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Ruhetag, oder doch nicht?

Na Pali Küste, wie immer im Nebel


Wir stehen spät auf, Frühstücken und fahren dann zum Einkaufen.
Die beiden Damen aus Vancouver im Haus hinter uns, sind bereit für die Heimreise. Wir tauschen noch ein paar Worte aus. Mit den beiden haben wir tolle Gespräche geführt, schade gehn sie schon.
Wir kaufen das was wir bis am Dienstag Morgen noch brauchen. Im Laden gibt’s noch alles zu kaufen ausser Toilettenpapier. Ich frag mich echt, warum man Toilettenpapier hamstern muss. Ich finde keine Antwort…

Blick in den Waimea Canyon


Auf der Rückfahrt zum Condo beschliessen wir, heute nochmals zum Na Pali Lookout in die Berge zu fahren. Das Wetter scheint uns gut genug zu sein. Zu Hause rasch die Einkäufe verstauen und dann machen wir uns auf den 16 Meilen langen Weg. Wir lassen alle Lookouts unterwegs aus und fahren in 50 Minuten nach oben.

Wasserfall imWaymea Canyon

Zwar gibt’s auch heute kein Postkarten Wetter wie wir es vor 3 Jahren erleben durften, aber das Spiel von Nebel, Sonne und die Sicht auf die steilen Berge und die Uferlinie ist trotzdem faszinierend. Wir bleiben eine ganze Weile oben, kommen auch mit den Leuten um uns herum nett ins Gespräch. Alle sind erstaunlich gut informiert über das Corona Virus. Auch über die Situation in Europa. Aber

Waymea Canyon

die Leute bleiben sachlich und ruhig. „Was soll ich mich aufregen“, sagt eine Frau zu mir. „Ich kann ja eh nichts tun als versuchen gesund zu bleiben und warten, dass es wieder besser kommt!“
Auf dem Rückweg halten wir dann noch an 2 schönen Lookouts über den Waimea Canon, fahren dann zurück und gehen noch ein wenig zum Strand.



Kauais Norden

Unsere Guided Tour beginnt in Kapa’a. Bis dahin fahren wir eine Stunde. Wie immer hören wir Geschichten des alten Hawai’i, von King Kamehamea und von alten überlieferten Bräuchen. Es ist sehr unterhaltsam und informativ.

Kahili Beach

Wir besuchen 2 Strände, die wir ohne diesen Shaka Guide nie gefunden hätten. Beide sind super schön, aber hauptsächlich von Einheimischen besucht. Kalihiwai Beach, liegt an der Mündung des Kilauea Flusses.

Kalihiwai Beach

Ein traumhaft toller Strand, kaum besucht. Wir spazieren entlang und erfrischen unsere Füsse. Wir fahren vorbei an Filmschauplätzen für King Kong oder Indiana Jones. Und wir besuchen den Strand welcher Kulisse für die Serie Gilligans Island (lief 1964-1967) war.

Lagune beim Kalihiwai Beach


Ein weiteres Highlight heute ist der Besuch des Kilauea Leuchtturms. Zuerst halten wir bei einem schönen Lookout und fahren dann zum Leuchtturm. Hier gibt es viele, viele Vögel. Sie brüten an den Felsen rings um den Leuchtturm.

Kilauea Leuchtturm

Es sind Albatrosse, Kormorane und viele weitere Arten. Die beiden Kanadierinnen, welche im Haus hinter uns wohnen, erzählen, dass sie hier gestern Wale gesehen haben. Heute zeigt sich keiner.
Wir fahren noch weiter der Nordküste entlang, durch Princeville bis nach Hanalei. Hier ist Schluss. Ohne Erlaubnis, welche man vorgängig einholen muss, kommt man nicht weiter. Vor 3 Jahren durften wir noch weiterfahren. Nun haben die Anwohner protestiert. Ich versteh’s. Vor 3 Jahren hatten wir schon das Gefühl, dass wir den Leuten in den Vorgärten herumfahren.

Hanalei Beach

Wir besuchen den Hanalei Pier mit Strand, schauen den Versuchen der Surfer zu und machen uns auf den Rückweg. Es git eine einspurige Brücke. Was man wissen muss: es fahren immer so 5 Autos von der gleichen Seite, dann kommen die andern dran. Wieder 5 Autos, die Seite wird gewechselt.

