ein: Nochmals die feine Seife und ein Duschmittel aus dem Seifenladen an der Ecke. Dann einiges an Früchten und Gemüse etwas später noch einen Ziegenkäse. Pavel kauft sich einen Gürtel. Schade wohnen wir nicht hier sonst hätten wir die 6 tollen Holzstühle für € 120 auch noch gekauft. Es sind wirkliche Schmuckstücke…aber eben…

Auch am Strand viele Leute…

Das Gedränge ist gross, man kommt kaum durch und irgendwann haben wir genug und gehen zurück zum Camping. Dort packen wir alle die guten Sachen aus und verstauen sie. Dann sammeln wir die Wäsche zusammen und füllen die Waschmaschine. Mit € 6 ist man dabei, Waschmittel inklusive. Nach 40 Minuten ist die Maschine fertig mit waschen und schon bald flattert unsere Wäsche im Wind und trocknet innert kürzester Zeit.

Gegen 16 Uhr schlendern wir dem Meer entlang in Richtung Stadt. Beim Bouleplatz wird eifrig gespielt. Wir beobachten die Spieler eine Weile und versuchen die Regeln zu ergründen. In der Stadt angekommen,  gönnen uns 2 Glacés und etwas später 2 pressions (Grimbergen).

Wieder zu Hause gibt’s Hacksteak und Kartoffelsalat und zum Dessert haben wir in der Bäckerei noch 2 süsse Stückli erstanden. Morgen wird unser letzter Tag hier sein. Dann geht es weiter.

Flohmarkt? Ja? Nein?

Auf dem Hauptplatz der Stadt Mèze, dem Place Aristide Briand, soll laut Avis der Polizei am Samstag ein Flohmarkt stattfinden. Wir stehen in den Startlöchern und gehen so gegen 10.30 Uhr los. Kurze Zeit später stehen wir auf dem besagten Platz, von Flohmarkt keine Spur. Wir lesen die Anzeige nochmals und kommen zum Schluss: Wir haben recht und die andern haben es verpennt. Da wir uns vorgenommen haben, in der Stadt zu Mittag zu essen, sind wir etwas ratlos und gehen kreuz und quer durch die Gassen: Rue Paul Entrèric rauf, dann quer in die Rue Garibaldi, vorbei an der Crédit Agricole du Languedoc, via Rue Sadi Carnot zur Rue Victor Hugo dieser entlang bis zum Camping. Dort suchen wir kurz die Toiletten auf bevor wir beim Chemin du Moulin à vent in Richtung Hotel de Thau gehen, bei der Pharmacie scharf in den Boulevard du Rampart abbiegen, diesem entlang bis zum Chemin de l‘ ètang folgen und zum Boulevard du port kommen. Dazwischen machen wir immer wieder Halt und haben uns gegen 13 Uhr das Essen in einem gepflegten Hafenrestaurant redlich verdient.

Vorspeise…

Hauptgang…

Dessert

12000 Schritte

Heute wird wieder länger geschlafen und gemütlich zmörgelet und erst nach 12 Uhr gehen wir in Richtung Stadt.
Wir spazieren wiederum dem Etang entlang bis zum Hafen. Dort schauen wir uns die Menükarten der verschiedenen Restaurants an. Weil wir morgen vielleicht zu Mittag essen gehen wollen. Wir „arbeiten“ uns rund um den Hafen vor und gehen dann weiter immer dem Wasser entlang. Dies scheint die Gegend der etwas reicheren Leute zu sein. Tolle Häuser mit Blick aufs Wasser, mit grossen Gärten und Alarmanlagen. Man sieht das andere Ufer des Etangs kaum. Wir setzen uns auf eines der vielen Bänklis und geniessen den Blick und die Sonne. Zwei Schnorchler sammeln unermüdlich irgendetwas im Wasser. Später sehen wir wie einer von ihnen einen grossen Korb mit Schnecken ans Land bringt. Bon appetit!
Nach dieser längeren Wanderung kommen wir wieder zurück in den Hafen und beschiessen noch etwas zu trinken. Mit Grimbergen blonde und einem Glas Rosé stossen wir auf unsere Ferien an. Das Restaurant liegt direkt an der Strasse und wir sitzen in der Frontreihe. So beobachten wir die Fussgänger, die es fast alle schaffen seelenruhig zwischen den beiden Zebrastreifen über die Strasse zu gehen. Wir sehen die Autos wie sie kreuz und quer scheinbar planlos von links nach rechts und von hier nach dort fahren. Auch ein Baselbieter fehlt nicht in diesem Gewusel. BL xx (ja zweistellige Nummer!) fährt fast falsch, dann richtig, aber nicht überzeugend über die Kreuzung, die Franzosen nehmen es gelassen. Mais wui, ça va :-).
Zu Hause wird gekocht, Lachs mit Kartoffeln und zum Dessert gibt es Erdbeeren aus Spanien. Dann wird die gute Flasche Karmeliter aus Württemberg „geopfert“. Prost nach SHA und in die Schweiz.