Blick auf Taro Felder

Solche Regelungen funktionieren hier in Amerika wunderbar. Weil jeder auf jeden schaut und jeder jedem eine Chance gibt. So funktionieren auch die „all way stops“. Jeder weiss genau wann er an der Reihe ist. Wir fahren zurück, blicken von einen Lookout auf viele Taro Felder
Taro ist eine Wurzelpflanze, ähnlich wie Kartoffel, wächst aber im Wasser, ähnlich wie Reis. Die Knolle wird gekocht und dann mit Wasser zerrieben bis eine Paste entsteht, das sogenannte Poi. Poi ist sehr haltbar, schmeckt am Anfang süsslich und wird bei längerem Aufbewahren säuerlich. Nicht jedermans Geschmack!!
Gegen 15.30 Uhr machen wir uns wieder auf den Heimweg und erreichen, dank wenig Verkehr, unser Condo um 17 Uhr.

Napali Küste vom Hanalei Pier aus

Insel vor Kilauea Leuchtturm

Beim Kilauea Leuchtturm

Klare Anweisung…

Kalihiwai Beach

 

Na Pali Küste

Diese berühmte  Nordwestküste Kaua’is hat schon manchem Kinofilm als Kulisse gedient: Jurassic Park, Herr der Ringe, King Kong, um nur einige zu nennen.
Die Küste kann man zu Fuss erkunden. Man braucht dazu eine Bewilligung, muss sehr gut zu Fuss sein und eine gute Kondition haben.
Man kann sie aus der Luft erkunden mit dem Helikopter.
Oder man kann mit einem Schiff hinfahren. Und genau das machen wir heute. Schon etwas früher als sonst, stehen wir auf dem Parkplatz der „Blue Dolphin Company“. Mit uns werden knapp 40 fröhliche Amerikaner fahren.
Unser Kapitän Jeremy, ein Einheimischer, gibt uns noch auf dem Parkplatz Anweisungen was man darf, was eher nicht und begleitet uns dann zu seinem Katamaran. Gegen 8.45 Uhr geht’s los und nach einer kurzen Fahrt, bietet sich die Gelegenheit zum Schnorcheln. Man sieht Schildkröten und Fische in allen Grössen und Farben.
Nach einen Stunde Aufenthalt fahren wir weiter und bekommen Tee/Kaffee und so eine Art Hefeschnecke mit Nussfüllung.

Na Pali Küste


Auf der Weiterfahrt zeigt uns eine Buckelwalmama ihr „Kleines“. Wir können einige Minuten zusehen. Beide springen ganz aus dem Wasser heraus und verabschieden sich dann mit einem Winken der Schwanzflossen. Wunderschön!!
Der Wellengang wird zunehmen stärker, je weiter wir nach Westen und Norden vorstossen, umso grösser sind die Wellen. Ich schiebe mal ein 2. Dramamin nach. Immer wieder sehen wir die Blase von Walen, deren Schwanzflosse oder ihre Körper. Jeremy

unterhält uns mit Erzählungen und Liedern.
Wir fahren vorbei am Polihale State Park, einem wunderschönen Strand, welcher nur zu Fuss oder mit einem Geländewagen erreichbar ist.
Die Na Pali Küste selbst ist traumhaft. Hohe, steile, mit Gras und Büschen bewachsene Klippen reichen bis zum Meer. Es gibt einige Wasserfälle, Lavabrücken und dazwischen wenige Buchten mit kleinen Stränden. Das Wetter ist recht rau, die Spitzen der Klippen teils wolkenverhangen. Fotos machenn wir kaum. Wir sind doch sehr mit Festhalten beschäftigt. Deswegen empfehle ich mal im Internet ein paar Fotos der Na Pali Küste zu suchen.
Auf der Rückreise begleiten uns ganz viele Spinner Dolphins. Diese pazifischen Delphine sind relativ klein und können sich beim Sprung aus dem Wasser bitzschnell um ihre Achse drehen. Es gibt jetzt auch Lunch, ein Buffet mit Toast, verschiedenen Wurstwaren, auch Roastbeef, Käse, Früchten, Gemüse…
Mein Magen sagt:“lass es!“ Und so komme ich perfekt über die Runden.
Der Rückweg ist ruhiger, ab und zu mal ein Wal oder ein paar Delfine und gegen 14 Uhr sind wir wieder am Dock vom Eleele.
Ein toller Tag!

Jurassic World im Nebel

 

Wailua River

Hawai’ianisches Hochzeitslied

Wir fahren um 9.15 Uhr Richtung Norden. Unser Ziel, die Bootstour auf dem Wailua River, dem einzig schiffbaren Fluss auf Hawai’i. Nach knapp einer Stunde sind wir dort, lösen 2 Seniorentickets, schauen uns noch ein wenig um und besteigen dann um 11 Uhr das Boot. Mit uns fahren noch 50 weitere Personen, davon etwa 15 richtige Senioren😊. Die Fahrt ist unterhaltsam, der Kapitän erzählt viel vom Familienunternehmen, aber auch Wissenswertes von der Umgebung.

Sleeping Giant

Auf dem Fluss tummeln sich viele Kajakfahrer und Stand up Paddler. Nach knapp einer halben Stunde legen wir an und folgen einem gut ausgebauten Weg. Dieser führt uns durch einen Regenwald. Am Ende des Pfades befindet sich eine Farn-Grotte. Die Wände des Eingangs sind voll mit Farnen, die nach unten wachsen!

Farn, welches nach unten wächst

Vor dem Hurrikan 1992 war der Bewuchs viel dichter. Heute erholt sich der Farn wieder und wächst stetig. Bis 2006 durfte man auch die kleine Höhle betreten. Dann viel einem Touristen leider ein Stein auf den Kopf. Seither darf man vom Gesetz her nicht mehr näher rangehen. Der Ort ist beliebt für Hochzeiten und so hören wir einen hawaiianischen Hochzeitsgesang und sind nachher alle nach hawaiianischem Ritus verheiratet (Hollywood lässt grüssen!!!).

Shell Ginger

Auf der Rückfahrt werden wir noch mit Musik, Gesängen und Tanz verwöhnt.
Wieder zurück, besuchen wir noch das tropische Paradies der Familie Smith. Eine schöne Gartenanlage erwartet uns mit vielen Blumen, Fruchtbäumen und noch mehr Hühnern, Güggels und den kleinen allgegenwärtigen Tauben. Da die Vögel hier immer wieder gefüttert werden, kommen wir uns vor wie der Rattenfänger von Hameln.

 

Nene

Wir werden von Dutzenden von Vögeln verfolgt. Wir schlendern durch die schöne Anlage und sehen dann auch noch Hawaiigänse (Nene). Diese Gänse sind auf Hawai’i endemisch und sehr gefährdet. Viele Vögel sind gefährdet hier, da die meisten, in Ermangelung von natürlichen Feinden, Bodenbrüter sind. Eingeschleppte Ratten, Katzen, Mungos hatten den Tisch reich gedeckt.
Schliesslich haben wir genug gesehen, fahren nach Hause und grillieren ein schönes Stück Fleisch mit einem Wurzelgemüse, das ich als vermeintliche Süsskartoffel gekauft habe. Wahrscheinlich ist es aber Taro. Nun, es hat auch geschmeckt. Allerdings können wir noch an der Zubereitungsart feilen.

Beim Abendessen können wir dann einige Wale beobachten. Immer wieder ein tolles Schauspiel.

Sonnenuntergang über Ni’ihau…

Wailua Valley

Wailua Falls

Heute schauen wir uns das Wailua Tal etwas genauer an. Die Audiotour beginnt in Lihu’e.
Lihu’e ist der Hauptort der Insel Kaua’i und hat ca. 6500 Einwohner. Kurz nach dem Ort zweigen wir zu den Wailua Wasserfällen ab. Die Strasse führt uns ins Landesinnere. Es gibt hier viele Vögel und natürlich überall Hühner und Hähne. Die laufen hier frei rum und entwickeln sich mancherorts zu einer echten Plage. Die Strasse endet beim Wasserfall. Parkmöglichkeiten sind beschränkt, aber wir finden ein Plätzchen. Man kann die Wasserfälle nur von seitlich oben betrachten. Der Weg nach unten wurde nach einem Unfall 2007 gesperrt.