Markttag in Mèze

Gegen 10 Uhr gehen wir los. Heute ist Donnerstag, also Markt in der Stadt.
Es hat viele Leute und es gibt (fast) alles: Honig, Kräuter, Fleisch, Wurst, Meerestiere, Gemüse, Früchte, Schuhe, Kleider….
Wir geniessen solche Märkte immer sehr. Das Karussell und die anderen Vergnügungsstände sind auch offen. Da werden Wachteln gekauft, Muscheln, Schnecken. Dort Spargeln, Salat, Zwiebeln, Tomaten. Die Kinder wollen Wasserpistolen, Plüschtiere. Honig kann degustiert werden, Wurstscheiben liegen verführerisch auf kleinen Platten. Man kann probieren und einkaufen.
Wir kaufen Aprikosen und Nektarinen aus Spanien, Honig von hier, Seife aus Marseille, Garn für Doris Häkelarbeiten und Würste. Wir dürfen probieren, entscheiden uns für 2 Sorten und erhalten noch eine 3. Sorte gratis dazu.
Gegen Mittag sind wir wieder zu Hause und essen Früchte. Der Wind bläst sehr stark aber es ist sehr warm. Die Möwen geniessen diesen Wind und segeln majestätisch durch die Luft. Die Schwalben zischen blitzschnell durch die Luft und „plöiderle“ miteinander. Etwas Mühe haben die Elstern. Die fliegen auch ohne Wind nicht wirklich schön. Aber mit Wind sieht das wirklich sehr komisch aus.
So wohnen wir ein wenig und gehen gegen Abend nochmals in die Stadt. Vorbei an den vielen Boulespielern, kaufen noch ein Brot und geniessen Würstchen à la provençale mit frischem Brot und Gurken und Früchten.

Mèze

Étang de Thau

Die Nacht war kalt, wir haben gegen 6 Uhr morgens geheizt. Dann gegen 8.30 Uhr war unser Bus in der Sonne und wir sind aufgestanden und haben uns aufgewärmt. Nach dem gemütlichen Frühstück in der Sonne sind wir dann um die Mittagszeit in Richtung Méze spaziert.

Fischerhafen von Mèze

Wir waren ja schon vor einem Jahr hier und so haben wir uns immer überlegt was wir als nächstes sehen werden. So sind wir bis zum Hafen geschlendert. Es war wenig los in der Stadt. Es hat noch wenig Touristen und die Franzosen waren alle beim Mittagessen. Gegen halb zwei haben wir uns in ein Cafè gesetzt 2-mal Crème brûlée und 2 Schweppes bestellt und dies genüsslich verspachtelt.

Jachthafen von Mèze

Danach sind wir durch die engen Gassen der Stadt geschlendert und haben uns über Blumenfenster und schöne Verzierungen gefreut bis wir dann bei der Markthalle wieder auf etwas Leben gestossen sind.

Mèze

Gestern war in der Stadt ein Blumenumzug mit Kirmes. Die verschiedenen Stände und Bahnen für Kinder öffnen gegen 15 Uhr wieder und es herrscht ein buntes Treiben. Wir entdecken ein altes Schloss mit einem schönen Garten und bleiben ein wenig dort, danach suchen und finden wir das Geschäft wo wir letztes Jahr die gut duftenden Shampoos gekauft haben. Er öffnet um 15 Uhr. Also setzen wir uns auf eine Bank und warten. Gegen 15.30 Uhr ist der Laden dann offen und wir decken uns mit 6 Flaschen Shampoo und Dousche von „le serail“ mit Honig und Lavendelduft ein (kann man zwar auch im Internet bestellen zu fast demselben Preis, aber hier einkaufen macht mehr Spass). Wir erhalten noch ein kleines Cadeaux in Form einer duftenden Seife. Nun werden wir sicherlich besser schlafen.