Lydgate Beach Park

2 Einheimische flechten Hüte und Körbe aus Palmenblättern und eine Frau verkauft selbstgemachtes Bananen- und Ananasbrot. Wir kaufen ein Ananas/Kokosbrot für $5 und reden noch ein wenig mit ihr. Sie ist hier auf Kaua’i geboren und steht jeden Tag um 3.45 Uhr auf, um die Brote (Kuchen) zu backen. Hier auf dem. Parkplatz redet sie dann mit den Leuten. Sie erzählt uns, dass Verwandte von ihr einmal sehr viel Schnee vom Mouna Kea mitgebracht haben, um dann unten in ihrem Garten einen Schneemann zu bauen.

Kinderplantschbecken – Hawai’ian style

Unsere Reise geht wieder zurück zur Hauptstrasse und von dort in Richtung Norden.
Bald schon erreichen wir den Lydgate Beach Park und sind sofort begeistert. Wenn es den Himmel auf Erden geben soll, dann hier. Zwar hat es für Hawai’i recht viele Leute, aber der Strand, die Anlage… es ist wirklich traumhaft. Im Lydgate Park gibt es auch 2 Badebecken. Eins für die ganz Kleinen und eins für die Grösseren. Diese wurden gebaut und zwar in den 60er Jahren auf Grund eines Antrags von einem Mr. Morgan, welcher, inspiriert durch eine Italienreise, so einen sicheren Platz zum Schwimmen und Schnorcheln an diesem Strand schaffen wollte. Im Park befinden sich auch 2 Heiau.

Eukalyptus


Weiter geht die Fahrt wiederum ins Landesinnere bis wir ganz zu hinderst in einem dichten Regenwald stehen mit ganz speziellen Bäumen: den Regenbogen Eukalyptusbäumen. Die Farbe der Rinden dieser Bäume ist ganz natürlich. Es gibt viele längere und kürzere Hikes hier, aber da es erst kürzlich geregnet hat, sind die Wege extrem matschig.

Eukalyptus

Wir fahren zurück und kommen dann bei Kapa’a wieder zur Küste und in den Schulschlussverkehr. Tempo 15 miles/Stunde und Autos, Autos, Autos… 
Wir schaffen es durch die Stadt im Schneckentempo. Vor der Heimfahrt halten wir noch bei der „Smith Family“ an. Dieses Unternehmen bietet Bootstouren auf dem Wailuariver an. Dies ist der einzige schiffbare Fluss Hawai’is.

Wailuariver

Wir trinken erwas und werden morgen diese Bootstour machen. Gegen 16.30 Uhr sind wir zu Hause und es gibt Knoblauchwürste und grüner Spargel vom Grill, dazu Chips und frische Ananas. 

Zum Schluss noch ein paar Eindrücke vom Lydgate Beach Park:

 
 

Kaua’i -die Garteninsel

Frühstück am Montag morgens…

Das Gebiet um den Mount Wai’ale’ale ist das regenreichste Gebiet auf der ganzen Welt. Rund um den knapp 1600 Meter hohen Berg regnet es an 335 Tagen im Jahr. Durchschnittliche Regenmenge pro Jahr: 12000 mm. Wai’ale’ale heisst auf hawaiianisch „überlaufendes oder plätscherndes Wasser“.
In dieses Gebiet fahren wir heute und, wen wundert’s, wir werden nass.

Blick auf Waimea


Direkt hinter unserer Haustür liegt der Waimea Canon. Er wird zurecht auch oft „Grand Canon des Pazifiks“ genannt.
Waimea bedeutet „rötliches Wasser“. Die ganze Insel ist „rostig“. Die älteste der Hawaiianischen Inselkette wurde schon recht „ausgewaschen“ und die Farbe kommt vom Eisenoxid.
Wir fahren am Morgen los in Richtung Waimea Canon. Das Wetter ist etwas launisch, aber wir können dennoch tolle Ausblicke in den Canon geniessen.

Waimea Canyon

Das Farbspiel von Grün und Rot ist fantastisch.
Wir fahren bis auf 1200 müM. Es gibt verschiedene Orte, um anzuhalten und die Landschaft zu geniessen. Das Wetter wird zunehmend schlechter, wolkenverhangen. Und so bleibt uns heute der tolle Ausblick auf die Napali’i Küste verwehrt. Die Meisten nehmen’s mit Humor und machen Sprüche. Nicht so die beiden jungen deutschen Touristen. Die machen einen ziemlich „suure Stei“. Schade, geniesst’s doch einfach!
Wir fahren dann wieder nach unten, besuchen noch das Visitorcenter mit kleinem Museum und fahren, nach einem kleinen Zwischenstop zu Hause, noch zur Red Shirt Company in Waimea.

Wasserfall und “RedDirt”


1992 verwüstete der Hurrikan Inaiki die Insel Kaua’i schwer. Monatelang waren Teile der Insel ohne Strom, 7000 Häuser waren zerstört. Da die Lebensmittel verdorben wären (ohne Strom), hat man sie gratis abgegeben, aber die Hawaiianer bestanden auf Bezahlung. Am Schluss hat man ein grosses Fest gemacht und alles aufgegessen. Aloha Spirit. Betroffen vom Huricane wurde auch eine T-shirt Fabrik in Waimea. Ihre ursprünglich weissen T-shirts waren alle rot. Wegwerfen? Auf keinen Fall, zumal sich die rote Farbe als unglaublich wasch resistent erwies. Die Red Dirt Shirt Company war entstanden und hat heute in mehreren Ländern Läden. Wir kaufen ein paar Dinge ein, dann wird der Gemeinschaftsgrill angezündet und ein tolles Stück Rindfleisch mit Papaya und Ananas krönt unsern Tag.

Weiter geht’s

Um 5.15 Uhr klingelt der Wecker und um 6.15 Uhr fahren wir los in Richtung Flughafen Kona.
Auto zurückbringen, wie immer eine Sache von 3 Minuten. Dann nimmt uns eine gesprächige, aber verschlafene Fahrerin in Empfang und bringt uns zum Terminal. Die Koffern sind wir in knapp 5 Minuten los und dann gehts durch den Security Check. Als wir drankommen, gibts grad Schichtwechsel. Daaas dauert. Aber dann wird alles gescannt, meine Taschen sind leer, niemand glaubts. Abtasten, oh da ist wirklich nichts…immer das gleiche Prozedere. Jä nu!

Unser Zuhause für die nächsten Tage


Wir haben noch viel Zeit, trinken und essen etwas und können dann kurz nach 9 Uhr einsteigen und pünktlich losfliegen. Wir sehen Mau’i, Moloka’i, Lana’i, Oah’u mit Honolulu und landen dann auf Kauai’i. Dieser Flughafen ist klein, aber etwas chaotisch. Da es nur 2 Gepäckbänder gibt, nehmen wir an, dass unsere Koffer da irgendwo auftauchen werden. Und sie kommen grad zuerst!
Der Bus bringt uns zu Hertz. Die nette Frau hinter dem Schalter sagt:“Steht dein Name da auf dem Display? Ja? Dann geh zur Nummer die hinter deinem Namen steht, nimm dein Auto und hab einen tollen Tag!“

Das Auto hat Farbe gewechselt und hat 300 Meilen auf dem Tacho


Die Fahrt zum Condo dauert 40 Minuten. Wir halten noch auf einem schönen Aussichtsplatz und kommen um 12 Uhr im neuen Heim an. Parterre, direkt am Strand. Eine Strasse ist zwar noch dazwischen aber es ist keine Durchgangsstrasse.
Auspacken, einkaufen und dann ein wenig im Garten sitzen. 2 Frauen aus Vancouver wohnen gleich im Haus nebenan. Wir kommen nett ins Gespräch. Etwas später schlendern wir noch dem Strand entlang (der ist, wie immer, völlig überfüllt).
Zum Znacht gibts Poke mit Reis und Früchten und eine frühe Bettruhe.

Überfüllter Strand… es ist ja auch Sonntag

Eine Vorahnung von Waimea Canyon

Ruhetag

Heute ist Erholung angesagt. Nach dem Frühstück fahren wir zum Kahalu’u beach park. Wir haben eine Fahrzeit von 10 Minuten.
Die Stühle werden ausgepackt, Schatten gesucht und gefunden. Dann sitzen wir und schauen. Dann schauen wir und gehen schwimmen. Dann essen wir Glacé und schauen…
Gegen 12 Uhr fahren wir zurück ins Condo, trinken Tee und gehen dann später noch kurz einkaufen. Es regnet bei 24 Grad. Im Einkaufzentrum kaufen wir Stoff für Lena und noch ein paar Kleinigkeiten.
Gegen 16.30 Uhr spazieren wir ins Zentrum von Kailua-Kona und geniessen im Huggo’s Mai Tai (s isch happy hour!) und essen einen pulled pork burger (beef ist leider out) und einen Ahi burger. Die Sonne kann sich wieder gegen die Wolken behaupten und wir sind gespannt auf den Sonnenuntergang.
Auf Oa’hu gibts den 1. Coronapatienten und in Monterrey hat Marie Bouzkova im Tennis gegen Wang Yfang gewonnen. Soviel zu den News des Tages.