Schlossgarten

Danach schlendern wir wiederum am Meer entlang zurück zum Campingplatz, kaufen danach noch ein paar Dinge im Supermarkt und geniessen Magret de Canard mit Orangen, Kiwi, Gurke und Hörnlisalat und dazu etwas Rosé. Der Abend endet so sonnig wie der Morgen begonnen hat.
Morgen geht’s auf den Markt nach Mèze.

Angewandte Botanik

 

Unser nächstes Boot

Auf nach Mèze

2018-05-01-Frejus – Meze

Heute wird unser rollendes Daheim wieder fahrbereit gemacht. Das Auto ist voller Staub und Pollen, abwischen zwecklos. Gegen 11 Uhr fahren wir los, natürlich in die falsche Richtung. Aber nach 500 Metern drehen wir um und schon geht’s in die richtige Richtung. Wir beschliessen bis Toulon der Küste entlang zu fahren. Das dauert zwar etwas länger, ist aber schöner. Es ist 1. Mai, überall gibt es Märkte, Blumenstände mit Maierislisträussen und viele Leute. Aber es geht vorwärts. Eine Zeitlang geht die Strasse der Küste entlang. In Port Grimaud fahren wir (aus Versehen, aber psst nicht weiter sagen) ein wenig durchs Landesinnere. Vorbei an Weingütern und Ginstersträuchen. Wir fahren über kurvige Pässe (192müM) und durch enge Dörfer. Wir sind nicht immer auf der von uns erwarteten Strasse, aber wir fahren immerhin meistens in die richtige Richtung.
Ab Toulon wollen wir dann wieder auf die Autobahn. Aber da wir vergessen haben Toulon als Zwischenziel aus unserm Navi zu nehmen, machen wir eine kleine Tour durch die Stadt. Wohnblöcke einer trister als der andere mit Satellitenschüsseln vor jedem Fenster. Vorbei an der Baustelle für einen neuen Bahnhof. Wozu? Überall sehen wir über der Strasse Leuchttafeln auf denen geschrieben steht:“ SNCF streikt, bildet Fahrgemeinschaften.“ Ein neuer Bahnhof ist also unnötig.
Kurz vor Montpellier beginnt es zu regnen. Juhuuu unser Auto wird gewaschen, das ist wunderbar. Weniger wunderbar ist es, dass es bei unserer Ankunft auf dem Campingplatz immer noch regnet und es ist relativ kühl bei 15 Grad. Aber die Prognosen sind nicht schlecht. Wir erhalten einen Platz zwischen den Engländern. Soweit wir sehen, sind das alles noch ältere Herrschaften als wir. So, denken wir, wird es nicht allzu laut werden. Schon beim letzten Mal haben wir festgestellt, dass der Platz bei den Engländern offensichtlich sehr beliebt ist. Wir richten uns ein, machen eine kleine „Besichtigung“ vom Camping und kochen uns was Gutes. Morgen sehen wir weiter.

Nach Regen folgt wieder Sonnenschein

Blauer Himmel als Ginsterhintergrund

Es sieht fast aus, als ob nichts gewesen wäre. Aber eben nur fast. Der Himmel ist unschuldig blau, die Sonne lacht, aber am Boden gibt es noch viele Pfützen und alles ist voll mit Pollen. Tisch, Auto, Strasse sind voll davon. Aus jeder Ecke niest es, schneuzt es und hustet es. Kaum einer der nicht unter diesen Frühlingsboten leidet. Nach dem Frühstück gehen wir zuerst in den Pool. So richtig gluschtet es uns nicht, ins Wasser zu gehen. Es weht ein frischer Wind.

Das halbgesunkene Boot (vorne)

Dann legen wir uns etwa eine Stunde ins warme Sprudelbad. Der Ausstieg ist hart, besonders weil jetzt die Wolken die Sonne verdecken. Eine Weile halten wir es noch aus, dann gehen wir zurück zum Büsli. Wir wärmen uns etwas auf und machen uns dann wieder auf den Weg zum Géant in Saint-Raphael. Wir sehen wieder das gesunkene Boot im Kanal und gottseidank haben wir es fotografiert, weil auf dem Rückweg hat die Wasserpolizei das Boot geborgen.

Aquapark im Aufbau

Vorbei am Aquapark der so langsam zum Leben zu erwachen scheint gelangen wir dann zum Supermarkt. Wir müssen heute nicht mehr so viel schauen und können uns auf das Wesentliche konzentrieren. Es gibt sooooo viele gute Sachen zu kaufen. Und so landen Entenbrust, Rindsplätzli, Wurstwaren, Gurken, Kiwis und Knoblauch im Korb. Den Knoblauch legt die Kassiererin wortlos auf die Seite. Ich frage nach. Man hätte ihn wiegen sollen, basta. Wir bedanken uns bei der freundlichen Person und gehen ohne Knoblauch raus.