Sonne, Regen, Sonne, Regen…

Blick auf Whittington Beach Park

Um es vorweg zu nehmen, der heutige Tag war ziemlich verregnet.
Aber wir starten bei Sonnenschein, tanken unser Auto auf und fahren zügig in Richtung Süden. Unsere Tour beginnt bei der Abzweigung zum südlichsten Punkt der USA, dort wo wir gestern wieder umgekehrt sind. Nach ca. 90 Minuten sind wir da und fahren hoch oben der Küste entlang.

Whittington Beach Park

Wie viele Gebiete auf Hawai’i war auch hier der Zuckerrohranbau Ende des 19. Jahrhunderts bis weit ins 20. Jahrhundert in der Blüte. Zuckermühlen wurden gebaut, Gastarbeiter von überall her „eingeflogen“,grossartige Anlagen gebaut. Dann Mitte des 20. Jahrhunderts waren die Betriebe nirgendwo mehr rentabel. Die Arbeiter gingen zum Teil wieder heim oder heirateten auf den Inseln. Wir besuchen den Whittington Beach Park. Er wird vor allem von Einheimischen genutzt.

Whittington Beach Park

Zum Baden wenig geeignet, aber ein Platz für verschiedene Wasserschildkröten. Heute sehen wir allerdings keine.

Whittington Beach Park

Nun beginnt es zu regnen und der Regen begleitet uns lange, lange Zeit. Unser Audioguide erzählt uns von Pele, der Feuergöttin. Erklärt wie die Inseln erschaffen wurde, dass es 132 Inseln gibt, davon 7 grosse und dass so ca. in 1000 Jahren eine neue Insel aus dem Meer aufsteigen wird. Wir sind gespannt!
Wir besuchen die Kau Kaffeeplantage. Nach dem Niedergang der Zuckerrohrproduktion 1991 waren die Menschen hier arbeitslos. Die Regierung versuchte mit einem Projekt der Weltraumforschung den Menschen die Arbeitsplätze zu erhalten.

Whittington Beach Park

In einer Abstimmung waren die Bewohner jedoch dagegen und begannen Kaffee anzubauen. Heute sind sie sehr erfolgreich und beliefern exklusiv Ketten wie Starbucks.

Punalu’u Beach

Als nächstes besuchen wir den Punalu’u Beach. Es ist Hawai’is einziger Strand mit schwarzem Sand. Der Strand ist hübsch, eher klein mit Palmen und einem Teich in dem die Seerosen blühen. Es gibt viele Schnorchler hier.

Punalu’u Beach

Der weitere Verlauf der Strasse in Richtung Hilo ist etwas eintönig und es gibt viel Nebel und Regen. Wir befinden uns auf den Ausläufern des Kilauea’s. Aber die Sicht ist nahe bei Null. Der Vulcano National Park haben wir bereits besucht. Aber wir fahren durch Volcano Village. Die Bewohner hier leben alle auf einem immer noch aktiven Vulkan. Mehr als einmal wurden Teile der Siedlung zerstört und wieder aufgebaut. Menschenleben waren in jüngster Zeit zum Glück nicht zu beklagen und alle hier haben eine Vulkanversicherung. 
Wir fahren weiter in Richtung Hilo, die Sonne scheint. 
Wir nehmen den Zubringer zur Saddle Road. Diese führt quer durch die Insel und ist die kürzeste Verbindung zwischen Hilo und Kona. Ursprünglich wurde sie vom Militär gebaut, welches hier verschiedene Trainingscamps unterhält. Es wurde hier auch für die Mondlandung geübt. Der höchste Punkt der Strasse liegt bei 2035 Metern über Meer. Bei der Abzweigung zum Mouna Kea Visitor Center gibts immer noch dicken Nebel und wir verzichten hinauf zu fahren. Auf der anderen Seite gibt es wieder Sonne, Dach auf! 3 km weiter, Dach zu! Wir fahren in Richtung nach Hause, verfahren uns ein paar mal, kaufen Poke vom Lachs und Marlin und geniessen… 
den Sonnenuntergang. 

Saddle Road

 

The southernmost point of the USA

Lekeleke: Ein Schlachtfeld mit über 300 Gräbern

Heute gehts südwärts. Vorbei an verschiedenen Stränden, der Magic Sand Beach ist einer davon. Immer im Winter, wenn es hohe Wellen gibt, wird der Sand weggespült. Dann im Sommer ist er wieder da. MAGIC, eben!

James Cook Monument


Etwas weiter südlich zweigen wir auf eine schmale, kurvenreiche Strasse ab. Sie führt uns ans Meer hinunter. Hier gibt es einen Strand, der sehr geeignet ist für Taucher und Schnorchler. Auf der anderen Seite der Bucht steht das James Cook Monument. Es ist nur übers Wasser oder zu Fuss erreichbar. James Cook wurde von den Einheimischen erst als eine Gottheit empfangen. Etwas später wendete sich das Blatt allerdings zu Cook’s Ungunsten und er fand hier auf Big Island einen gewaltsamen, unfreiwilligen Tod. Nach James Cook kamen noch viele weitere Europäer nach Hawai’i. Die Inseln waren auch ein idealer Zwischenstop, um Wasser und frische Früchte aufzutanken. Nicht immer verliefen diese Handelsbeziehungen in Minne. Es gab auf beiden Seiten Verlierer. Auch der Versuch der Christianisierung verlief eher blutig als harmonisch. Heute haben sich die Hawai’ianer weitgehend damit versöhnt. Sie lassen auch vermehrt wieder ihre Gottheiten aufleben. Eins sein mit der Natur und den Göttern.

Pu’uhonau O Honaunau

Wir kommen ins Gespräch mit einem alten Hawai’ianer. Er sei hier im Ort geboren. Seine Familie lebte vom Fischfang. Er zeigt uns eine Fischschule in der Bucht. Wir sehen auch eine Schildkröte. Der Mann ist glücklich, er lebe jeden Tag im Paradies und er freut sich, mit den Touristen zu sprechen.
Wir fahren weiter in den Pu’uhonau O Honaunau historical nationalpark.
Ein Teil dieses heutigen Nationalparkes war früher ein Zufluchtsort für Verfolgte, Verbrecher und Schwindler. So eine Art Asylbogen im Schelmengässli von Rheinfelden.
Die Anlage ist schön gestaltet, wir sehen auch hier Schildkröten und viele gelbe Fische.

Vom State Park aus gehts nun immer weiter bis zum südlichsten Punkt der USA. 
Wir fahren vorbei an den Ocean View Estates. Das war ein hochgestecktes Projekt. Ein Investor kaufte das ganze Gebiet und parzellierte es in mehr als 10000 Parzellen alle 1 acre (4050 m2) gross. Der Verkauf hielt sich in Grenzen. Zumal auch die Versorgung mit Trinkwasser und Elektrizität nicht gewährleistet war. 
Heute leben dort vorwiegend Leute, welche immer mal wieder Schwierigkeiten mit dem Gesetz hatten oder in einem Zeugenschutzprogramm des FBI leben.
Unterwegs kommt immer mal wieder Regen auf, wir schliessen das Verdeck. 
Schliesslich erreichen wir den südlichsten Punkt der USA. Man spürt auch hier, dass man über die Zugehörigkeit zu den USA nicht allzu begeistert ist. Hier findet man viele Einheimische welche fischen, Wagemutige welche von den hohen Klippen ins Wasser springen und viel, viel, viel Natur. Wir erhaschen auch grad den richtigen Moment wo ein Buckelwal vor lauter Freude in die Luft springt und sich krachend aufs Wasser zurück fallen lässt. Wir geniessen die Sonne und schauen dem Spiel der Wellen zu. MAGIC!!! 
Auf dem Rückweg nach Kailua-Kona kaufen wir noch Früchte und dann gibts abends am Pool „the same procedure as yesterday and every day before, James.“

Southernmost point