Parkieren à la Provencale

Der Heimweg ist kurzweilig und wir setzen uns auf unserer Parzelle in die Sonne, nehmen einen kleinen Apéro und essen dann Gegrilltes mit Brot und Früchten und ohne Knoblauch.
Morgen werden wir weiter fahren. Unser Ziel ist Mèze am Basin de Thau.

Morgen geht es weiter

Regen oder doch nicht?

Schwemmholz am Strand

Heute Sonntag schlafen wir lange und sehen mit Freude, dass die meisten italienischen Freunde heute abreisen. Zurück bleiben unsere Nachbarn welche während der letzten 3 Abenden für die ganze famiglia e per tutti ragazzi aus Italien gegrillt haben. Beginn meistens gegen 20 Uhr mit open end.
Nach dem Frühstück fahren wir die Store aus, machen die Fenster zu und gehen zum Strand. Ziel: Saint Aygulf. Für heute ist Regen angesagt. Ein paar Tropfen begleiten uns auf unserem Strandspaziergang. Aber mehr gibt es nicht. Regen hatte die Region hier genug. Wir sehen immer noch die Folgen am Strand. Ein Teil wurde weggespült und überall türmen sich Unmengen von Holz. Unsere Holländer aus Friesland (sie haben auch die friesische Fahne gehisst) erzählen uns, dass der Campingplatz evakuiert werden musste wegen Hochwasser. Sie sind bereits seit 4 Wochen da und bleiben noch 4 Wochen. Wir fragen uns, wie viele holländische Vorräte die 2 wohl angeschleppt haben.
In Saint Aygulf schauen wir uns ein wenig um und essen Glace am Kebabstand. Es gibt hier auch einen netten Camping. Vielleicht werden wir den mal berücksichtigen.

Kiter in St. Aygulf

Heute bleibt unsere Küche kalt, wir gehen essen. Unser Lieblingskellner ist wieder da. Er fragt uns in welcher Sprache wir bedient werden wollen. Französisch, deutsch, englisch. Pavel meint: „Tschechisch“ und wir staunen nicht schlecht, Mario stammt aus Tschechien und freut sich wahnsinnig, wieder einmal tschechisch reden zu können. Wir haben alle viel zu lachen auch mit dem anderen Personal. In der Zwischenzeit ist der Regen gekommen, und zwar ziemlich viel Regen. Wir kommen durchnässt beim Büsli an und heizen. Ja richtig gelesen wir HEIZEN!!!

Nettes Häuschen

Rund um den Camping

Noch mehr Botanik

So, heute ist Zeit, dass wir mal einkaufen gehen. In Gehdistanz (1,7 km) gibt es einen Géant. Der liegt in Richtung Saint-Raphael. Das Wetter ist gut, die Laune noch besser und so nehmen wir den Weg der Strasse entlang unter die Füsse. Wir gehen auf dem Radweg und erreichen schon nach einer halben Stunde das Ziel. Da gibt es nicht nur einen Lebensmittelladen sondern auch noch Kleidergeschäfte, Schmuckläden…Wir schlendern durch die Passagen und schauen die Schaufenster an. Wir kaufen aber nichts, sonst müssen wir es noch heimtragen.
Dann nehmen wir den Géant in Angriff. Hier gibt es vom Besteck aus Olivenholz über die Gartenmöbel und Duvets bis zu den Schnecken und Krustentieren sowie allerlei Käse so ziemlich alles. Entsprechend lange dauert es bis wir unsere 5 Sachen zusammengesucht haben.
Wir trinken vor dem Heimweg noch etwas und dann geht es den Weg zurück. Am Rande des Naturschutzgebietes fliesst träge ein kleiner Fluss. Im Fluss liegt aufgedunsen ein riesiger Fisch und stinkt ein wenig vor sich hin. Wieder vorbei am „Aqualand“ das zu dieser Jahreszeit noch geschlossen hat erreichen wir wieder unsern Campingplatz. Zum Abendessen wird grilliert und wir geniessen die laue Abendluft.

Faulenzertag

Heute wird lange geschlafen, spät aufgestanden und dann liegen wir den Nachmittag über am Pool. Es ist angenehm, das Wasser beheizt und die Stimmung gut. Zum Abendessen wird mal selbst gekocht, es gibt Lachs und Kartoffeln und dann schauen wir was der morgige Tag uns bringt.